© Rolex/Stephan Cooper
Lesedauer: 3 Minuten

In der WEC-Saison 2020/21 könnte das Rennen im chinesischen Schanghai gestrichen werden - Die Verantwortlichen wollen den Kalender revolutionieren

Anzeige

©

Mit einer großen Umfrage haben die Organisatoren der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) die Meinungen der Teams über den aktuellen Kalender eingeholt. Dabei hat sich das Rennen im chinesischen Schanghai als Wackelkandidat für die WEC-Saison 2020/21 herausgestellt.

Anzeige

Der Kurs ist seit der Saison 2012 Teil des Kalenders und wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen. Immerhin waren im Jahr 2019 mehr als 40.000 Zuschauer an der Strecke, um das Langstrecken-Rennen zu verfolgen.

Jedoch scheinen gerade die Privatteams und auch einige Hersteller Schanghai schlecht zu bewertet. Letztere sehen durch das Rennen keine Aktivierung in dem großen Markt von China.

Neveu fragt die Teams

Nach Informationen von 'Sportscar365.com' erwägt WEC-Geschäftsführer Gerard Neveu eine Streichung des Schanghai-Rennens in der Saison 2021/22, auch weil es für die Organisatoren kein einfach zu realisierendes Rennen sei.

Aufgrund des Feedbacks der Teams über den Kalender will Neveu die richtigen Schlüsse ziehen und schon bald eine Entscheidung treffen. Er sagt: "Wir haben mit der Umfrage die Teams um Hilfe gebeten. Das ist mein Job, um einen Überblick über die Meinung im Fahrerlager zu bekommen."

Letztlich hat Neveu die Teams nach einem Ranking der verschiedenen Rennen im aktuellen Kalender gefragt. Außerdem sollten die Teams Tipps für mögliche neue Strecken geben und erklären, ob sie ein zusätzliches Rennen meistern könnten.

Da sowohl die Teams als auch die Organisatoren viele Gründe gegen den Lauf gefunden haben, wackelt das WEC-Rennen von China, aber eine Entscheidung wurde noch nicht getroffen. Laut Neveu ist die Umfrage auch nur einer von vielen "Parametern", die in die Entscheidungsfindung einfließen.

Kommen neue Strecken?

Im Zuge der Umfrage wurden seitens der WEC verschiedene neue Kurse vorgeschlagen, die die Teams bewerten sollten. Dazu gehören Kyalami, Sepang, der Bend Motorsport Park in Australien und der neue Kurs im russischen St. Petersburg. Außerdem standen Barcelona und Monza auf der Liste - zwei Strecken, auf denen bereits die Vorsaison-Tests gefahren wurden.

"Sollte es neue, gute Orte geben oder die Möglichkeit bestehen, an einem bestimmten Ort zurückzukehren, dann müssen wir uns das anschauen und gucken, ob es die richtige Option ist", so Neveu. "Wir denken uns den Kalender nicht nur für nächste Saison, sondern für viele Jahre aus."

Der WEC-Geschäftsführer spricht davon, den Kalender zu verändern, damit keine Langeweile aufkommt. Deshalb sei es wichtig, das Programm immer mal wieder zu ändern - abgesehen von den 24h von Le Mans.

Sollte es sich anbieten, könnte auch ein zusätzliches Rennen Einzug in den WEC-Kalender finden. Jedoch sollen mit der Einführung der Hypercars die Kosten reduziert werden, weshalb dieser Schritt als unwahrscheinlich gilt.

© Motorsport-Total.com