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Mick Schumacher verliert früh in Imola die Kontrolle über den Haas. Das kostet viel Zeit, was ihn ärgert. Teamkollege Mazepin ist in eine Kollision verwickelt.

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Mick Schumacher hat beim erst zweiten Formel-1-Rennen seiner Karriere einen turbulenten Arbeitstag erlebt.

Der Haas-Pilot landete beim Großen Preis der Emilia Romagna am Ende auf Rang 16 zwar außerhalb der Punkte, konnte aber eine Menge Erfahrung sammeln. (SERVICE: Fahrerwertung)

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Los ging es bereits beim Start, da der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher noch nie ein Formel-1-Rennen bei Regen absolviert hatte. Für den 22-Jährigen, der von Platz 18 ins Rennen ging, eine ungewöhnliche Situation.

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"Viel gesehen habe ich in der ersten Kurve nicht. Das war sehr komisch, so blind in eine Kurve reinzufahren und nicht zu wissen, wo die Kurve ist. Die Autos haben mehr Downforce als alles, was ich bisher gefahren bin. Deshalb ist auch mehr Wasser in der Luft. Aber es war eine gute Erfahrung und ich habe was daraus gelernt", sagte Schumacher bei Sky.

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Schumacher verliert Kontrolle über Haas

Kurz darauf verlor Schumacher in einer frühen Safety-Car-Phase in der vierten Runde beim Aufwärmen seiner Reifen die Kontrolle über das Auto und touchierte nach einem Dreher am Boxenausgang die Mauer.

"So schnell wie das Auto ausgebrochen ist, war es wahrscheinlich eine Pfütze oder ein Aquaplaning-Moment. Ich weiß nicht genau, wie ich es beantworten soll. Ich muss da noch einmal nachschauen", sagte Schumacher über die Situation.

Der F1-Rookie musste daraufhin etwas warten, da die Boxengasse aufgrund der Trümmer dort vorübergehend geschlossen worden war, ehe er seinen Frontflügel wechseln konnte. Er fiel dadurch zunächst auf den letzten Platz zurück, obwohl er sich zuvor nach einem tollen Start auf Rang 15 verbessert hatte.

Für Schumacher sehr ärgerlich: "Das war sehr unnötig. Wir waren in einer guten Position. Wir hätten auch in den Top 11 oder 12 sein können und damit an den Punkten kratzen. Das wäre sehr schön gewesen. Solche Rennen sind wichtig dafür. Ich habe diese Chance nicht genutzt. Darüber ärgere ich mich."

Schumacher lässt Mazepin hinter sich

Trotzdem blickt Schumacher optimistisch auf die nächsten Rennen: "Ich bin sehr kritisch mit meiner Performance. Aber im Endeffekt war es trotzdem eine gute Performance für das Team. Wir haben wieder sehr viel gelernt über das Auto und können dies das nächste Mal in die Tat umsetzen."

Der ehemalige F1-Teamchef Colin Kolles (u.a. Force India) bewertete im AvD Motor & Sport Magazin auf SPORT1 Schumachers Leistung. "Die Position zehn oder elf wäre wichtig gewesen, auch wenn es keine Punkte gibt. Die Ränge spielen eine Rolle, wenn am Jahresende auch ein anderes Team null Punkte hat", machte der Rumäne deutlich und riet dem Youngster: "Er muss geduldig sein und eine Lernkurve durchmachen."

Schumachers Teamkollege Nikita Mazepin landete übrigens unmittelbar hinter Schumacher. Der Russe hatte bei einer Berührung mit Nicholas Latifi kurz nach Rennbeginn eine Safety-Car-Phase ausgelöst, da dessen Williams daraufhin in die Mauer gekracht war.

Mazepin hatte dieses Mal keine Schuld an dem Unfall - für eine bessere Platzierung als Rang 17 reichte es jedoch trotzdem nicht.