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Helmut Digel verteidigt das Vorgehen von Thomas Bach bezüglich der Verschiebung der Olympischen Spiele. Zu anderen Punkten zollt er Bach und dem IOC Lob.

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Der frühere Sportfunktionär Helmut Digel (76) hat die Vorgehensweise des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) unter Präsident Thomas Bach bei der Verschiebung der Olympischen Spiele verteidigt.

"Die Kritik von deutschen Sportfunktionären und Sportpolitikern ist bösartig. Und sie zeichnet sich durch Inkompetenz aus", sagte Digel den Stuttgarter Nachrichten (Freitagsausgabe).

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Der frühere Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) wies darauf hin, dass Bachs Stellungnahmen zur möglichen Absage oder Verschiebung der Sommerspiele in Tokio wegen der Coronakrise allesamt schriftlich dokumentiert seien. Wer diese Dokumente lese, könne nicht zu dem Ergebnis kommen, Bach habe gezögert oder Führungsschwäche gezeigt.

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"Genau mit solchen Behauptungen wird er schon seit Jahren zum Buhmann der deutschen Nation erklärt", sagte Digel.

Digel verteidigt Bach

Als Bach 2013 an die Spitze des IOC gewählt wurde, sei dies durch Korruption und Wahlmanipulation diskreditiert gewesen. "Mittlerweile hat er wegweisende Reformen eingeleitet. Keine andere Sportorganisation der Welt kann auf eine vergleichbare Transparenz ihrer Einnahmen und Ausgaben verweisen", sagte Digel.

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Digel selbst war von 1993 bis 2001 DLV-Präsident. Von 2002 bis 2016 gehörte er Führungsgremien des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF an. In dieser Zeit wurde ihm bisweilen angekreidet, er habe gegen die korrupten Machenschaften der IAAF-Spitze um Präsident Lamine Diack nicht entschieden genug agiert. Dagegen wehrt er sich bis heute vehement.