Ed Jones hat nach dezenter Saison bei Ganassi ein neues Cockpit gefunden
Ed Jones hat nach dezenter Saison bei Ganassi ein neues Cockpit gefunden © LAT

Das aus der IMSA bekannte Sportwagen-Team Scuderia Corsa kooperiert in der IndyCar-Saison 2019 bei 13 Rennen mit Ed Carpenter Racing - Ed Jones steht als Fahrer fest

©

Während McLaren einen Einstieg in die IndyCar-Serie auf frühestens 2020 verschoben hat, macht man bei der Scuderia Corsa bezüglich eines IndyCar-Programms für 2019 Nägel mit Köpfen. Das aus der US-Sportwagenrennserie IMSA bekannte Team war beim Indy 500 des Jahres 2018 einmalig in einer Kooperation mit Rahal Letterman Lanigan Racing am Start. 2019 nun spannt man bei 13 der 17 IndyCar-Saisonrennen mit Ed Carpenter Racing (ECR) zusammen.

War es beim Indy 500 im Mai dieses Jahres noch Oriol Servia, der den IndyCar-Boliden unter dem Banner der Scuderia Corsa fuhr, so hat der italienische Rennstall für 2019 den bei Chip Ganassi Racing vor die Tür gesetzten Ed Jones gewonnen. Der in Dubai geborene Brite fährt in der bevorstehenden Saison bei allen Rundkurs-Rennen den Carpenter-Chevrolet mit der Startnummer 20. Bei den Ovalrennen wird dieses Auto traditionell von Teambesitzer Ed Carpenter selbst bewegt.

Das Indy 500 aber wird Jones trotzdem fahren - dann in einem dritten Carpenter-Chevrolet mit der Startnummer 64. Mit dieser Nummer war Servia für die Scuderia Corsa im Mai dieses Jahres am Start und lag bis zur letzten Gelbphase sogar in Führung.

"Mit Ed Carpenter Racing und Scuderia Corsa in der IndyCar-Serie 2019 fahren zu können, ist für mich eine fantastische Gelegenheit", meint Jones, der sein Ganassi-Cockpit für den aus der Formel E in die IndyCar-Serie wechselnden Felix Rosenqvist räumen muss. Doch Jones trauert seinem Rauswurf aus dem aktuellen Meisterteam nicht nach, sondern freut sich vielmehr auf die Zukunft.

"Sowohl ECR als auch Scuderia Corsa haben in ihrer jeweiligen Rennserie Erfolge eingefahren. Ich glaube, die Kombination beider wird sich auszahlen. Ich freue mich tierisch, dass ich ein Teil davon sein darf", so der 23-Jährige, dessen bislang bestes IndyCar-Ergebnis die dritten Plätze beim Indy 500 des Jahres 2017 (für Dale Coyne Racing) sowie in Long Beach und Detroit 2018 (jeweils für Ganassi) sind.

Der Wechsel von Jones zum Team von Ed Carpenter bedeutet auch, dass sich Landsmann Jordan King nach einem neuen IndyCar-Arbeitgeber umsehen muss. Der Brite steuerte den #20 Carpenter-Chevrolet in der Saison 2018 bei allen Rundkurs-Rennen und überzeugte direkt bei seinem Debüt in St. Petersburg, als er auf Anhieb in die zweite Startreihe fuhr. Ein Top-10-Ergebnis im Rennen gelang King im Verlauf seiner Teilzeit-Saison allerdings nicht. Für 2019 macht er sich Hoffnungen auf ein Cockpit beim britischen Carlin-Team, wo bislang nur Max Chilton gesetzt ist.

© Motorsport-Total.com