Schnell, sexy, teuer: Für Timo Bernhard sind die LMP1-Hybriden bereits legendär
Schnell, sexy, teuer: Für Timo Bernhard sind die LMP1-Hybriden bereits legendär © LAT

Timo Bernhard ist überzeugt davon, dass die WEC-Jahre 2014 bis 2017 eines Tages als "Goldene Ära" im kollektiven Gedächtnis bleiben werden

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Die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) steht vor der ersten großen Zäsur ihres Bestehens. Mit der "Supersaison" 2018/19 werden die Karten komplett neu gemischt und ein Übergang zum Winterkalender realisiert. Spätestens mit dem LMP1-Ausstieg von Porsche ist auch das Zeitalter der LMP1-Hybridschlachten Geschichte. Klar, dass die Geschichtsbücher die Zeit von 2014 bis 2017 als ein großes Ganzes sehen werden. Doch wo ist es einzusortieren? Timo Bernhard ist überzeugt: Ganz weit oben.

"Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass wir diese Zeit in ein paar Jahren als Goldene Ära betrachten werden", sagt der neue Weltmeister auf der FIA-Gala in Paris. Es sind drei Kernbereiche, die die vier Jahre des Kampfes zwischen Porsche, Toyota und (mit einem Jahr Abstrich) Audi ausmachen: "Es waren vier Jahre mit verrückt schnellen Autos, die darüber hinaus auch noch so sexy aussehen, harten Kämpfen und Riesenbudgets. Das werden wir sicher eines Tages ganz sicher als Goldene Ära betrachten."

Noch schwärmen die Sportwagen-Fans von Gruppe C, Gruppe 5/6 oder den GT-Prototypen, während die 1.000-PS-LMP1 der Jahre 2014 bis 2017 noch zu jung ist, um sich einer retrospektiven Betrachtung zu unterziehen. Bernhard, der sich zweimal als Weltmeister feiern lassen durfte, sieht in dem WM-Titel einen weiteren Schlüssel: "Es hilft immer, wenn man der Öffentlichkeit einen WM-Titel präsentieren kann, gerade in einem solch erfolgsverwöhnten Land wie Deutschland."

Allerdings glaubt der 36-jährige auch, dass eine weitere großartige Jahre für den Sportwagensport bevorstehen. "Ich bin fest davon überzeugt, dass der Sportwagensport eine glänzende Zukunft hat", glaubt er. "Der Zauber von Le Mans wird immer da sein, egal unter welchen technischen Regeln oder für welche Klasse. Und das WM-Prädikat tut sein Übriges."

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