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In Freien Training in Imola muss Max Verstappen sein Auto mit technischem Defekt abstellen. Sebastian Vettel fährt weiter hinterher, bekommt vom Teamchef aber Zuspruch.

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Max Verstappen warf einen skeptischen Blick auf seinen defekten Red Bull, dann lief der Formel-1-Star ernüchtert und mit Redebedarf zurück in seine Box.

Ein technisches Problem hat den Herausforderer von Weltmeister Lewis Hamilton am ersten Trainingstag in Imola ausgebremst. (SERVICE: Fahrerwertung)

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Die Vorbereitung auf den mit Spannung erwarteten nächsten Schlagabtausch der Superstars beim Großen Preis der Emilia-Romagna in Imola am Sonntag (Formel 1, Großer Preis von Imola: Das komplette Rennwochenende im SPORT1-Liveticker) verlief für Verstappen denkbar schlecht - und warf erneut Fragen über die Zuverlässigkeit des zweifellos schnellen Red Bull aufkommen.

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Verstappen musste offenbar wegen Antriebswellen-Problemen nach nur fünf Runden vorzeitig aus seinem Wagen klettern. "Etwas ist kaputtgegangen", funkte der 23-Jährige an den Kommandostand. Verstappen rollte über die Start- und Ziellinie und stellte den Boliden kurz hinter der Boxenausfahrt ab.

Hamilton zeigt sich in Bestform

Ohne große Probleme spulte dagegen Hamilton sein Programm ab.

Der Rekordweltmeister fuhr in 1:15,561 Minuten nur unwesentlich langsamer als der Tagesschnellste Valtteri Bottas (1:15,551) im zweiten Mercedes. "Das war viel besser als in Bahrain", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff, "die niedrigen Temperaturen haben uns geholfen, Ich bin wirklich glücklich." (SERVICE: Alles zur Formel 1)

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Einen guten Eindruck hinterließ Ferrari beim Heimspiel mit Rang vier für Carlos Sainz (1:15,834) und fünf für Charles Leclerc (1:16,371). Leclerc crashte allerdings kurz vor dem Ende des Trainings nach einem Fahrfehler. Starker Dritter war der Franzose Pierre Gasly im AlphaTauri (1:15,629).

Szafnauer: "Vettel braucht noch Zeit"

Sebastian Vettel hatte zu Beginn seines zweiten Rennwochenendes im Aston Martin noch immer zu kämpfen. Der viermalige Weltmeister belegte am Ende in 1:17,092 Minuten nur den 15. Platz. Teamchef Otmar Szafnauer sieht Vettel aber auf dem richtigen Weg. 

Was es brauche, sei Routine im neuen Auto - und Geduld. "Er braucht noch mehr Zeit", sagte Szafnauer nach dem ersten Training: "Je mehr er fährt, desto besser wird es." Vettel war am Freitag langsamer als sein Teamkollege Lance Stroll (1:16,737), letztlich aber trotzdem nicht unzufrieden. Man habe einen Schritt nach vorne gemacht, "ich habe mich im Auto wohler gefühlt", sagte er bei Sky.

Schumacher vor Teamkollege Mazepin

Rookie Mick Schumacher (1:17,350) gewann als 19. dagegen das teaminterne Duell mit Nikita Mazepin (1:17,857), der zwei Dreher hatte. Teamchef Günther Steiner nahm den Russen in Schutz. "Lernen kommt mit Schmerzen", sagte Steiner, "und Schmerzen sind normalerweise ein kaputtes Auto." (SERVICE: Teamwertung)

Mit der Performance von Mick Schumacher war sein Boss hingegen zufrieden: "Das ist das wichtigste für uns", meinte er über dessen 28 Runden in der zweistündigen Einheit.

Auch Schumacher selbst zeigte sich zufrieden mit seinem Arbeitstag. "Es hat Spaß gemacht, es fühlte sich heute toll an", zog er nach der Session Bilanz. Auch den kühleren Bedingungen konnte er Positives abgewinnen. Zwar habe es ewig gedauert, bis die Reifen auf Temparatur kamen, aber dafür habe er viele Runden am Stück pushen können. Da habe er sich "mit jeder Runde verbessert."

Allerdings will er den Freitag nicht überbewerten. "Wir sind ziemlich happy, aber im Qualifying zählt es wirklich", legte er den Fokus schon auf den Samstag.

Kommunikationsprobleme an der Strecke

Verstappens Defekt passte ins Bild eines chaotischen Tages. Allgemeine Probleme mit dem Funk, dem Timing-System und den Track-Limit-Sensoren - im legendären Autodromo Enzo e Dino Ferrari funktionierte im ersten Training am Vormittag nicht alles wie gewünscht. Die erschwerte Kommunikation hatte Folgen auf der Strecke. 

Red-Bull-Pilot Sergio Perez (Mexiko) - der beim Saisonauftakt in Bahrain ähnlich wie nun Verstappen technische Probleme hatte - kollidierte mit dem vor ihm fahrenden Alpine-Fahrer Esteban Ocon (Frankreich). Für beide war die Session beendet.

Vorentscheidend für den Ausgang des Rennens dürfte derweil das Qualifying am Samstag (14.00 Uhr) werden. Auf dem relativ schmalen Kurs in Imola ist das Überholen vergleichsweise schwierig. Verstappen tritt das Duell mit Hamilton nun mit deutlich weniger Testkilometern an.