War im Qualifying schneller als die Le-Mans-Champions: Toyota #7
War im Qualifying schneller als die Le-Mans-Champions: Toyota #7 © LAT

Toyota #7 schlägt im Qualifying zum WEC-Rennen 2018 in Silverstone das Schwesterauto der Le-Mans-Champions - Ford in GTE-Pro-Klasse vor Aston Martin

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Mike Conway und Jose Maria Lopez haben den teaminternen Toyota-Kampf um die Pole-Position für das WEC-Rennen 2018 in Silverstone zugunsten des TS050 mit der Startnummer 7 entschieden. Der Brite setzte sich im ersten Durchgang in 1:36.769 Minuten mit der schnellsten Runde insgesamt mit einem Vorsprung von nur 0,020 Sekunden gegen Superstar Fernando Alonso im Schwesterauto durch.

In der zweiten Runde des Qualifyings setzte sich Lopez klar gegen Kazuki Nakajima durch, sodass sich die Le-Mans-Sieger einen Rückstand von über vier Zehntelsekunden einfingen. "Wir sind mit beiden Autos vorn, und unsere Startnummer 7 steht auf Pole. Alles gut! Wir haben nun ein langes Rennen vor uns. Immerhin haben wir schon mal einen Punkt für die Pole in der Tasche", freut sich Conway bei seinem Heimspiel in Silverstone.

"Ich hoffe, dass wir ein schönes Rennen zeigen können. Vielleicht wird auch das wechselhafte Wetter für Spektakel sorgen. Warten wir es mal ab", so der Brite. Platz drei ging an den SMP-BR-AER #11, den Witali Petrow und Jenson Button in der Zeitenjagd bewegten. Zuerst hatte nach einem Coup des Schwesterautos ausgehen, als Stephane Sarrazin in der Startnummer 17 die schnellste Runde aller privaten LMP1-Autos drehte, aber dessen Teamkollege Jegor Orudschew schwächelte: Platz vier.

Hinter den beiden SMP-Autos reihten sich die Rebellions, der BR1-Gibson von DragonSpeed und der Enso CLM P1/01 von ByKolles ein. Die Spitze in der LMP2-Kategorie sicherten sich die beiden Orecas von Jackie Chan DC aufgrund konstanter fahrerischer Leistungen. Kaum mit Ruhm bekleckerte sich DragonSpeed-LMP2-Star Pastor Maldonado: Der Venezolaner fuhr zweimal durch den Kies, ignorierte die Streckenbegrenzungen und bekam alle Rundenzeiten gestrichen.

GTE-Klassen: Ford und Porsche an der Spitze

In der GTE-Pro-Kategorie sicherten sich Stefan Mücke und Olivier Pla im Ford #66 die Pole-Position. Der Deutsche markierte dabei in 1:55.658 Minuten die schnellste Rundenzeit aller Piloten in der Klasse. "Ein toller Tag", so der Berliner. "Wir haben ähnliche Rundenzeiten erzielt, also das Maximale aus dem Auto geholt. Wir haben nun eine tolle Ausgangsposition und wollen im Rennen angreifen." Teamkollege Pla war in seinem ersten Versuch einen Hauch schneller gewesen, aber seine Zeit wurde wegen Verlassens der Strecke gestrichen.

Überzeugend präsentierte sich Aston Martin beim Heimspiel. Mit einem Rückstand von nur 0,078 Sekunden belegten Alex Lynn und Maxime Martin im Vantage mit der Startnummer 97 Rang zwei. Direkte dahinter reihten sich Sörensen/Thiim (#95) im Schwesterauto ein. "Aston Martin ist nah dran, es wird sicherlich spannend und eng über die gesamten sechs Stunden", meint Stefan Mücke. "Bisher weiß niemand, wie die Reifen auf Doppelstints halten. Ich bin gespannt."

Hinter dem zweiten Ford GT von Tincknell/Priaulx platzierten Kevin Estre und Michael Christensen den Porsche 911 RSR #92 auf dem fünften Rang. Gimmi Bruni und Richard Lietz im Schwesterauto hatten offenbar Probleme bei Gangwechseln: Startplatz zehn. Die jeweils zwei Autos von Ferrari und BMW lagen rund eine Sekunde hinter der Spitze. In der GTE-Am-Klasse bescherten Egidio Perfetti und Jörg Bergmeister dem Porsche 911 RSR des neuen WEC-Teams Project 1 die erste Pole in der Klasse.

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