Deutschlands Kanu-Präsident fürchtet Nachteile ohne Corona-Impfung
Deutschlands Kanu-Präsident fürchtet Nachteile ohne Corona-Impfung © AFP/SID/RONNY HARTMANN
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Präsident Thomas Konietzko vom Deutschen Kanu-Verband (DKV) fürchtet für deutsche Sportler bei den Olympischen Spielen in Tokio erhebliche Nachteile.

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Präsident Thomas Konietzko vom Deutschen Kanu-Verband (DKV) fürchtet für deutsche Sportler bei den Olympischen Spielen in Tokio erhebliche Nachteile, sollten diese nicht vorgezogen gegen Corona geimpft werden.

Er gehe "davon aus, dass die meisten Athleten aus anderen Ländern geimpft nach Tokio kommen. Da könnte die Chancengleichheit auf der Strecke bleiben", sagte Konietzko der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Deshalb forderte der 57-Jährige, die Diskussion über eine schnellere Impfung von Sportlern jetzt zu beginnen. Natürlich sei dies schwer, "weil tausend andere Gruppen in Deutschland wahrscheinlich noch schlimmer leiden als der Leistungssport", sagte Konietzko: "Aber das Zeitfenster für eine Impfung unserer Sportler ist ein sehr kleines."

Corona bedroht Olympia-Traum

Eine Impfung müsste in einer Phase der Trainingsruhe sowie mit genügend Abstand zu den Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) erfolgen.

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Dabei warf Konietzko vor allem eine generelle Frage auf, um die sich die Diskussion drehen sollte. "Ist es uns als Gesellschaft so viel wert, unsere Sportler in Tokio erfolgreich, aber auch gleichberechtigt mit anderen antreten zu lassen, dass wir tatsächlich über ein Präferieren bei der Impfung, wenn alle gefährdeten Gruppen geimpft sind, nachdenken?", sagte er.

Konietzko fürchtet, dass bei einem Coronafall nicht nur der Olympia-Traum des Infizierten platzen könnte.

"Wenn einer im Team, der sich vor Olympia in der Blase befunden hat, positiv getestet wird, scheidet wahrscheinlich das gesamte Team aus, da alle unmittelbaren Kontaktpersonen in Quarantäne müssen", erklärte er. Ohnehin seien Hochleistungssportler "viel empfänglicher für Infektionen und gehen so auch ein größeres Risiko ein".