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Nach langen Diskussionen werden die Olympischen Spiele verschoben. US-Athletensprecher Han Xiao kritisiert den Umgang des IOC mit den Sportlern in dem Prozess.

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Der US-amerikanische Athletensprecher Han Xiao hat die mangelnde Mitbestimmung von Sportlern im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) harsch kritisiert.

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"Sie fühlen sich mit der aktuellen Machtstruktur in der internationalen Bewegung ziemlich machtlos", sagte der Tischtennisspieler dem Deutschlandfunk. Vor der Entscheidung zur Verschiebung der Olympischen Spiele von Tokio seien die Sorgen und Nöte der Athleten bei Telefonkonferenzen kaum beachtet worden.

Xiao: IOC-Offizielle bestimmen Details - dennoch positive Entwicklungen

"Unabhängig davon, welche Fragen oder welche Diskussionen während des Anrufs oder während des Meetings aufkommen, sind die Ergebnisse dieselben", sagte Xiao: "Die Ergebnisse sind bereits vorher irgendwo aufgeschrieben. Man kann das daran erkennen, dass diese Ergebnisse oft Details oder Diskussionspunkte enthalten, die von IOC-Offiziellen oder Thomas Bach während des Anrufs oder der Konferenz selbst direkt erwähnt wurden."

"Diese Punkte kamen nicht unbedingt direkt von Athleten. Sie kamen von IOC-Offiziellen", kritisierte er.

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Zumindest habe es aber ein paar positive Entwicklungen gegeben, sodass die Athleten die Entscheidung zur Verlegung "mehr als zuvor beeinflussen" konnten, sagte Xiao: "Hoffentlich geht diese Dynamik weiter. Es gab aber noch Verbesserungsmöglichkeiten, die offensichtlich geworden sind. Insbesondere, dass es noch ein bisschen länger gedauert hat, als wir es uns gewünscht hätten, bis das IOC und einige der anderen Organisationen ihre Haltung geändert haben."