Porsche-Fahrer Thomas Preining jubelte beim Finale über Rennsieg und Titel
Porsche-Fahrer Thomas Preining jubelte beim Finale über Rennsieg und Titel © Porsche

Mit einem Sieg im vorletzten Saisonrennen in Hockenheim entschied Thomas Preining den Porsche-Carrera-Cup 2018 vorzeitig für sich

©

Der Kampf um die Meisterschaft im Porsche-Carrera-Cup Deutschland ist entschieden: Auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg sicherte sich Thomas Preining (Lechner) durch seinen neunten Saisonsieg im 13. Lauf den Titel im nationalen Markenpokal. Mit 254 Punkten liegt der Porsche-Junior vor dem finalen Rennen uneinholbar an der Tabellenspitze.

"Nach dem enttäuschenden Saisonstart in Oschersleben hatte ich die Meisterschaft schon fast abgehakt - jetzt bin ich Champion. Das macht mich unglaublich stolz. Ich bin dieses Wochenende ganz sicher der glücklichste Mensch im Fahrerlager", sagte ein freudestrahlender Preining. Hinter dem Youngster erreichte Michael Ammermüller (Lechner) beim Lauf am Samstag den zweiten Platz. Der Schwede Gustav Malja (Project 1) wurde Dritter.

Von Beginn an lag Preining in seinem 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup auf dem Spitzenplatz des Feldes. Von der Pole-Position aus zog der Linzer nach dem Start direkt auf die Innenbahn und verteidigte sich gegen Dylan Pereira (Lechner). Preining konnte sich direkt eine Lücke herausfahren, doch in der zweiten Runde musste das Safety-Car aufgrund einer Fahrzeugbergung auf die Strecke. Beim Restart im sechsten Umlauf setzte sich der Lechner-Fahrer dann erneut vom Feld ab. Nach 16 Umläufen erreichte Preining als Erster das Ziel.

Hinter Preining tut sich einiges

Positionswechsel gab es hinter dem Nachwuchsrennfahrer: Der drittplatzierte Ammermüller setzte Pereira unter Druck und fand in Runde neun eine Lücke in der Spitzkehre. Auch Larry ten Voorde (Project 1) zog in dieser Situation am Luxemburger vorbei. Allerdings touchierte der Project-1-Pilot dabei den Neunelfer von Pereira und erhielt daher eine Durchfahrtsstrafe. Ammermüller belegte drei Sekunden hinter Preining den zweiten Platz. "Ich hatte in der ersten Kurve eine leichte Kollision, danach fehlte mir erst der Speed. Im Verlauf des Rennens wurde es dann besser, aber mehr als Platz zwei war für mich nicht möglich", sagte der 32-jährige Ammermüller.

Einen besonderen Grund zur Freude hatte Malja. Der 22-jährige Rookie feierte auf der 4,574 Kilometer langen Rennstrecke seinen ersten Podiumsplatz im Carrera-Cup. "Ich bin als Fünfter gestartet und im umkämpften Mittelfeld zunächst kein zu hohes Risiko gegangen, um einen Crash zu vermeiden. Diese Strategie hat sich ausgezahlt", sagte Malja. Den vierten Platz erreichte Toni Wolf (Collection). Fünfter wurde Pereira vor Tim Zimmermann (Black Falcon). Zaid Ashkanani (MRS) aus Kuwait sah als Siebter die Zielflagge. Der Pole Igor Walilko vom Team Raceunion sicherte sich den achten Rang.

Neben dem Titel in der Meisterschaft wurde am Samstag noch eine weitere Trophäe vergeben: Jörn Schmidt-Staade (Cito-Pretiosa) jubelte vorzeitig über den Gesamtsieg in der Amateur-Klasse. Das Rennen beendete der Deutsche auf dem zweiten Platz in seiner Wertungskategorie. Erster wurde Carlos Rivas (Black Falcon) aus Luxemburg. Das Podium komplettierte Gaststarter Matthias Jeserich (Nigrin) als Dritter.

In der Gesamtwertung liegt Preining als neuer Champion mit 254 Punkten auf Rang eins. Ammermüller folgt als Zweiter mit 222 Zählern. Dritter ist Ten Voorde. Der 21-Jährige konnte bisher 154 Punkte sammeln. Am Sonntag wird noch der Titel in der Rookie-Klasse vergeben. Die besten Chancen hat Pereira, der die Wertung mit 199 Punkten anführt. Drei Zähler dahinter folgt Walilko.

Das finale Rennen des Porsche Carrera Cup Deutschland findet ebenfalls auf dem Hockenheimring statt. Der 14. Lauf startet am Sonntag um 11:35 Uhr Ortszeit.

© Motorsport-Total.com