Andrea Gotzmann ist seit 2011 Vorstandsvorsitzende der NADA
Andrea Gotzmann ist Vorstandsvorsitzende der NADA Deutschland © Getty Images

Die deutschen Olympiateilnehmer wurden vor Beginn der Spiele in Pyeongchang von der NADA ausgiebig auf Doping getestet. Einen positiven Fall gab es dabei nicht.

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat die deutschen Athleten vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang ausgiebig getestet.

Seit April 2017 wurden bei den ursprünglich 156 nominierten Sportlern 657 Kontrollen (1049 Proben) vorgenommen. Es gab nicht einen einzigen positiven Fall.

"Es ist wichtig, dass wir unsere Athleten aus einer Position der Stärke nach Pyeongchang geschickt haben. Das betrifft sowohl die Qualität als auch die Quantität der Kontrollen", sagte Andrea Gotzmann, Vorstandsvorsitzende der NADA Deutschland, in Pyeongchang. 53 Athleten aus den Sportarten der Risikogruppe wie Biathlon, Langlauf oder Eisschnelllauf wurden bis zu zehnmal kontrolliert.

NADA kritisiert Start russischer Athleten

Zudem wurden Proben aller Olympia-Teilnehmer in die Langzeitlagerung für die Ermittlung von Nachtests überführt. "Das ist ein ganz wichtiger Bereich, wenn man bedenkt, wie viele Sportler durch Nachtests der Olympischen Spiele in Peking und London überführt wurden", sagte Gotzmann.

Weiterhin kritisch steht die NADA den Entscheidungen des IOC gegenüber, 169 russischen Athleten nach dem Doping-Skandal bei den Winterspielen in Sotschi den Start in Pyeongchang unter neutraler Flagge zu erlauben. Dieser Schritt sei "die falsche Antwort auf ein nachgewiesenes Betrugssystem über viele Jahre hinweg."

Weiterlesen