Thierry Neuville erwartet von Hyundai und seinen Teamkollegen mehr Einsatz
Thierry Neuville erwartet von Hyundai und seinen Teamkollegen mehr Einsatz © LAT

Thierry Neuville versendet ein Warnsignal an das WRC-Team von Hyundai: Um Toyota und Ott Tänak zu schlagen, müsse das Auto weiterentwickelt werden

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Die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2019 wirft ihre Schatten voraus und Hyundai-Pilot Thierry Neuville hat bereits die erste Warnung in Richtung seines Herstellers gesendet. Der Belgier glaubt, in der kommenden Saison nicht mit Toyota und Meisterschaftskandidat Ott Tänak mithalten zu können, wenn Hyundai die Entwicklung seines WRC-Boliden schleifen lässt. Deshalb erwarte der 30-Jährige mehr Einsatz seitens der Südkoreaner.

Auch von der Unterstützung seiner Teamkollegen sei Neuville alles andere als begeistert. Er ist der einzige Fahrer im Team, der seit 2016 im Hyundai i20 Coupe WRC gewonnen hat. Hayden Paddon gewann zuletzt in Argentinien 2016 eine Rallye. Der Zweitplatzierte der Saison 2018 stellt gegenüber 'Motorsport-Total.com' klar: "Wenn wir nicht an Tempo und Leistung zunehmen, haben wir keine Chance."

"Wir brauchen eine bessere Entwicklung und dann sehen wird weiter", so Neuville. "Wir brauchen eine generelle Verbesserung des Autos." Ein einzelner Bereich am Fahrzeug sei nicht das Problem, macht der Belgier klar. Jedoch sei auch der Fahrerkader ein wichtiges Puzzlestück für den Erfolg im kommenden Jahr, aber noch macht Hyundai ein Geheimnis über die Auswahl der Piloten für die nächste Saison.

"Ich bin sehr oft alleine", meint Neuville. "In den anderen Teams haben wir gesehen, dass die Fahrer von ihren Teamkollegen Unterstützung erhalten haben, aber bei mir ist das nicht wirklich der Fall." Deshalb sei es für die Südkoreaner extrem schwierig, in der Teamwertung vorne mithalten zu können. Teamchef Michel Nandan versteht die Kritik seines besten Fahrers: "Wir müssen Gas geben und in Sachen Entwicklung aufholen."

Ein erster Schritt sei der neue Motor, der bereits in Australien zum Einsatz kam. Ein neuer Zylinderkopf habe da für eine bessere Leistung gesorgt. Nandan sagt: "Wir müssen jetzt weitermachen und noch härter arbeiten. Im Winter werden wir weiter am Motor, dem Getriebe und der Aufhängung feilen."

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