Für Vetter steht der Olympiasieg an erster Stelle
Für Vetter steht der Olympiasieg an erster Stelle © AFP/SID/LUKASZ SZELAG
Lesedauer: 2 Minuten

Der ehemalige Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter macht sich bezüglich der magischen 100-m-Marke keinen Druck.

Anzeige

Der ehemalige Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter macht sich bezüglich der magischen 100-m-Marke keinen Druck. "Ich habe Albträume und schlaflose Nächte. Die Frage treibt mich jede Nacht um", sagte der 27-Jährige scherzhaft bei einer Pressekonferenz in Baden-Baden: "Nein, sowas passiert einfach. Es spielen so viele Faktoren zusammen, dass so eine Weite zusammenkommt. Das kann man nicht planen, ich lasse mich da komplett überraschen und alles auf mich zukommen."

Für das kommende Jahr hätten ohnehin andere Ziele Priorität. Er wolle zunächst "in der Vorbereitung gesund bleiben und schonmal ein paar Wettkämpfe machen", sagte der Offenburger, und dann "ist das primäre Ziel der Olympiasieg, über Weltrekord oder 100 m mache ich mir keine Gedanken." In der abgelaufenen Saison hatte der Weltmeister von 2017 mit 97,76 m den bislang zweitweitesten Wurf der Geschichte geschafft.

Anzeige

Diese und viele weitere Leistungen jenseits der 90 m hätten ihn in einem "schwierigen Jahr in jeglicher Weise beflügelt", betonte Vetter: "Dass man unter solchen Bedingungen solche Leistungen bringt, gibt Selbstvertrauen und Selbstverständnis für das kommende Jahr." Als Athlet habe er nun die Gewissheit, auch mit "ungünstigen Rahmenbedingungen" zurechtzukommen.

Die könnten ihn auch bei den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August 2021) erwarten, denn auch Geisterspiele sind ein mögliches Szenario. "Jeder Zuschauer im Stadion ist viel wert", sagte Vetter, doch ob "mit oder ohne Zuschauer: Olympia bleibt Olympia, das ist Fakt."