Man braucht nicht immer die Skier bei einem Ausflug in den Schnee
Man braucht nicht immer die Skier bei einem Ausflug in den Schnee © Getty Images
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Kennt ihr auch noch was anderes als Skifahren? Ja!

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Vielleicht kommt es dem einen oder anderen ja bekannt vor: Man befindet sich in einer glücklichen Beziehung, der Himmel hängt voller Geigen, alles ist perfekt – mit einer Ausnahme: der Leidenschaft fürs Skifahren. Während eine Person den ganzen Sommer vom Powder träumt, kriegt die andere schon beim Gedanken an die Bretter kalte Füße.

Für dieses Szenario gibt es verschiedene Lösungen. Eine besonders diplomatische sei hier kurz beschrieben.

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Anstatt sich in langen Diskussionen über das Für und Wider eines Skiurlaubs zu verlieren, lohnt es sich, den Blick auf das zu lenken, was sich in den Bergen abseits der Pisten sonst noch so erleben lässt. Hier kommen die Top 7 für Entspannung und Action ganz ohne Seilbahn.

1. Pistenbully fahren

Selbst bei –20 Grad ist es im Führerhaus einer Schneeraupe angenehm warm. Dazu geht es auch die steilsten Pisten spielend bergauf. Dafür sorgt in der Regel ein 390 PS Motor, der schier unvorstellbare Kraft entfaltet. Wer es erlebt, wird überrascht sein von der Agilität die so ein Stahlkoloss an den Tag legt. Mitfahren kann man zum Beispiel in Biberwier, täglich ab 16.15 Uhr. Die Tour dauert ca. 1,5h, Kinder dürfen ab 5 Jahren dabei sein. 

2. Hundeschlittenfahren

Du magst Tiere lieber als Tellerlifte? Dann sind Hundeschlittenfahrten vielleicht etwas für dich. Diverse Anbieter nehmen dich auf Touren von einfach bis anspruchsvoll mit. Ob du einen Workshop machst, um selbst zu lenken oder dich einfach nur herumfahren lässt, liegt bei dir. In jedem Fall ist es ein unvergessliches Erlebnis, wenn ein Gespann von hochmotivierten Fellnasen voller Euphorie durch die Landschaft schießt. Viele der Ausfahrten enden mit Glühwein und Lagerfeuer – auch damit kann man sich arrangieren. Angebote findest du zum Beispiel hier.

3. Ballonfahrten

Etwas Nervenkitzel, etwas Abenteuer und ganz viel zum Schauen: Wer sich darauf einlässt, erlebt im Korb eine Aussicht, die es sonst nirgends gibt. Während im Sommer der Himmel oft voller Dunst hängt, ermöglicht die klare Winterluft an guten Tagen Sichtweiten bis zu 100 km. Nicht nur für Fotografen sind das lohnende Aussichten. Doch der Winter bietet Ballonfahrern noch zwei weitere Vorteile: Aufgrund der Thermik sind Ballonfahrten im Sommer nur morgens und abends möglich. Im Winter entsteht durch die geringe Bodentemperatur jedoch nur wenig bis gar keine Thermik, so dass der Ballon den ganzen Tag aufsteigen kann. Zudem fliegt er mit dem gleichen Gasvorrat wesentlich länger, denn die Luft im Ballon muss nicht so stark aufgeheizt werden wie im Sommer. Davon abgesehen gibt der Brenner auch nach unten einiges an Wärme ab, so dass es selbst in großen Höhen nicht kälter ist als auf dem Boden. Mehr dazu hier.

4. Eisangeln

Hier erlebst du das komplette Kontrastprogramm zu Skizirkus und Après-Ski: Entschleunigung, Stille in der Natur und mit etwas Glück einen erfolgreichen Fang. Damit alles gut geht, solltest du aber ein paar Dinge beachten: Das Eis muss mindestens 25 cm dick sein. Diese Eisdicke ist auf kleinen Seen schneller erreicht als auf großen Gewässern. Warme Getränke beugen der Unterkühlung vor, genauso wie Klamotten mit einer dicken Wärmeschicht. Schuhe am besten mit einer isolierenden Einlegesohle ausstatten. Wer zusätzlich ein Stück Styropor zum Draufstellen dabei hat, sammelt Extrapunkte. Wenn bei extrem kaltem Wetter das Loch immer wieder zufriert, hilft Speiseöl die Eisbildung zu unterdrücken. Doch bevor du diese Tipps auswendig lernst, kannst du dich auch einem erfahrenen Guide anvertrauen. Die findest du z.B. hier.

5. Weinproben

Besonders Frankreich eignet sich perfekt, um in einem Urlaub exklusive Weinproben mit exklusiven Abfahrten zu kombinieren. Courchevel bietet dafür den perfekten Rahmen. Das Wintersportgebiet bildet zusammen mit Val Thorens, Méribel und Les Menuires die Mega-Skischaukel Les Trois Vallées. 180 Lifte erschließen hier 600 km Pisten, kurz das größte zusammenhängende Skigebiet der Welt. Aber die Region hat noch mehr zu bieten: Regionale Weine aus der Provinz Savoyen zum Beispiel. Bedeutende Rebsorten der Region hören auf die Namen: Jacquère, Altesse und Chasselas.

6. Rennbob fahren

Schlittenfahren hast du echt schon hinter dir? Wie wäre es dann mit einer Fahrt im Eiskanal? 120 km/h, ein Profipilot an den Lenkseilen und satte Fliehkräfte. Ob du vorher ein Ei küsst, bleibt dir überlassen. Falls dir dieses Ritual nichts sagt, solltest du dir aber auf jeden Fall „Cool Runnings – Dabei sein ist alles“ anschauen. Wer das nicht exklusiv genug findet, kann in Innsbruck auch im Viererwok durch den Eiskanal donnern.

7. E-Fatbike fahren

Für Biker bedeutet Schnee meistens das Ende der Saison. Besonders passionierte Vertreter setzen sich dann im Keller auf die Rolle, die anderen jammern bis zum April. Doch auch dafür gibt’s eine bessere Lösung: Fatbikes. Die breiten Stollenreifen sinken deutlich weniger ein, als normale Reifen und das grobe Profil sorgt für ordentlich Traktion auf weichem Untergrund. Besonders entspannt wird so eine Fatbike-Runde, wenn auch noch ein Akku involviert ist. Michael Stix bietet in Schladming geführte Fatbike-Touren an. Dabei reicht das Angebot von sanften Almtouren über herausfordernde Freeride-Abenteuer bis hin zu einzigartigen Nachtausfahrten. Mehr dazu findest du hier.

Wer bisher noch nicht fündig geworden ist, dem bleibt immer noch der Wellnessbereich. Oder gibt es da noch bessere Alternativen?

Was machst du denn, wenn du nicht zum Skifahren gehst?