Der chinesische Präsident Xi Jinping kann mit Doping nichts anfangen
Der chinesische Präsident Xi Jinping kann mit Doping nichts anfangen © Getty Images
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Der chinesische Präsident hat von Dopingsündern die Nase voll. Bei einem Besuch von IOC-Chef Thomas Bach macht er seine Abneigung mehr als nur deutlich.

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Chinas Präsident Xi Jinping hat bei einem Treffen mit IOC-Präsident Thomas Bach seine ablehnende Haltung gegenüber Doping hervorgehoben. "Wir haben eine klare und sehr strenge Anti-Doping-Politik. Ich persönlich hasse es", sagte Xi: "Ich würde lieber saubere chinesische Sportler haben als eine Goldmedaille oder überhaupt eine Medaille." Peking ist 2022 Gastgeber der nächsten Olympischen Winterspiele.

Im vergangenen Dezember hatte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, dass härtere Gesetze gegen Dopingsünder geplant seien. Diese sollen auch Gefängnisstrafen vorsehen.

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China hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit Dopingskandalen zu kämpfen. Die Gewichtheber mussten mehrere Olympiamedaillen zurückgeben und wurden vom Weltverband IWF zeitweise gesperrt. Die Schwimmer - allen voran Superstar Sun Yang - fielen in der Vergangenheit mehrmals negativ auf. 

Chinesische Teamärztin packt aus

Erst vor wenigen Tagen kam ans Licht, dass der dreimalige Olympiasieger Sun bei einem unangemeldeten Test im September 2018 angeblich den Behälter mit seinem Blut mit einem Hammer zerstören ließ. Sun war 2014 nach einem positiven Dopingtest ungewöhnlich milde mit einer Sperre von nur drei Monaten davongekommen, zudem wurde die Strafe erst verspätet öffentlich gemacht.

Ende 2017 hatte eine nach Deutschland geflüchtete Medizinerin, unter anderem ehemalige Teamärztin der chinesischen Turner, in der ARD und der Süddeutschen Zeitung von einem systematischen, staatlich unterstützten Dopingsystem in den 1980er- und 1990er-Jahren berichtet.

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