Nach der Disqualifikation von G-Drive stehen Nicolas Lapierre und seine Alpine-Kollegen auf Platz eins der LMP2-Klasse in Le Mans 2018: "Es ist grausam!"

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G-Drive kämpft nach der Disqualifikation mit einem Einspruch gegen die Aberkennung des LMP2-Klassensieges bei den 24 Stunden von Le Mans 2018. Die Mannschaft um Roman Russinow und dessen Teamkollegen Jean-Eric Vergne und Andrea Pizzitola war nachträglich aus der Wertung genommen worden, weil bei der technischen Überprüfung des Oreca-Gibson mit der Startnummer 26 eine Unregelmäßigkeit festgestellt worden war.

G-Drive und das ebenso disqualifizierte Schwesterteam TDS hatten offenbar eine Manipulation vorgenommen, um den Tankvorgang zu beschleunigen. Bereits 2013 war das russische LMP2-Team von Russinow nach dem Rennen aus der Wertung genommen worden. "Die Autos von TDS und G-Drive sind ständig an den Grenzen des Regelwerkes unterwegs", meint Nicolas Lapierre, dessen Alpine-Mannschaft auf Platz eins der LMP2-Klasse vorgerückt ist.

"Sie sind jetzt schon oft disqualifiziert worden. Wir wissen alle, dass sie solche Spiele spielen. Manchmal kommen sie damit durch, manchmal aber auch nicht", so der erfahrene Franzose gegenüber 'dailysportscar.com'. "Wir warten jetzt mal auf das Ergebnis von deren Einspruch. Mal sehen, was passieren wird." Genervt fügt Lapierre hinzu: "Es ist immer gleich. Sie haben starkes Tempo, gute Boxenstopps, klasse Strategie - aber die Tatsache, dass sie immer an der Grenze der Legalität sind, nervt mich total."

"Es ist ermüdend: Bei jedem Sieg, den sie einfahren, fragt sich doch jeder gleich, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist", bringt Lapierre die Problematik auf den Punkt. Der Franzose hatte 2015 (KCMG) und 2016 (Alpine) bereits die LMP2-Klasse in Le Mans gewonnen. Nun steht er gemeinsam mit Andre Negrao und Pierre Thiriet in der Siegerliste. "Es ist grausam", so Lapierre. "Man will den Sieg vor Ort feiern. Es gibt nichts Schöneres als in Le Mans auf dem Siegerpodest ganz oben zu stehen. Das wurde uns verwehrt."

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