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Am Wochenende steigt in Daytona Beach das größte NASCAR-Spektakel in den USA - mit US-Präsident Donald Trump. SPORT1 erklärt, was hinter Trumps Besuch in Florida steckt.

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Das NASCAR-Spektakel Daytona 500 zählt zu den größten Motorsport Events in den USA - und diesmal wird auch US-Präsident Donald Trump dem Spektakel beiwohnen. (NASACAR: Daytona 500 ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)

"Der Präsident wird hier sein, für das Daytona 500. Das sind alle Informationen, die wir derzeit haben", sagte eine Sprecherin des Daytona Beach International Airport. Dafür wurde zudem eine 30 Kilometer breite Sperrzone für Drohnen eingerichtet. Trump wurde zudem bereits zum "Grand Marshal" ernannt. In dieser Position wird er beim Start das Kommando zum Starten der Motoren geben - als erster US-Präsident überhaupt. 

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Trump ist erst der zweite US-Präsident, nach George W. Bush im Jahr 2004, der das Motorsport-Spektakel besucht. Doch warum kommt der vielbeschäftigte US-Präsident (siehe Twitter) ausgerechnet ein Motorsport-Event?

NASCAR-Team machte Werbung für Trump

Die NASCAR-Szene gilt als äußerst konservativ und unterhält gute Kontakte zu Trump. Vor seiner Wahl 2016 machte ein Team sogar Werbung für den 73-Jährigen.

Wahlwerbung für Donald Trump im Jahr 2016
Wahlwerbung für Donald Trump im Jahr 2016 © Getty Images

Einige NASCAR-Stars waren bereits beim US-Präsidenten zu Gast im Weißen Haus. Und auch jetzt findet Trumps Besuch nicht ohne Kalkül statt, denn es stehen wieder einmal Wahlen an. 

In einem Umfeld, wo er ohnehin schon über große Popularität verfügt, ist es für den US-Präsidenten ein leichtes, potenzielle Wähler und Wählerinnen von sich zu überzeugen. Das konservative NASCAR-Publikum ist tendenziell eher auf Trumps Seite, als  auf der des demokratischen Herausforderers. 

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Florida für Trump 2020 extrem wichtig

Insbesondere in den Südstaaten sind Trumps Beliebtheitswerte enorm und so ist der Besuch beim größten NASCAR-Event im US-Bundesstaat Florida Pflichtprogramm für den Republikaner, um seine Wähler für die anstehende Entscheidung zu mobilisieren.

Zudem ist Florida bei der Präsidentschaftswahl einer der sogenannten "Swing States", die die Wahl entscheiden können. Im US-System wird der Präsident zwar direkt gewählt, aber nicht derjenige mit den insgesamt meisten Stimmen gewinnt, sondern jeder Staat hat prozentual zu seiner Bevölkerungsgröße eine bestimmte Zahl an Wahlmännern zugeordnet. Der Sieger des jeweiligen Staates bekommt diese Wahlmänner-Stimmen auf sein Konto. Florida ist für Trump deshalb extrem wichtig, um wiedergewählt zu werden.

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NASCAR-Superstar Kurt Busch freut sich bereits auf den Besuch des 73-Jährigen. "Ich kann es kaum erwarten, bis Präsident Trump auftaucht und die Rennfans ihn erkennen. Mit einem Präsidenten bei Daytona 500 entsteht eine ganz besondere Atmosphäre."

Die Trump-Show nimmt also auch im Sport ihren Lauf.