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Der Formel-1-Auftakt von Mick Schumacher war mit viel Euphorie verbunden. Sein Onkel Ralf Schumacher sieht aber eine harte Saison auf den Sohn von Bruder Michael zukommen.

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Das könnte eine schwierige Debüt-Saison für Mick Schumacher in der Formel 1 werden!

Nach dem Saisonauftakt in Bahrain ist die Euphorie um Mick Schumacher in der Formel 1 etwas verflogen. Das sieht auch Onkel Ralf Schumacher so.

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Im AvD Motor & Sport Magazin auf SPORT1 erklärte der 45-Jährige, dass der Sohn von Michael Schumacher in dieser Saison keine großen Highlights setzen können wird. Grund dafür sei aber nicht das Leistungsvermögen des Formel-1-Rookies, sondern sein Dienstfahrzeug.

Denn der Haas sei "das absolute Schlusslicht", zog Ralf Schumacher ein vernichtendes Fazit. "Das Auto ist langsam und schwer zu fahren", legte er noch nach.

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Hoffnung auf Besserung besteht aus seiner Sicht nicht. "Das wird auf Dauer nicht leicht für Mick", gab er eine düstere Prognose ab.

Allerdings müsse man sich keine Sorgen um den Youngster machen. "Bei Mick kann ich mir keinen Frust vorstellen", ist sich Ralf Schumacher sicher.

Vielmehr müssten die Zuschauer mit realistischen Erwartungen an die Sache herangehen.

Natürlich sei es anfangs aufregend, ihn fahren zu sehen. Aber mit der Zeit würde es zur Normalität werden und man müsse sich dann daran gewöhnen, dass er "da hinten rumfahren" wird. "Wir brauchen Geduld", forderte er von den deutschen Formel-1-Fans.

Ralf Schumacher: "Er wird eine Gefahr für Mick"

Grundsätzlich habe er es in Bahrain toll gemacht, "bis auf den einen Fehler. Das ist ein Lernprozess, aber nicht für uns ersichtlich - nur für die Fahrer." Dass er aber ein cleverer Fahrer sei, habe er schon in der Formel 2 gezeigt. Dort habe er gezeigt, "dass er wenige Fehler macht. Das zeichnet Mick aus."

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Er müsse aber auch Gas geben, denn sein Teamkollege Nikita Mazepin dürfe man nicht unterschätzen. Einmal sei sein Vater nicht der Ärmste, zum anderen habe er im letzten Jahr "echt gute Rennen gehabt. So einen im Griff zu haben, ist nicht so ganz einfach."

Bei dem Russen stelle sich vielmehr die Frage, was er aus seinen Möglichkeiten mache. "Der Junge hat keine Grenzen. Wie ernst geht er damit um? Er wird eine Gefahr für Mick."

Vettel wird von Team ausgebremst

Aber nicht nur Mick Schumacher muss nach Meinung von Ralf Schumacher in dieser Saison hart kämpfen. Auch Sebastian Vettel wird in seinen Augen von seinem Rennstall ausgebremst. (SERVICE: Alles zur Formel 1)

"Bei Aston Martin ist das Problem, dass - wenn er (Sebastian Vettel, Anm.d.Red.) Änderungen vornimmt - das Team nicht die Möglichkeit hat, alles direkt zu verstehen", sagte Ralf Schumacher.

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Daher wird auch Vettels Saison von Negativerlebnissen geprägt sein. "Es tut mir leid für Sebastian. Das ist ein Riesenproblem und das wird dauern."

Allerdings dürfe sich der viermalige Weltmeister von diesen Rückschlägen nicht demotivieren lassen. "Er muss jetzt Gas geben. Das Leben ist kein Ponyhof", sprach Ralf Schumacher in diesem Punkt Klartext - zumal er "eine Menge Geld" dafür bekomme.

Daher solle sich Vettel nun auf das Wesentliche besinnen. "Seinen Teamkollegen muss er putzen." Ansonsten solle er sich einfach "ins Auto setzen und Spaß haben."

Später brachte er seine Forderung nochmal klar auf den Punkt: "Dann muss das Wehleidige aufhören, dass er das Auto nicht fühlt. Er muss jetzt Gas geben. Da muss er auf jede Fall mal schneller sein als sein Teamkollege."