Stephan Wassong sieht Olympia 2036 als Chance
Stephan Wassong sieht Olympia 2036 als Chance © AFP/SID/CHARLY TRIBALLEAU
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Die Planer für Olympische Spiele in Nordrhein-Westfalen bekommen nach dem letzten Rückschlag Unterstützung für die Fortführung des Projektes bis 2036.

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Die Planer für Olympische Spiele in Nordrhein-Westfalen bekommen nach dem herben Rückschlag ihrer Ambitionen für 2032 Unterstützung für die Fortführung des Projektes "Rhein Ruhr City" bis 2036. 100 Jahre nach den Nazi-Spielen von 1936 in Berlin könnten auch nach Ansicht des Sporthistorikers Stephan Wassong durch eine entsprechende Strategie für den Umgang mit der historischen Belastung Sommerspiele in Deutschland stattfinden.

"Ich sehe eine Möglichkeit für Olympia 2036 an Rhein und Ruhr", sagte Wassong in der Kölnischen Rundschau, "wenn man die Spiele als Chance begreift und sie als Gegenentwurf zu Berlin 1936 konzipiert."

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Der Direktor des Zentrums für Olympische Studien der Deutschen Sporthochschule Köln begründet seine Haltung mit ähnlichen Debatten über den Missbrauch der olympischen Idee durch die faschistischen Machthaber im Dritten Reich vor den bislang letzten Sommerspielen in Deutschland: "Auch München hatte 1972 schon mit dieser Problematik zu kämpfen", sagte Wassong: "Bei der Vergabe der Spiele an München hatte die DDR im Vorfeld mit dem Slogan 'Ist 2x36=72?' provoziert. Auch München wurde dann bewusst als Gegenentwurf geplant."

Bis zum Anschlag palästinensischer Terroristen hatten die Olympia-Wettbewerbe an der Isar tatsächlich als "fröhliche Spiele" weltweit für Aufsehen und Anerkennung für die deutschen Gastgeber gesorgt.