Daniel Keilwitz und Marvin Kirchhöfer machten das Finale nochmal spannend
Daniel Keilwitz und Marvin Kirchhöfer machten das Finale nochmal spannend © ADAC GT Masters

Weil die Corvette-Fahrer Keilwitz und Kirchhöfer das Samstagsrennen des ADAC-GT-Masters in Hockenheim gewonnen haben, fällt die Titelentscheidung am Sonntag

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Showdown im letzten Saisonrennen: Nach dem Sieg der Corvette-Piloten Marvin Kirchhöfer und Daniel Keilwitz (Callaway) im vorletzten Saisonlauf in Hockenheim liegen vor dem Finalrennen des ADAC-GT-Masters 2018 am Sonntag noch vier Fahrerpaarungen im Titelrennen. "Ich bin superhappy", sagte Kirchhöfer. "Es wird morgen superspannend. Wir werden erneut alles geben."

Dank Platz zwei im Samstagsrennen führt das Porsche-Duo Robert Renauer und Mathieu Jaminet (Herberth) weiterhin die Gesamtwertung an. Die Audi-Fahrer Sheldon van der Linde und Kelvin van der Linde (Land) sowie die Mercedes-Vertreter Markus Pommer und Maximilian Götz (HTP) kamen als Dritte und Vierte ins Ziel und können sich somit ebenfalls noch Hoffnungen auf die Meisterschaft machen.

Das Team HTP gewann am Samstag bereits vorzeitig den Titel in der Teamwertung, Sheldon van der Linde holte mit einem Klassensieg in der Pirelli-Junior-Wertung vorzeitig den Titel in dieser Kategorie und Remo Lips durfte sich vorzeitig über den dritten Titel in Folge in der Pirelli-Trophy-Wertung freuen.

So lief das Rennen:

Die späteren Rennsieger Kirchhöfer und Keilwitz verbesserten sich bereits beim Start von der dritten auf die zweite Position. Danach machte Startfahrer Kirchhöfer Jagd auf Polesetter und Tabellenführer Renauer. In der neunten Runde beschleunigte er den Porsche-Fahrer schließlich ausgangs der Spitzkehre aus und eroberte die Führung. Mit einer Serie schneller Runden baute Kirchhöfer anschließend seinen Vorsprung bis zu den Boxenstopps auf knapp 2,5 Sekunden aus.

Keilwitz blieb auch nach dem Pflichtfahrerwechsel vorn. In der Schlussphase wurde er noch einmal von Renauers Teamkollege Jaminet unter Druck gesetzt, sah aber nach 36 Runden mit 0,746 Sekunden Vorsprung als Erster die Zielflagge. Dank des dritten Saisonsieges verbesserten sich Kirchhöfer und Keilwitz auf den zweiten Rang der Fahrerwertung und liegen punktgleich mit Pommer/Götz zehn Zähler hinter den Tabellenführern Renauer/Jaminet.

"Wir hatten eine ziemlich lange Durststrecke bis zu unserem nächsten Podestplatz", meint Kirchhöfer. "Das letzte Mal war uns dies am Red-Bull-Ring gelungen. Ich wusste, dass unser Auto im Rennen sehr gut sein würde, deshalb war ich mit Platz drei im Qualifying sehr zufrieden. Beim Überholmanöver um Platz eins habe ich ausgangs der Spitzkehre innen reingestochen und war dann eingangs der folgenden schnellen Rechtskurve vorn."

Auch Keilwitz zeigt sich zufrieden: "Uns war vor dem Rennen klar, dass wir gewinnen müssen, um noch eine Chance im Titelkampf zu haben. Marvin ist super gefahren. Er sollte in der Anfangsphase attackieren und das hat er gut gemacht. Am Ende musste ich noch ganz schön kämpfen, da die Hinterreifen ziemlich abgefahren waren. Es war nicht so einfach."

Kampf um die weiteren Plätze

Um den dritten Platz lieferten sich die weiteren Titelkandidaten einen engen Kampf: Kelvin van der Linde verteidigte diesen knapp gegen den Mercedes-AMG von Pommer und Götz. Nachdem Startfahrer Pommer vom vierten Startplatz bis auf den siebten Rang zurückgefallen war, kämpfte sich Teamkollege Götz wieder auf Platz vier nach vorn. In der Schlussphase griff er van der Linde mehrmals an, kam aber nicht vorbei. Sheldon und Kelvin van der Linde haben als Tabellenvierte nun 114 Zähler gesammelt und damit ebenfalls noch Titelchancen. 25 Punkte werden am Sonntag noch vergeben.

Ebenfalls in den Kampf um den letzten Podestplatz involviert waren die Audi-Markenkollegen Ricardo Feller und Christopher Haase (Mücke), die sich am Ende mit Platz fünf zufriedengeben mussten. Mit Platz sechs holten Sven Barth und Claudia Hürtgen (RWT) nicht nur ihr bisher bestes Saisonergebnis, sondern auch den dritten Sieg des Jahres in der Pirelli-Trophy-Wertung. Davide Rigon und Luca Ludwig (HB) kamen im einzigen Ferrari im Feld auf Platz sieben vor dem Audi von Florian Spengler und Dries Vanthoor (TECE).

Timo Bernhard und Kevin Estre (Team75 Bernhard) zeigten als Neunte eine starke Aufholjagd. Die Porsche-Piloten waren nach einem Qualifying-Unfall von Bernhard vom 34. Startplatz ins Rennen gegangen. Der letzte Meisterschaftspunkt ging an Patrick Assenheimer und Dominik Baumann (AutoArenA) im Mercedes-AMG.

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