Gabriella Papadakis und France's Guillaume Cizeron gewinnen Silber im Eistanz
Gabriella Papadakis und France's Guillaume Cizeron gewinnen Silber im Eistanz © Getty Images
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Das französische Eiskunstlauf-Duo Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron wird nach einem Malheur Zweiter. Die deutschen Starter verbessern sich um einen Rang.

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Acht Jahre nach ihrem ersten Olympiasieg haben Tessa Virtue und Scott Moir bei den Spielen von Pyeongchang zum zweiten Mal im Eistanz die Goldmedaille gewonnen.

Die beiden Kanadier behielten in einem äußerst engen Duell gegen Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron aus Frankreich die Oberhand.

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Die Europameister zeigten zu Beethovens Mondscheinsonate zwar die beste Kürleistung, holten ihren knappen Rückstand aus dem Kurztanz aber nicht vollständig auf. Am Ende kamen sie auf 205,28 Punkte, die Nordamerikaner sammelten 206,07 Zähler - ein inoffizieller Weltrekord.

Franzosen mit Handicap im Kurzprogramm

Das knappe Ergebnis dürfte Diskussionen auslösen, denn Papadakis/Cizeron hatten sich gehandicapt durch den Kurztanz kämpfen müssen. Ein Verschluss am Kleid der 22-Jährigen hatte sich geöffnet, nur mühsam konnte Papadakis verhindern, dass die Kleidung komplett verrutschte.

Virtue/Moir überzeugten die Preisrichter mit einer exzessiven Kür zum Soundtrack von Moulin Rouge. Zahlreiche kanadische Fans sorgten in der nicht ganz ausverkauften Gangneung Ice Arena für eine Heimspielatmosphäre für ihre Landsleute. 

Bereits am Morgen hatten sich Kavita Lorenz und Joti Polizoakis ein kleines Erfolgserlebis ertanzt. Die beiden Oberstdorfer machten einen Mini-Sprung nach oben vom 17. auf den 16. Platz und fuhren mit strahlenden Gesichtern vom Eis.

Lorenz mit Auftritt zufrieden

"Wir waren super zufrieden mit unserer Kür. Dieses Programm werden wir als Olympiapremiere nie vergessen. Ein positives Gefühl, das wir jetzt speichern wollen", sagte Lorenz, ihr Partner ergänzte: "Diesmal lief alles wie von selbst. Es war einfach einfach heute."

Auch Trainer Martin Skotnicky erkannte in der Kür zur Filmmusik "Stolz und Vorurteil" eine Steigerung gegenüber dem Kurztanz am Montag und wagte eine Zukunftsprognose für das häufig in den USA trainierende Duo: "Bis Olympia 2022 werden sie in den Top Ten sein. Auf jeden Fall in Europa, vielleicht sogar in der Welt."

Die olympischen Eiskunstlauf-Wettbewerbe werden am Mittwoch (10.00 Uhr Ortszeit/02.00 Uhr MEZ) mit dem Kurzprogramm der Damen fortgesetzt. Starterin für die Deutsche Eislauf-Union (DEU) ist die deutsche Meisterin Nicole Schott aus Essen. (Zeitplan der Olympischen Spiele)