Toyota kann in der Türkei nicht mit den neuesten Motoren fahren
Toyota kann in der Türkei nicht mit den neuesten Motoren fahren © LAT

Beim nächsten Lauf der Rallye-WM in der Türkei steht Toyota das neueste Motorenupgrade nicht zur Verfügung: Teamchef Tommi Mäkinen dennoch unbesorgt

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Kleiner Rückschlag für Toyota im Kampf um die Titel in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2018. Beim zehnten Saisonlauf, der in der nächsten Woche (14. bis 16. September) stattfindenden Rallye Türkei, kann das finnisch-japanische Werksteam nicht auf das jüngste Motorenupgrade zurückgreifen, mit dem Ott Tänak zuletzt bei der Rallye Finnland und der Rallye Deutschland zweimal zum Sieg gefahren war.

"Wenn man den Homologations-Joker zieht, in unserem Fall also der Motor, dann gilt das nur für das jeweilige Chassis. Man kann den neuen Motor also nicht in ein altes Chassis einbauen", erklärt Teamchef Tommi Mäkinen im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Und da Toyota in der Türkei diejenigen Chassis einsetzen muss, die bei der Rallye Italien auf Sardinien noch vor dem Motorenupgrade verwendet wurde, bedeutet das: "Wir müssen in der Türkei mit den alten Autos fahren", so Mäkinen.

Der Grund dafür ist die Getriebeübersetzung, die an die jeweiligen Chassis gekoppelt ist. Pro Saison darf ein Werksteam wie Toyota vereinfacht gesagt pro Fahrer nur drei verschiedene Chassis mit unterschiedlichen Getriebeübersetzungen einsetzen.

Dabei muss laut Artikel 64.5 des Sportlichen Reglements schon vor dem Saisonstart festgelegt werden, bei welchen Rennen die jeweiligen Übersetzungen zum Einsatz kommen. Und da die Rallye Türkei mit ihren langsameren Prüfungen eine kürzere Übersetzung erfordert als die schnellen Rallyes in Finnland und Deutschland, kommen dort die Autos aus Sardinien zum Einsatz.

"Ich weiß nicht, woher diese Regel kommt. Das ist sehr, sehr kompliziert und hilft eigentlich keinem", ärgert sich Mäkinen. Sorgen bereitet ihm die Tatsache, dass seine Fahrer in der Türkei nicht auf den leistungsstärkeren Motor zurückgreifen können aber nicht: "So schlimm ist das nicht", meint er.

Darüber hinaus ist der Teamchef zuversichtlich, dass bei der Rallye an der türkischen Mittelmeerküste, bei der warme Temperaturen erwartet werden, die Überhitzungsproblem nicht mehr auftauchen, die das Team bei der ebenfalls heißen Rallye Mexiko geplagt hatten. "Die sollten für die Rallye Türkei aussortiert sein", hofft Mäkinen.

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