Lesedauer: 3 Minuten

München - Max Verstappen muss beim GP von Barcelona einmal mehr Mercedes den Vortritt lassen - und hält nun wenig damit hinterm Berg, sich mehr Unterstützung von Red-Bull-Kollege Sergio Perez zu wünschen.

Anzeige

Es hätte alles so schön enden können beim Grand Prix von Spanien: (Der Rennkalender der Formel 1)

Was war Max Verstappen doch für ein dominantes Formel-1-Rennen gefahren, lange schnupperte der Red-Bull-Star nach einem ganz starken Start am Sieg. Schließlich aber schlug ihm Lewis Hamilton doch noch ein Schnippchen und ließ Mercedes triumphieren. Wieder einmal.

Anzeige

Alles zur Formel 1 und zum Motorsport-Wochenende im AvD Motor & Sport Magazin – Sonntag ab 21.45 Uhr LIVE im TV und STREAM auf SPORT1

Als ein Grund für das misslungene Happy End in Barcelona war danach schnell der Strategie-Poker des Weltmeister-Rennstalls gefunden. (NEWS: Alles Wichtige zur Formel 1)

Er habe "eigentlich versucht", sein Rennen "so gut wie möglich zu fahren und meine Reifen so gut wie möglich zu schonen", sagte Verstappen, "aber irgendwie sind wir langsamer und nutzen unsere Reifen auch mehr ab. Irgendwann hat man dann natürlich einfach keine Chance mehr."

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / DFB-Team
    1
    Fussball / DFB-Team
    Sané ausgepfiffen - wie reagiert er?
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    Bayern startet mit Klassiker
  • Fussball / Regionalliga Bayern
    3
    Fussball / Regionalliga Bayern
    Erster Cheftrainerjob für Wagner
  • Fussball / Bundesliga
    4
    Fussball / Bundesliga
    Chelsea? Bayern? So plant Werner
  • Motorsport / Formel 1
    5
    Motorsport / Formel 1
    Dominator Verstappen sarkastisch

Red Bull: Verstappen fühlt sich allein gelassen

Der Niederländer ließ dazu nun aber auch durchaus Kritik an seinem Teamkollegen Sergio Perez vernehmen: "Am Ende bin ich immer alleine im Kampf. So können sie (Mercedes, Anm. d. Red.) einfach noch einen Stopp einlegen, weil hinter ihnen eine Lücke ist. Das hilft natürlich auch nicht."

Soll heißen: Während Hamilton stets auf die Schützenhilfe von Valtteri Bottas zählen kann, ist Verstappen als Einzelkämpfer unterwegs - und muss mehr oder weniger alles riskieren, anstatt auch mal anders taktieren und auf Mercedes reagieren zu können. (Die Fahrer der Formel 1)

Der Nummer-1-Fahrer fügte an: "Dann können sie wenigstens nicht den zweiten Stopp machen. Dann geht es nur noch darum, wer am Ende die besten Reifen übrig hat. Aber ja, es ist, wie es ist."

Bei Red Bull versucht man, den Frust offenbar zumindest öffentlich nicht allzu laut werden zu lassen. (PRESSESTIMMEN: Hamilton "zu schlau" für RB)

Jedenfalls stellte sich Teamchef Christian Horner hinter Perez und sagte: "Im Rennen steckte er hinter Daniel (Ricciardo, Anm. d. Red.) fest, sodass er es leider nicht schaffte, vorbeizukommen und den Anschluss zu halten - auf einer Strecke, auf der Überholen traditionell schwierig ist."

Boss Horner macht sich stark für Perez

Immerhin erklärte Horner aber auch: "Wir brauchen ihn dringend in dieser Lücke, damit Mercedes nicht die strategischen Optionen hat, die sie diesmal hatten."

Hamilton und Verstappen seien so weit vor dem Rest des Feldes gefahren, "dass Lewis einen freien Stopp wie in Ungarn hatte. Sie wissen, dass er nur an seinem Teamkollegen vorbeikommen muss, und das war nie ein Problem. Deshalb brauchen wir beide Autos dort vorn, damit Mercedes diese Option nicht zur Verfügung steht."

DAZN gratis testen und Sport-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE 

Bis zum nächsten Rennen in Monaco (20. Mai) steht bei Red Bull denn auch Motivationshilfe und moralische Aufbauarbeit an: Horner glaubt, "dass das für Checo (Perez, Anm. d. Red.) kommen wird, wenn er mehr Vertrauen und Zeit im Auto findet."

Was Mut macht: Abgesehen vom Großen Preis von Imola hatte Perez in dieser Saison jeweils einen Platz unter den besten fünf herausgefahren - doch als Support für Verstappen ist selbst das zu wenig.