Wie hier auf dem Michigan Speedway: Die "Big 3" lagen 2018 meist ganz vorn
Wie hier auf dem Michigan Speedway: Die "Big 3" lagen 2018 meist ganz vorn © LAT

Während Kevin Harvick und Kyle Busch auf dem Kansas Speedway mitten im Rennen das Weiterkommen in den Playoffs schafften, gelang Martin Truex Jr. dies gerade so

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Die laufende NASCAR-Saison 2018 wurde über weite Strecken von drei Fahrern bestimmt. Von den 26 Rennen der Regular-Season wurden sieben von Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford), sechs von Kyle Busch (Gibbs-Toyota) und vier von Martin Truex Jr. (Furniture-Row-Toyota) gewonnen. Die vielzitierten "Big 3" hatten somit sage und schreibe 17 von 26 Rennen für sich entschieden, bevor es Mitte September in die Playoffs ging.

Busch ließ beim zweiten Playoff-Rennen (Richmond) einen weiteren Sieg folgen und hat damit nach Saisonsiegen mit Harvick gleichgezogen. Mehr noch: Mit seinem Richmond-Sieg ist Busch von der "Round of 16" der Playoffs direkt in die "Round of 12" vorgestoßen. Harvick selbst hat dieses Weiterkommen genau wie Truex Jr. über die Punkte geschafft.

In eben dieser "Round of 12" gelang aber keinem der "Big 3" ein Sieg. Harvick und Busch sind dennoch souverän in die "Round of 8" eingezogen. Sie haben das erneute Weiterkommen nicht zuletzt dank der Vielzahl ihrer Bonuspunkte schon während des Rennens am vergangenen Sonntag auf dem Kansas Speedway geschafft. Harvick hatte das Ticket für "Round of 8" nach Stage 1 sicher, Busch nach Stage 2.

Im Gegensatz dazu kämpfte Truex Jr. in der Schlussphase des Kansas-Rennens mit vier weiteren Fahrern um drei verbleibende Plätze in der "Round of 8". Letzten Endes hat es der NASCAR-Champion von 2017 genau wie die Stewart/Haas-Piloten Clint Bowyer und Kurt Busch knapp geschafft. Im Gegensatz dazu schauen die Penske-Piloten Ryan Blaney und Brad Keselowski in die Röhre. Für sie endete der Traum vom NASCAR-Titel 2018 mit Ablauf der "Round of 12".

Truex Jr. bekennt, dass er das Weiterkommen in den Playoffs auch mit Glück geschafft hat. Zuletzt in der Victory Lane stand der Titelverteidiger im Juli auf dem Kentucky Speedway. Seitdem hatte er wiederholt Pech. Nachdem er bei den ersten beiden Playoff-Rennen in Las Vegas und Richmond jeweils die meisten Runde führte, in beiden Fällen aber "nur" Dritter wurde, lag er auf dem Roval in Charlotte bis in die letzte Schikane auf Kurs zum Sieg. Dann wurde er von Jimmie Johnson abgeräumt.

Die "Round of 12" begann Truex Jr. in Dover und Talladega mit den Plätzen 15 und 23 dezent. Dabei wurde er in Dover in der Schlussphase in einen Crash verwickelt und kämpfte in Talladega mit dem Set-up (Auto setzte auf). Unterm Strich kam er in "Dega" aber sogar mit einem blauen Auge davon, denn vor der Verlängerung (Overtime) lag Truex Jr. in der Playoff-Liste sogar noch weiter hinten als nach der Zieldurchfahrt auf P23.

Mit Platz fünf auf dem Kansas Speedway hat sich der Titelverteidiger im Gegensatz zum Penske-Duo Blaney/Keselowski doch weiter im Titelkampf gehalten. "Wir hatten Glück, das Weiterkommen nach all den Schwierigkeiten noch geschafft zu haben", sagt Truex Jr. und blickt auf die am kommenden Wochenende in Martinsville beginnende "Round of 8" voraus: "Uns ist klar, dass wir uns steigern müssen. Die Playoffs liefen in diesem Jahr bislang nicht gut für uns, aber wir werden alles tun, um nachzulegen."

"Die ersten drei Playoff-Rennen hätten wir allesamt gewinnen können. Bei den folgenden drei Rennen waren wir nicht so gut wie wir hätten sein sollen. Hoffentlich können wir bei den kommenden drei Rennen wieder zuschlagen", so der NASCAR-Champion von 2017, der einer von nur noch zwei Toyota-Fahrern im Titelkampf ist. Chevrolet hat sogar nur einen Fahrer noch dabei. Ford schickt derweil fünf Fahrer in "Round of 8", wovon vier für Stewart-Haas Racing fahren.

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