Caster Semenya droht die Olympischen Spiele zu verpassen
Caster Semenya droht die Olympischen Spiele zu verpassen © AFP/SID/PHILL MAGAKOE
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Caster Semenya (30) droht die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) zu verpassen.

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Caster Semenya (30) droht die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) zu verpassen. Zwar verbesserte Südafrikas Leichtathletik-Star bei den nationalen Meisterschaften in Pretoria ihre Bestleistung über 5000 m auf 15:52,28 Minuten, der zweimaligen 800-m-Olympiasiegerin fehlen aber dennoch mehr als 40 Sekunden zur Norm für das Saisonhighlight in Japan (15:10:00). Semenyas Bestleistung stand bisher bei 16:05,97 Minuten.

Derzeit darf Semenya international nicht über ihre Paradestrecke 800 m an den Start gehen - es sei denn, sie nimmt Medikamente, die ihren Testosteronspiegel senken. Im Kampf gegen diese sogenannte Testosteronregel des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics hatte sie zuletzt Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eingereicht. "Alles, worum wir bitten, ist, ein für alle Mal frei laufen zu dürfen als die starken und furchtlosen Frauen, die wir sind und immer waren", sagte sie.

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Läuferinnen wie Semenya mit sogenannten "Differences of Sex Development" (DSD) dürfen nach der Regel des Weltverbandes nur dann international auf den Strecken zwischen 400 m und der Meile bei den Frauen starten, wenn sie ihren erhöhten Testosteronspiegel durch die Einnahme von Medikamenten unter einen Grenzwert drücken. 

Vor der Verlegung der Spiele von Tokio ins Jahr 2021 hatte Semenya noch angekündigt, dort über die 200 Meter starten zu wollen.