Mads Östberg gilt mit dem Ford als Geheimtipp für das Podium
Mads Östberg gilt mit dem Ford als Geheimtipp für das Podium © xpbimages.com
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Noch nie konnte Sebastien Ogier in Argentinien gewinnen - Schlägt die große Stunde für einen Außenseiter wie Mads Östberg, Thierry Neuville oder Dani Sordo?

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Die Rallye Argentinien brachte schon so manch überraschendes Ergebnis. Im Vorjahr gewann Kris Meeke (Citroen) dort zum ersten Mal in der Weltmeisterschaft. Seit genau dieser Niederlage vor zwölf Monaten ist Volkswagen ungeschlagen. Bemerkenswert ist, dass Weltmeister Sebastien Ogier rund um Cordoba noch nie einen Sieg geholt hat. Zwei zweite Plätze sind seine besten Ergebnisse. Volkswagen gewann lediglich 2014 mit Jari-Matti Latvala einmal. Meister der argentinischen Pampas ist Sebastien Loeb mit acht Siegen.

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Bietet sich am kommenden Wochenende wieder eine Chance für einen Außenseiter? Argentinien ist die erste Schotter-Rallye auf normalerem Terrain. Das heißt, die Performance zwischen den Autos wird man besser einschätzen können. Citroen ist diesmal nicht am Start, das Werksteam konzentrierte sich auf die ersten Testfahrten mit dem neuen C3 WRC für 2017. Vor allem Hyundai rechnet sich Erfolgschancen aus.

Da die Hersteller nicht außerhalb von Europa testen dürfen, absolvierte Hyundai Anfang April vier Testtage im Norden Portugals. Hauptsächlich arbeitete man an der Abstimmung und der Zuverlässigkeit. Vor allem die Radaufhängung muss optimal eingestellt sein. Die Bandbreite reicht von weicherem Schotter bis zu den harten Bergstraßen. Speziell bei der zweiten Schleife können sich Fahrrillen auf der Straße bilden, weshalb die Autos dafür höher gesetzt werden.

Dani Sordo mit viel Erfahrung

Vor allem der Spanier Dani Sordo fühlt sich in Südamerika immer wohl: "Argentinien ist eine fantastische Rallye, mir gefallen die Prüfungen und die Atmosphäre. Ich mag auch den Ort der Rallye. In den Prüfungen können viele Steine liegen, wodurch es für das Auto immer schwierig ist. Für die Autos ist es die härteste Rallye des Jahres. Im Vergleich zu Mexiko sind die Straßen weicher und nicht so aggressiv zu den Reifen. Ich will konstant fahren und hoffe auf meinen ersten Podestplatz."

Sordo fuhr 2009 mit Citroen als Zweiter auf das Podest. Teamkollege Thierry Neuville kam in Argentinien dreimal als Fünfter ins Ziel: "Ein Podiumserfolg ist das ultimative Ziel für das Team. Ich werde alles dafür geben. Wichtig ist eine vorsichtige Herangehensweise", nimmt sich der Belgier vor. Die Faustregel in Argentinien lautet, dass man in den Top 5 landet, wenn man problemlos durchkommt. Vor allem Neuville braucht nach zwei enttäuschenden Rallyes ein Erfolgserlebnis.

Ford seit 2002 in Argentinien sieglos

Auch mit Hayden Paddon wird zu rechnen sein, obwohl der "Kiwi" die Rallye in Ruhe lernen soll und keinen Erfolgsdruck hat. "Eine sehr schwierige Rallye mit eigenen Herausforderungen. Es ist eine der schwierigsten Rallyes des Jahres und man muss sich mental darauf einstellen. Ich bin dort schon zweimal gefahren. Einmal für Hyundai und einmal 2011, als ich die PWRC gewonnen habe." Im Vorjahr blieb ein Topergebnis aus.

Neben Hyundai gilt vor allem Mads Östberg als Geheimtipp für einen Podestplatz. Der Ford-Pilot wird wohl einen überlegten Ansatz wählen - nicht zu schnell fahren, das Auto schonen und am Ende sehen was dabei herauskommt. "Argentinien umfasst sehr unterschiedliche Prüfungen. Manche sind schnell mit sandigen Straßen, andere beinhalten technische Passagen. Man muss immer die richtige Abstimmung wählen", weiß Östberg aus Erfahrung. "In Mexiko war ich mit dem Setup des Fiesta sehr zufrieden. Ich hoffe, darauf können wir aufbauen."

Im Jahr 2012 holte Östberg als Dritter seinen einzigen Podestplatz in Argentinien. Bei Ford muss man lange bis zu einem Erfolg zurückblicken. 2001 und 2002 gewannen Colin McRae und Carlos Sainz. Östberg und Teamkollege Eric Camilli, der zum ersten Mal in Argentinien antritt, bereiteten sich mit einem zweitägigen Test im Greystoke-Forest nahe der M-Sport-Basis in Cumbria vor. Außerdem sind auch drei weitere Ford Fiesta RS WRC am Start. Henning Solberg fährt mit Co-Pilotin Ilka Minor. Ott Tänak setzt wie gewohnt auf die DMAK-Reifen. Lorenzo Bertelli ist wie immer mit seinem eigenen Team dabei.

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