Petter Solberg fuhr mit dem Volkswagen Polo R5 auf Rang drei der WRC2
Petter Solberg fuhr mit dem Volkswagen Polo R5 auf Rang drei der WRC2 © LAT

Petter Solberg fährt bei seinem WRC-Comeback mit den neuen Volkswagen Polo R5 aufs Podium der WRC2: Nach erstem Härtetest beginnen nun die Auslieferungen

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Volkswagen hat mit dem Polo GTI R5 ein starkes Debüt im Rallyesport gefeiert: Bei der Rallye Spanien beeindruckte das neue Kundensport-Fahrzeug in der WRC2 mit Bestzeiten sowohl auf Schotter als auch auf Asphalt - und bewies damit in der "zweiten Liga" der Rallye-Weltmeisterschaft auf Anhieb Konkurrenzfähigkeit auf höchstem Niveau. Petter Solberg/Veronica Engan feierten als Dritte ein Podiumsresultat, Eric Camilli/Benjamin Veillas führten die Rallye lange Zeit an.

"Was für ein großartiges Resultat nach sechs Jahren Abwesenheit", freut sich Solberg über sein gelungenes Comeback. "Es war keine leichte Aufgabe mit nur zwei Testtagen und komplett neuem Aufschrieb. Deshalb bin ich wirklich sehr stolz auf das, was Veronica und ich hier erreicht haben. Ein Podiumsresultat zum Einstand - besser hätte es kaum laufen können."

Beim einzigen Werkseinsatz hat Volkswagen das selbstgesteckte Ziel, die Performance des neuesten Kundensport-Fahrzeugs aufzuzeigen, damit erreicht. Für den 272 PS starken Polo GTI R5 beginnt nach dem sportlichen Einstand die nächste Phase: In den kommenden Wochen werden die ersten Fahrzeuge an die internationalen Kunden - nach Südamerika und ganz Europa - ausgeliefert.

Defekt kostet Camilli Chance auf WRC2-Sieg

"Wir sind mit dem Debüt des Polo GTI R5 sehr zufrieden und ich denke, dass wir unsere Mission erfüllt haben", so Volkswagen-Motorsportchef Sven Smeets. "Petter und Eric haben unter sehr schwierigen Bedingungen Topleistungen abgeliefert und dem Polo GTI R5 jeweils mit Bestzeiten zu einem starken Einstand verholfen. Gegen starke Konkurrenz die erste Rallye anzuführen und Wertungsprüfungen auf unterschiedlichen Untergründen zu gewinnen, ist ein deutliches Zeichen, dass der Polo GTI R5 absolut konkurrenzfähig ist. Gleichzeitig wissen wir, dass das Auto noch mehr Potenzial hat."

Camilli hatte bis zum Samstagnachmittag sogar um die Spitze in der WRC2-Wertung gekämpft. Ein Defekt am Schaltgestänge kostete ihn jedoch die Hoffnung auf den Sieg. Bei ihrer Rückkehr unter Rallye-2-Reglement am Sonntag sicherte sich das französische Duo dafür mehrere Top-Zeiten, darunter der Prüfungssieg auf dem berühmten "Riudecanyes"-Teilstück.

"Das Tempo des Polo GTI R5 war von Beginn an gut", so Gerard-Jan de Jongh, Technischer Projektleiter für den Polo GTI R5. "Eric und Petter haben gezeigt, dass das Auto unter allen Bedingungen und mit beiden Fahrern konkurrenzfähig und schnell ist. Ein Wettbewerb wie die Rallye Spanien ist aber stets eine andere Sache als ein Test - wir mussten deshalb auch mit einem kleinen Defekt mit großer Wirkung leben. Das Problem am Schaltgestänge lässt sich aber leicht lösen und vor der Auslieferung des Autos an die Kunden zuverlässig aussortieren. Alles in allem sind wir überaus zufrieden mit dem Debüt."

15 Autos werden 2018 ausgeliefert

Mit dem Abschluss des erfolgreichen Debüts des Polo GTI R5 bei der Rallye Spanien beginnt die nächste Phase im neuen Kundensport-Projekt von Volkswagen. Die ersten 15 Exemplare wurden an acht Kundenteams verkauft und sollen noch 2018 ausgeliefert werden; nach Paraguay, Belgien, Schweden, Italien, Finnland, Österreich und Portugal.

In Hannover beginnt nun der Aufbau der Kundenfahrzeuge - womit sich eine Transformation für Volkswagen im Motorsport seit Ende 2016 nun endgültig vollzieht. Der Polo GTI R5 ist das erste Kundensport-Fahrzeug, das komplett am Motorsport-Standort an der Ikarusallee produziert und ausgeliefert wird. Volkswagen hat sich zum Ziel gesetzt, im kommenden Jahr 30 bis 40 weitere Polo GTI R5 an Kunden auszuliefern. Neben dem Rallye-Programm engagiert sich Volkswagen mit dem Golf GTI TCR auch auf der Rundstrecke im Kundensport.

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