Marcel Schrötter fuhr erstmals auf das Moto2-Podest
Marcel Schrötter fuhr erstmals auf das Moto2-Podest © Imago

Marcel Schrötter fährt in Misano als Dritter erstmals auf das Moto2-Podest. Für zwei andere Deutsche verläuft das Rennwochenende weniger erfolgreich.

Marcel Schrötter genoss die kühlende Champagnerdusche bei seiner Podiums-Premiere in vollen Zügen.

Beim Großen Preis von San Marino in Misano hatte der 25-Jährige den Bann gebrochen und erstmals einen Podestplatz in der Motorrad-WM erobert. Schrötters Freude über Rang drei in der Moto2 war grenzenlos.

Auch bei den Italienern war die Stimmung trotz eines mäßigen MotoGP-Abschneidens von Superstar Valentino Rossi auf Platz sieben bestens: In allen drei Motorenklassen durften die Tifosi einen Landsmann als Sieger feiern.

Kalex-Fahrer Schrötter belohnte sich am Sonntag für ein sehr konstantes Wochenende und musste nur Francesco Bagnaia (Italien/Kalex) und Miguel Oliveira (Portugal/KTM) den Vortritt lassen. "Endlich! Es ist noch immer schwer, das zu realisieren. Anfangs war ich nicht so zufrieden mit dem Rennen, ich brauchte ein paar Runden, um reinzukommen", sagte Schrötter bei Eurosport.

Schrötter gewinnt Duell um Platz drei

Schrötter erwischte einen guten Start und verteidigte in den ersten Kurven seinen zweiten Startplatz zunächst erfolgreich, büßte diesen dann aber kurz darauf ein. Auf Position vier liegend lieferte er sich lange ein enges Duell um Rang drei mit Oliveira, dabei zeigte Schrötter ein überlegtes Rennen.

Gemeinsam baute das Duo den Vorsprung auf die Verfolger aus und reduzierte zugleich den Rückstand auf den Italiener Mattia Pasini (Kalex), der erst Oliveira und dann auch Schrötter passieren lassen musste. 

Schrötter blieb dicht am Hinterrad des Portugiesen und wagte in der Schlussrunde einen letzten vergeblichen Angriff auf den zweiten Platz. "Am Ende war ich schneller als Oliveira. Ich habe es versucht", sagte Schrötter.

Bradl bei Dovizioso-Sieg gestürzt 

In der Königsklasse MotoGP verlief der dritte Saisoneinsatz von Stefan Bradl dagegen enttäuschend.

Der mit einer Honda-Wildcard startende Zahlinger stürzte und verpasste die Punkteränge. Bradl war beim Großen Preis von Deutschland 16. geworden, in Brünn/Tschechien stürzte er und schied in der ersten Runde aus.

Für den dritten Ducati-Sieg nacheinander sorgte der Italiener Andrea Dovizioso, der sich vor Weltmeister Marc Marquez (Spanien) und dem Briten Cal Crutchlow (beide Honda) durchsetzte. Marquez baute seine Führung in der Gesamtwertung aus.

Öttl muss nach Sturz passen

Ohne deutsche Beteiligung hatte das Moto3-Rennen stattgefunden. In Abwesenheit des verletzten Philipp Öttl (Ainring/KTM) feierte Lorenzo Dalla Porta seinen ersten Grand-Prix-Sieg in der kleinsten Motorenklasse. Der Honda-Pilot verwies den Spanier Jorge Martin und seinen Landsmann Fabio Di Giannantonio (beide Honda) auf die Plätze. Martin übernahm durch einen späten Sturz des zuvor führenden Italieners Marco Bezzechhi (KTM) die WM-Spitze.

Öttl war im Qualifying gestürzt. Nach einem Rutscher war der 22-Jährige von seinem Motorrad abgeworfen worden und mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen. Dabei erlitt er eine Gehirnerschütterung, wegen der die Rennärzte ihm die Startfreigabe für das Rennen entzogen.