SPD-Sprecher plädiert für Impfung deutscher Athleten
SPD-Sprecher plädiert für Impfung deutscher Athleten © AFP/SID/ANDREJ ISAKOVIC
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Der sportpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, hat sich für eine rechtzeitige Impfung aller deutschen Athleten vor Olympia ausgesprochen.

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Mahmut Özdemir, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, hat sich für eine rechtzeitige Impfung aller deutschen Athleten vor den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) ausgesprochen. Wenn in nächster Zeit genug Impfstoff zur Verfügung stünde und dies mit der Aufhebung der Impfreihenfolge einherginge, "dann müssen wir unsere Athleten zügig durchimpfen", sagte Özdemir dem SID.

Der SPD-Politiker räumte ein, dass eine solche Forderung nicht gelte, wenn eine absolute Mangelsituation herrsche. "Aber wenn sich die Situation jetzt etwas entspannt, kann man darüber reden", meinte Özdemir.

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Vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) fordert er eine bessere Absicherung der Athlet*innen und machte davon auch die Teilnahme der deutschen Mannschaft abhängig: "Solange das IOC mit dem Playbook keine Rücksicht auf die Sorgen der Athlet*innen nimmt, halte ich eine Entsendung vom Team Deutschland für fahrlässig - wenn sie dadurch erpresst werden, einen Haftungsausschluss zu gewähren."

Bereits der Verein Athleten Deutschland hatte Sportlerinnen und Sportlern davon abgeraten, Erklärungen zu unterschreiben, mit denen sie die Veranstalter von jeglicher Haftung im Krankheits- oder Todesfall befreien. Risiken könnten zwar nicht vollständig ausgeschlossen werden, die Teilnahme an den Spielen sollte aber nicht vollständig auf eigenes Risiko der Athlet*innen geschehen, hieß es.

Für die Athleten ist bislang bezüglich wichtiger Haftungsfragen in den unsicheren Zeiten der Pandemie längst noch nicht alles beantwortet. Dazu gehören Fragen wie: Verhält es sich bei einer Infektion während der Spiele wie bei einem Arbeitsunfall? Sind schwere Verläufe oder bleibende Schäden durch den Versicherungsschutz gedeckt?