Jimmie Johnson ist derzeit alles andere als Favorit auf den NASCAR-Titel 2018
Jimmie Johnson ist derzeit alles andere als Favorit auf den NASCAR-Titel 2018 © LAT

Als einziger NASCAR-Fahrer war Jimmie Johnson in jedem Titelkampf mit Playoff-Format vertreten - 2018 kämpft er um den achten Titel, aber auch gegen die Krise

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Zum Kreis der 16 Playoff-Teilnehmer der Monster Energy NASCAR Cup Series 2018 gehört einer, der den Einzug ins Playoff-Feld bislang in jedem Jahr seit Einführung dieses Formats (2004) geschafft hat: Jimmie Johnson.

Beginnend mit dem Playoff-Auftakt an diesem Wochenende in Las Vegas kämpft Johnson um seinen achten NASCAR-Titel, der ihn auf die alleinige Spitzenposition heben würde. Doch davon ist der siebenmalige Champion derzeit trotz Playoff-Qualifikation weit entfernt. Johnsons letzter seiner bislang 83 Rennsiege liegt bereits 49 Rennen zurück. Zuletzt fuhr er Anfang Juni 2017 in Dover in die Victory Lane.

Speziell die Saison 2018 lief bis dato überhaupt nicht nach Johnsons Geschmack. Sein bislang bestes Ergebnis mit dem seit Saisonbeginn eingesetzten Chevrolet Camaro ist ein dritter Platz, den er im April in Bristol eingefahren hat. In Führung lag der Camaro mit der Startnummer 48 bei den 26 Rennen der Regular-Season 2018 ganze 29 Runden.

Wie aber geht der Kalifornier, der am Montag 43 Jahre alt wird, mit der aktuellen Formkrise um? "Du bist nicht menschlich, wenn es dich nicht stört", sagt Johnson und weiter: "Ich weiß, dass ich im Zusammenhang mit der Performance dieses Autos eine Rolle spiele und dass ich im Team eine Führungsrolle habe. Ich weiß, dass ich verantwortlich bin für das, was wir momentan durchmachen."

"In welchem Umfang ich dafür verantwortlich bin, weiß ich nicht. Wir sind noch nicht über den Berg, aber ich hoffe, dass wir sehr bald, wenn wir drüber sind, reflektieren können", so der siebenmalige NASCAR-Champion, der gesteht, dass es "Tage, Wochen und leider auch Monate gibt, in denen ich damit wesentlich besser umgehen kann, aber auch Zeiten, in denen das schwerer fällt".

Von Motivationsproblemen oder gar Gedanken an einen Rücktritt will der noch bis Ende 2020 bei Hendrick Motorsports unter Vertrag stehende Johnson aber nichts wissen. Und mit Mitleid aus dem Kreis seiner Gegner rechnet er nach sieben Titeln und 83 Rennsiegen angesichts der aktuellen Krise auch nicht. Vielmehr ist er entschlossen, in die Erfolgsspur zurückzufinden.

"Ich erwarte nicht, dass irgendjemand sagt 'Oh, armer Jimmie Johnson', aber ich würde die Leute doch bitten, nicht zu glauben, dass ich genug hätte und dass ich bereit wäre, das Handtuch zu werfen oder das mir das alles nichts ausmachen würde. Das ist einfach unfair. Jeder, der mich kennt, weiß dass genau das Gegenteil der Fall ist", stellt Johnson klar.

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