Nach dem Erfolg in Le Mans gewinnt Fernando Alonso mit Toyota auch das 6-Stunden-Rennen von Silverstone. Die Freude währt allerdings nicht lange.

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Bitterer Rückschlag für Fernando Alonso. Der Spanier ist seine makellose Bilanz nach dem - scheinbaren - dritten Sieg im dritten Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft nachträglich doch noch los.

Nachdem Toyota mit Alonso, Sebastian Buemi und Kuzuki Nakajima das 6-Stunden-Rennen von Silverstone gewonnen hatte, wurde das Team am späten Abend wie auch das Schwesterauto disqualifziert.  

An den beiden Toyota-Fahrzeugen waren die in den Unterboden eingelassenen Metallplatten zu stark verbogen. Dies wurde bei der technischen Nachkontrolle durch die Rennkommissare bemängelt.

"Es war ein enger Kampf. Es sah so aus, als würden wir immer zu Beginn eines Stints etwas langsamer sein als unser Schwesterauto, aber über die weitere Distanz drehte sich das dann um", hatte Alonso bei motorsport-total.com zuvor das Geschehen zusammengefasst.

Durch die Disqualifikation durfte das Team von Rebellion Racing einen Doppelsieg bejubeln. Mathias Beche, Gustavo Menezes und Thomas Laurent gewannen vor ihren Teamkollegen Neel Jani und Andre Lotterer.

Heiße Startphase - Button früh raus

Ex-Formel-1-Weltmeister Jenson Button konnte sich seinen Traum vom Podest nicht erfüllen: Sein Kollege Michail Aljoschin musste den SMP bereits nach 40 Minuten wegen eines Motorschadens abstellen. Somit kam der Brite in Silverstone gar nicht erst zum Zug. Bis dahin lag das Team auf Platz drei.

Die Startphase begann mit viel Aufregung, als Stephane Sarrazin im SMP und Mathias Beche im Rebellion in einer Kurve aneinander gerieten. Auch der DragonSpeed von Ben Hanley wurde leicht berührt. Zahlreiche Autos mussten sich an dem Chaos vorbeidrängen.

In der GTE-Pro Klasse führte anfangs Porsche, nachdem Kevin Estre nach einem holprigen Start von Platz fünf an die Spitze fuhr.

Doch seine Reifen machten ihm einen Strich durch die Rechnung und Ford kämpfte sich am Franzosen vorbei. Am Ende gewann der Ferrari James Calado und Alessandro Pier Guidi. Estre und sein Partner Michael Christensen erbten nach der Disqualifikation des zweitplatzierten Porsche von Richard Lietz und Gimmi Bruni noch den dritten Platz.