Olympia in Tokio wird durch den Coronavirus bedroht
Olympia in Tokio wird durch den Coronavirus bedroht © Getty Images
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Das IOC reagiert auf die Aussage von Mitglied Richard Pound, dass die Olympischen Spiele wegen des Coronavirus abgesagt werden könnten. Derzeit sei dies nicht geplant.

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Das Internationale Olympische Komitee erwägt offenbar im Moment keine Absage der Olympischen Spiele in Tokio.

Wie ein Sprecher des IOC am Mittwoch bekannt gab, verlaufen die Planungen trotz der Ausbreitung des Coronavirus weiter nach Plan. Am Dienstag hatte noch das dienstälteste IOC-Mitglied Richard Pound von einer möglichen Absage gesprochen.

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"Wir haben daran nicht gedacht. Wir haben davon auch noch nicht gehört. Wir haben Untersuchungen durchgeführt, uns wurde nicht mitgeteilt, dass es so einen Plan gibt", sagte der Chef des Organisationskomitees, Toshiro Muto. "Unser Grundgedanke ist, die Olympischen Spiele und die Paralympics wie geplant durchzuführen. Davon gehen wir aus."

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Pound bringt Absage ins Gespräch

Die Olympischen Spiele sollen am 24. Juli eröffnet werden, 11.000 Athleten sollen teilnehmen. 

Muto berief am Mittwoch extra eine Pressekonferenz ein, um Pounds Kommentare zu adressieren. "Im Moment ist die Situation um das Coronavirus schwierig zu prognostizieren, aber wir werden Maßnahmen aufstellen, damit wir sichere Olympische und Paralympische Spiele erleben."

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Pound hatte am Vortag erklärt, dass es ein Fenster von rund drei Monaten gebe, in dem endgültig über die Austragung der Spiele entschieden werden soll. "Sie können die Entscheidung sicherlich bis zu zwei Monate aussetzen, wenn sie müssen. Dies würde bedeuten, dass die Entscheidung bis Ende Mai verschoben wird und man hofft, dass bis dahin das Virus unter Kontrolle ist", sagte der 77-Jährige.

Sollte das Coronavirus bis dahin immer noch grassieren, steht "wahrscheinlich eine Absage bevor". Und weiter: "Das ist der neue Krieg und man muss sich ihm stellen. In dieser Zeit werden sich die Leute fragen müssen: 'Ist der Virus ausreichend unter Kontrolle, dass wir sicher nach Tokio fahren können, oder nicht'".

Olympia erst einmal abgesagt

Muto hatte am Mittwoch außerdem erklärt, dass der Olympische Fackellauf wegen des Virus' eventuell verkürzte werde.

Japan ist vom Coronavirus besonders betroffen, gehört zu den Risikogebieten. Dort sind rund 850 Personen infiziert, die meisten davon auf einem britischen Kreuzfahrtschiff im Hafen von Yokohama. An Bord gab es am Dienstag das vierte Todesopfer.

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Die Olympischen Spiele wurden bislang erst einmal abgesagt. 1940 konnte die Veranstaltung aufgrund des zweiten Weltkriegs nicht stattfinden. Austragungsort damals: Tokio.