Wenig überraschend ist Danica Patricks letztes Rennauto wieder neongrün
Wenig überraschend ist Danica Patricks letztes Rennauto wieder neongrün © GoDaddy

Danica Patrick hat das Farbdesign für ihr Abschiedsrennen präsentiert - Schließt sich der Kreis mit einer ähnlich starken Performance wie 2005?

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Ein letztes Mal in neongrün: Danica Patrick hat ihr Fahrzeug für ihre Einmal-Rückkehr ins IndyCar-Geschäft präsentiert. Ihr Carpenter-Chevrolet #13 orientiert sich in Sachen Design an dem Farbkleid ihrer letzten beiden IndyCar-Jahre 2010 und 2011, schließlich wird sie vom selben Sponsor gefördert. Sie wird nach dem Indianapolis 500 2018 ihre Karriere beenden.

Erst mit der offiziellen Präsentation wurde der 36-Jährigen so richtig klar, dass sie wieder an Amerikas größtem Autorennen teilnehmen wird: "Das ist ja wirklich echt! Ja, ich bin sehr gespannt. Ehrlich gesagt macht es mir ein bisschen Angst, wie klein der Heckflügel jetzt ist, aber ich bin mir sicher, dass wir da draußen Grip finden werden - mehr Grip, als ich es gewohnt bin."

Patrick konzentrierte sich seit 2012 auf NASCAR und fuhr beim Daytona 500 2018 ihr letztes Stock-Car-Rennen. Das Indy 500 wird nun das allerletzte Kapitel ihrer aktiven Laufbahn. Da sie nach der Saison 2011 die IndyCar-Szene verließ, hat sie den Dallara IR-12 noch nie pilotiert. Das könnte sich als Vorteil erweisen, da die Aerodynamik in dieser Saison komplett auf den Kopf gestellt wurde und somit alle Referenzwerte aus den Vorjahren irreführend sind. Aufgrund einer neuen Gewichtsverteilung fangen alle wieder bei null an.

Debüt verzögert sich dank Wetter

Eigentlich hätte Danica Patrick am Dienstag ihre ersten Runden mit dem Carpenter-Boliden abspulen sollen, doch aufgrund der Witterungsbedingungen wurde der Test auf Ende April/Anfang Mai verschoben. Sie sieht es pragmatisch: "Die Daten werden dann viel genauer sein als Ende März. Das Wetter und alles Weitere wird ähnlicher sein, weil der neue Termin dichter am Rennen liegt."

Nachdem sie in ihrer IndyCar-Karriere die Teams RLL und Andretti angelaufen hat, wird sie diesmal mit Ed Carpenter zusammenarbeiten. "Sie sind alle großartig", lobt sie ihre neue Mannschaft. " Alle haben Spaß bei der Arbeit und arbeiten hart auf ihr Ziel hin. Das sollte uns die Möglichkeit geben, so aufzuhören, wie es damals angefangen hat." 2005 war Patrick gleich in ihrem ersten Jahr realistische Sieganwärterin beim "500". Sie fuhr Trainingsbestzeiten und führte das Rennen 19 Runden lang an, musste aber in den letzten Runden Sprit sparen und wurde letztlich Vierte.

Die unfreiwillig gewonnene Zeit möchte sie nicht mit Simulator-Training überbrücken. "Ich halte das für kontraproduktiv", sagt sie. Sie hatte einst schlechte Erfahrungen mit Simulator-Fahrten vor einem NASCAR-Rennen gemacht. "Für mich wird es darum gehen, das generelle Fahrverhalten des Autos zu spüren. Selbst wenn es heute noch dasselbe Auto wie damals wäre, müsste ich wieder neu erlernen, wie sich ein kleines bisschen mehr Frontflügel, leicht weichere Federn hinten oder ein etwas härterer Stabilisator vorne anfühlen würden. Einfach, wie sich diese kleine Änderungen auswirken."

Ein explizites Ziel für ihre Rückkehr hat sie nicht genannt, doch angesichts ihrer IndyCar-Erfolge in der Vergangenheit ist davon auszugehen, dass sie nicht nur mitrollen möchte. Ihr letztes Rennen wird gleichzeitig auch das vorerst letzte Indy 500 sein, das auf ABC übertragen wird - nach 54 Ausgaben.

© Motorsport-Total.com

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