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Formel-1-Boss Domenicali möchte mit Sprintrennen am Samstag wieder für mehr Spannung sorgen. Sebastian Vettel hält von diesem Vorschlag allerdings wenig.

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Die Formel 1 befindet sich in einem Umwandlungsprozess.

Ab dem Jahr 2022 soll mit Regeländerungen und einer Budgetobergrenze vieles anders werden und auch in Sachen Rennformat gibt es diverse Ideen. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

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Ein erster Vorschlag mit einer auf den Kopf gestellten Startreihenfolge wurde zwar von den Teams abgelehnt, nun sorgt aber die nächste Möglichkeit für Aufsehen.

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Formel-1-Boss Stefano Domenicali wünscht sich vor jedem Grand Prix ein Sprint-Rennen. Am Samstag soll ein kürzeres, rund 30-minütiges Rennen ohne Boxenstopp gefahren werden. Das Ergebnis soll als Startaufstellung für das eigentliche Grand-Prix-Rennen am Sonntag dienen. Das Qualifying für das Sprint-Rennen wiederum soll auf Freitag vorverlegt und dafür die zweite Trainingseinheit am Nachmittag gestrichen werden.

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Vettel von Sprintrennen nicht begeistert

Bei Aston-Martin-Pilot Sebastian Vettel stößt dieser Vorschlag auf wenig Begeisterung. "Das ergibt keinen Sinn", erklärte er am Rande der Präsentation seines neuen Boliden. "Ich weiß nicht, was der Hintergedanke dabei ist. Mir gefällt [der Vorschlag] nicht. Warum sollte es ein Vorfinale vor einem Finale geben? Was ist der Gedanke dahinter? Das verstehe ich nicht", so der 33-Jährige.

"Sollte es ein Rennen am Samstag geben, dann werde ich daran teilnehmen müssen, weil ich am Sonntag immer noch fahren will, aber aus meiner Sicht ergibt das keinen Sinn", erklärte der viermalige Weltmeister weiter. (SERVICE: Die Autos der Formel 1 2021: Termine und Zeitplan der Präsentationen)

Im Februar hatte die Kommission der Königsklasse dem Vorschlag eines Sprintrennens grundsätzlich zugestimmt, bei einer Vielzahl an Fahrern hält sich die Begeisterung jedoch in Grenzen.

Wird das eigentliche Rennen unwichtiger?

Immer wieder wird die Sorge geäußert, ein kürzeres Rennen am Samstag schmälere den Wert des Grand Prix und würde die Siege im Hauptrennen verwässern. Die Verantwortlichen hoffen dagegen auf mehr Spannung im Renngeschehen und abwechslungsreichere Startaufstellungen.

Für Vettel jedoch nur ein Ablenkungsmanöver. "Vielleicht verlagert oder lenkt es den Fokus vom eigentlichen Problem ab. Es ist eher ein Pflaster als eine Lösung. Ein Grand Prix war schon immer rund 300 Kilometer lang, das war die große Herausforderung am Wochenende."

Auch Red-Bull-Star Max Verstappen sieht die Pläne eines Sprint-Rennens kritisch und findet den Vorschlag "riskant". (NEWS: Alles zur Formel 1)

Formel 1 darf DNA nicht verlieren

RB-Neuzugang Sergio Perez fürchtet derweil um die DNA der Formel 1. "Ich weiß nicht genau, was da zu erwarten ist, wie es das Format der Formel 1 verändert. Aber für mich ist es einfach das Wichtigste, dass die F1 bei ihrer DNA bleibt."

Vettel-Teamkollege Lance Stroll sieht dagegen "größere, fundamentale Probleme, die der Sport adressieren muss. Es könnte großartig sein, ich bin nicht gegen die Idee, es ist nicht lächerlich. Aber es ist eines dieser Dinge, wie jede Regel- oder Formatänderung: Es gibt immer Fragezeichen, bis wir es ausprobieren, um zu sehen, wie es sich auf den Sport auswirkt."

Der zweite Deutsche in der Formel 1 - Haas-Neuling Mick Schumacher - fände Sprintrennen im Vergleich zu Vettel übrigens "interessant". Er würde diese zumindest gerne einmal ausprobieren.