Sabrina Cakmakli war als einzige Deutsche Ski-Freestylerin in der Halfpipe am Start
Sabrina Cakmakli war als einzige Deutsche Ski-Freestylerin in der Halfpipe am Start © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten

Pyeongchang - Sabrina Cakmakli verkauft sich in der Halfpipe teuer, die Medaillen aber sind außer Reichweite. Gold geht nach einer starken Vorstellung an eine Kanadierin.

Anzeige

Freestyle-Skifahrerin Cassie Sharpe aus Kanada hat bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang Gold in der Halfpipe erreicht.

Die WM-Zweite von 2015 und Dritte der X-Games kam im Finale im Phoenix Snow Park auf 95,80 Punkte und verwies die Französin Marie Martinod, WM-Zweite von 2017 und Olympia-Zweite 2014 (92,60), sowie die im Weltcup führende Amerikanerin Brita Sigourney (91,60) auf die Plätze zwei und drei. (SERVICE: Der Olympia-Zeitplan)

Anzeige

Der beste Lauf des Tages gelang Sharpe dabei im zweiten von drei Versuchen - letztlich hätte aber sogar auch noch ihr erster Run mit einer Wertung von 94,40 Zählern zum Olympiasieg gereicht.

Cakmakli zeigt neuen Trick

Die in der Vergangenheit häufig von Verletzungen geplagte Sabrina Cakmakli aus Partenkirchen erreichte mit 74,20 Punkten einen respektablen achten Platz. (SERVICE: Der Olympia-Medaillenspiegel)

Weil sie den zweiten und dritten Run nicht fehlerfrei zu Ende brachte und daher ihren ordentlichen ersten Lauf nicht mehr toppen konnte, blieb die Deutsche allerdings hinter dem Ergebnis aus der Qualifikation zurück: Dort hatte sie am Montag mit 81,80 Punkten Platz sieben belegt.

Im letzten Durchgang hatte Cakmakli noch einen neuen Trick, einen sogenannten "Flair" versucht und auch gestanden, war aber kurz danach gestürzt. "Es hätte definitiv noch mal ein paar Punkte gegeben mit dem Flair, aber da kann ich nichts mehr machen", sagte sie.

Olympia 2022 in Peking im Visier

Heli Herdt, sportlicher Leiter der deutschen Freestyler, war mit dem Resultat von Cakmakli zufrieden. "Top Acht in der Welt bei Olympischen Spielen, das ist ordentlich", sagte er, ergänzte aber auch: "Es geht mehr, das wissen wir, aber man muss es dann halt auch im Wettkampf runterbringen. Das hat heute nicht so hundertprozentig funktioniert."

Cakmakli, die 2014 in Sotschi Rang 14 belegt hatte, will auf jeden Fall bis zu den Spielen 2022 in Peking weitermachen.

Überraschend nicht ins Finale hatte es die Amerikanerin Devin Logan geschafft. Sie hatte bei der WM im vergangenen Jahr Bronze gewonnen.