Ott Tänak fliegt in Finnland dem Sieg entgegen
Ott Tänak fliegt in Finnland dem Sieg entgegen © LAT

Ott Tänak fährt nach einem starken Samstag bei der Rallye Finnland dem Sieg entgegen: Vormarsch von Lappi - Östberg und Latvala kämpfen um Rang zwei

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Bei der Rallye Finnland, dem achten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2018, deutet alles auf einen Sieg von Toyota-Pilot Ott Tänak hin. Der Este, der mit einer knappen Führung in den Samstag gestartet war, zeigte eine bärenstarke Leistung, gewann fünf von acht Wertungsprüfungen (WP) und fuhr so seinen Verfolgern davon.

Vor den letzten vier Wertungsprüfungen am Sonntag hat Tänak in der Gesamtwertung 39,0 Sekunden Vorsprung vor Mads Östberg (Citroen). Bei nur noch 45,72 verbleibenden WP-Kilometern kann der Este den Sieg damit am Schlusstag im Grunde nur noch durch einen Unfall oder einen technischen Defekt.

Während des Bild an die Spitze recht klar erscheint, entwickelte sich im Laufe des Samstags zunehmend ein Zweikampf um Platz zwei. Denn Östbergs Vorsprung auf den Drittplatzierten Jari-Matti Latvala schrumpfte konstant und betrug am Ende des Tages nur noch 5,4 Sekunden.

Mads Östberg fällt konstant zurück

Am Vormittag beklagte Östberg mehrere kleine Fahrfehler, am Nachmittag bremste ihn ein zweiter Ersatzreifen ein, denn beide Citroen-Crews wegen des höheren Reifenverschleiß am C3 WRC aus Sicherheitsgründen einluden. Doch selbst das war fast zu wenig. "Zu Beginn der letzten Prüfung war ich fast bis auf die Karkasse runtergefahren. Ich musste sehr langsam fahren, um keinen Plattfuß zu riskieren. Daher bin ich froh, dass ich noch auf Platz zwei liege", sagt er.

Latvala darf bei seiner Heimrallye nicht nur auf das erste Podiumsresultat seit der Rallye Monte Carlo im Januar hoffen, sondern feierte auch ein Jubiläum. Die Bestzeit bei WP 16, die Latvala zeitgleich mit Tänak gewann, war der 500. WP-Sieg des Finnen in der Rallye-Weltmeisterschaft. "Ich habe alles gegeben", meint Latavala. "Mit dem Nachmittag bin ich zufrieden. Wir haben einiges am Auto verändert, und jetzt ist es besser als zu jedem anderen Zeitpunkt bei diese Rallye."

Den größten Sprung machte am Samstag Vorjahressieger Esapekka Lappi (Toyota). Als Gesamtachter in den Tag gestartet, arbeitete er sich mit starken Zeiten und drei WP-Siegen konstant nach vorne und geht nun als Vierter in den Schlusstag. Bei deutlich über einer Minute Rückstand auf Latvala wird am Sonntag mehr aus eigener Kraft aber nicht möglich sein.

Drama für Skoda-Teenager Kalle Rovanperä

Hyundai-Speerspitze ist weiter Hayden Paddon, der aktuell Rang fünf belegt. Auf den Plätzen sechs und sieben folgen mit deutlichem Abstand die beiden M-Sport-Piloten Teemu Suninen und Sebastien Ogier. Dessen WM-Rivale Thierry Neuville (Hyundai) liegt weiterhin hinter Elfyn Evans (Ford) und Craig Breen (Citroen) auf Rang zehn.

Sollte diese Konstellation bis zum Ende der Rallye Bestand haben, würde Ogier (die Powerstage nicht berücksichtigt) nur fünf Punkte seines Rückstands von 27 Zählern auf Neuville in der WM-Wertung aufholen.

Dramatisch endete der Tag in der WRC2 für das Skoda-Werksteam. Bei der 18. und vorletzten WP flog erst Ole Christian Veiby ab, dann traf der bis dahin in der Klasse führende Kalle Rovanperä einen Stein auf der Straße. Dabei wurde das Fahrwerk vorne links beschädigt und der Stoßdämpfer durch das Domlager gedrückt, sodass die Feder aus der Motorhaube herausschaute.

Dem jungen Finnen und seinem Beifahrer gelang zwar eine behelfsmäßige Reparatur, doch dabei vergaß er offenbar, die Motorhaube wieder zu fixieren, die während der letzten WP des Tage aufging. Seine zuvor deutliche Führung in der Klasse verlor Rovanperä an seinen Landsmann Eerik Pietarinen (Skoda).

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