Can Öncü feiert mit seinem Team den sensationellen Sieg
Can Öncü feiert mit seinem Team den sensationellen Sieg © Getty Images

Can Öncü gewinnt sensationell das Moto3-Rennen in Valencia. Er wird zum jüngsten Grand-Prix-Sieger aller Zeiten und bricht weitere Rekorde.

von Sportinformationsdienst

Philipp Öttl hat beim Saisonfinale in Valencia einen Tag zum Vergessen erlebt und als Zuschauer den Sensationssieg des Türken Can Öncü verfolgt.

Vor seinem letzten Moto3-Rennen sprang die Maschine des 22-Jährigen nicht an, Öttl musste dem Feld aus der Boxengasse auf nasser Strecke hinterherjagen und gab nach 15 Runden auf.

Im 18. Lauf des Jahres sorgte Öncü bei seinem ersten WM-Start für eine faustdicke Überraschung. Mit 15 Jahren und 115 Tagen kürte sich der Wildcard-Starter zum jüngsten Grand-Prix-Sieger der Geschichte, dazu fuhr der Teenager als erster Pilot aus der Türkei auf Platz eins.

Weltmeister Jorge Martin (Spanien) wurde Zweiter, John McPhee (Großbritannien) Dritter. "Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich bin im besten Team, Danke an alle", sagte Öncü.

Öttl steigt in Moto2 auf

Für Öttl endete in Spanien ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Anfang Mai hatte der Oberbayer in Jerez den ersten Sieg seiner Karriere gefeiert, danach ging nicht mehr viel. Nur zweimal schaffte es der einzige Deutsche in der kleinsten Klasse seitdem unter die Top 10.

Im Gesamtklassement belegte er am Ende Platz 16. Immerhin: Seit August steht fest, dass Öttl zur neuen Saison in die Moto2 aufsteigt und für das französische Team Tech3 fahren wird. 

Moto2: Schrötter nach Schrecksekunde Siebter

Marcel Schrötter (25) belegte im Moto-2-Rennen nach einer Schrecksekunde den siebten Platz. Er konnte auf nasser Strecke in der ersten Runde nur mit Mühe einen Sturz verhindern, als direkt vor ihm der Italiener Luca Marini wegrutschte und zu Fall kam. 

Für Schrötter war es das 15. Top-10-Ergebnis aus 18 Rennen. In seiner bislang erfolgreichsten Saison mit dem ersten Podiumsplatz seiner Karriere holte der Oberbayer 147 WM-Punkte und wurde Achter. Beim Großen Preis von San Marino hatte Schrötter im September den dritten Platz belegt.

Ersatzfahrer Lukas Tulovic, der in der kommenden Saison für das deutsche Team Kiefer Racing seine erste komplette Moto2-Saison absolvieren wird, wurde 20. und verpasste erneut die Punkteränge. Für den 18-Jährigen, beim Forward-Rennstall für den angeschlagenen Italiener Stefano Manzi im Einsatz, war es der dritte Start in diesem Jahr. Zuvor war Tulovic 20. und 23. geworden.

Der Portugiese Miguel Oliveira gewann den letzten Lauf vor den beiden Spaniern Iker Lecuona und Alex Marquez. Weltmeister Francesco Bagnaia (Italien) musste sich mit Rang 14 begnügen.

Jetzt die SPORT1-App herunterladen! ©