Alfons Hörmann befürchtet in Tokio Chancenungleichheit
Alfons Hörmann befürchtet in Tokio Chancenungleichheit © AFP/POOL/SID/TOM WELLER
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DOSB-Präsident Alfons Hörmann sorgt sich um den Anti-Doping-Kampf vor und bei den Olympischen Spielen in Tokio.

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DOSB-Präsident Alfons Hörmann sorgt sich um den Anti-Doping-Kampf vor und bei den Olympischen Spielen in Tokio. "Das internationale Ungleichgewicht der Dopingkontrollen generell ist wohl während der Pandemie nochmals größer als in den Jahren zuvor", sagte Hörmann (60) der Welt am Sonntag. "Spekulationen und Interpretationen" seien dadurch "natürlich Tor und Tür geöffnet".

Hörmann empfiehlt daher den deutschen Athletinnen und Athleten, ihr Schicksal nicht bedingungslos mit dem Erfolg der Spiele in Japan (23. Juli bis 8. August) zu verknüpfen. "Wir wollen lieber die Fairplay-Medaille als einen Top-Platz im Medaillenspiegel", sagte er.

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Zuletzt hatte der ehemalige Kugelstoß-Weltmeister David Storl festgestellt, eine Quarantäne sei "das beste Alibi zum Betrügen". In Japan werde man es "ganz bestimmt nicht mit Chancengleichheit zu tun haben", sagte Storl der Welt. Die Nationale Anti-Doping-Agentur bestätigte, dass bei "behördlich angeordneten Quarantäne-Maßnahmen keine Dopingkontrollen durch die NADA stattfinden".

"Dass in einigen Ländern und auch Kontinenten mit solchen Möglichkeiten lockerer umgegangen wird, ist zu erwarten", sagte Hörmann. Für den Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) unterliegen die Spiele während der Coronakrise ohnehin "dem größten Risiko ihrer jüngeren Geschichte. Alles andere wäre schöngeredet", sagte er.