Der Ginetta-Mecachrome von Manor wird nicht über 30 Stunden fahren
Der Ginetta-Mecachrome von Manor wird nicht über 30 Stunden fahren © Charlie Robertson/Twitter

35 von 36 gemeldeten Fahrzeugen für die WEC-Supersaison 2018 werden beim Prolog in Le Castellet rollen: Comeback von Alex Wurz, Esteban Gutierrez im LMP2

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Mit dem Prolog am 6. und 7. April in Le Castellet bereiten sich die Teams und Fahrer auf die WEC-Supersaison 2018/19 vor. Für die offiziellen Testfahrten sind insgesamt 35 Fahrzeuge gemeldet worden. Für alle Teams ist die Teilnahme mit mindestens einem Auto Pflicht. Anfang kommenden Monates wird nur ein einziges Fahrzeug aus der Nennliste für die Saison 2018/19 fehlen: Rebellion startet nur mit einem statt zwei der neuen LMP1-Oreca-Gibson.

Die private Konkurrenz von Manor und SMP bringt jeweils ebenso zwei Autos wie die Werksmannschaft von Toyota. Die Japaner müssen beim Prolog aufgrund anderweitiger Einsätze auf drei Stammfahrer verzichten: Fernando Alonso fehlt beim Prolog, zusätzlich sind Kazuki Nakajima und Kamui Kobayashi beim Super-GT-Saisonauftakt in Okayama unterwegs. Konsequenz: Toyota hat Alexander Wurz für einen Einsatz bei den Testfahrten genannt.

"Als klar war, dass uns beim Prolog drei Fahrer fehlen werden, mussten wir nicht weit schauen", sagt ein Toyota-Sprecher. "Alex hat sehr viel Erfahrung und er steckt in den Abläufen und Entwicklungen noch voll drin. In seiner Rolle als LMP1-Berater ist er bei allen Rennen und fast allen Tests zugegen. Er nimmt auch oft an technischen Meetings teil. Er ist somit bestens qualifiziert, wieder in das Auto zu springen und einen guten Job abzuliefern."

Auch Ersatzpilot Anthony Davidson, der seinen festen Platz im Kader für Fernando Alonso räumen musste, ist als Testfahrer in Le Castellet vorgesehen. Sebastien Buemi und Mike Conway wurden für beide Fahrzeuge genannt. Während DragonSpeed seinen LMP1-Kader mit Henrik Hedman, Ben Hanley und Renger van der Zande komplett hat, klaffen bei den konkurrierenden Privatteams der Topklasse noch viele Lücken.

Bei SMP tauchen auf der vorläufigen Nennliste gar keine Fahrer auf. Man darf aber sicher davon ausgehen, dass Neuzugang Stephane Sarrazin in Le Castellet viel Arbeit im neuen Dallara-BR1-AER verrichten wird. Für ByKolles wird Oliver Webb agieren, für die beiden Ginettas von Manor sind bislang nur Charlie Robertson und Oliver Rowland genannt. Gerüchten zufolge könnte Robert Kubica zu einem weiteren Testeinsatz kommen. "Es ist kein Geheimnis, dass wir uns unterhalten und dass ich schon getestet habe", sagt der Pole, der beim Formel-1-Team Williams 2018 als Ersatzfahrer engagiert ist.

In der LMP2-Klasse fällt auf, dass ein Fahrzeug von Jackie Chan DC - zumindest beim Prolog - mit drei Piloten aus Malaysia besetzt ist. Der Oreca-Gibson mit der Startnummer 37 soll von Jazeman Jaafar, Weiron Tan und Nabil Jeffri gesteuert werden, im Schwesterauto ("Mighty #38") sollen Ho-Pin Tung und der Franzose Gabriel Aubry agieren. DragonSpeed hat neben Roberto Gonzalez auch Ex-Formel-1-Pilot Esteban Gutierrez genannt.

In der GTE-Pro-Klasse treffen die neuen Autos von BMW (M8 GTE) und Aston Martin (Vantage AMR) auf die neue Version des Ferrari 488 GTE EVO und die bekannten Fahrzeuge von Porsche (911 RSR) und Ford (GT). Die Werksteams der stark besetzten Kategorie sind mit voller Personalstärke für den Testeinsatz genannt. In der GTE-Am-Klasse hat Proton für die beiden 911 RSR Matt Campbell (#88) sowie Christian Ried und Matteo Cairoli (#77) angemeldet.

Erstmals dürfen die Teams den Prolog für einen Langstreckentest über insgesamt 30 Stunden nutzen. Nicht alle Mannschaften werden von dieser Möglichkeit tatsächlich Gebrauch machen. Aus der LMP1-Klasse wurde ein Toyota, der Rebellion-Oreca, das Auto von ByKolles und beide SMP-Fahrzeuge für den Dauerlauf durch die Nacht genannt. In der GTE-Pro sollen beide Porsche 911 RSR sowie jeweils ein BMW und ein Aston Martin über 30 Stunden rennen. Aus der Amateurklasse wurden alle Ferraris sowie der Porsche von Project 1 für den Dauertest eingeschrieben.

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