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München und Sakhir - Sebastian Vettel analysiert sein frühes Qualifying-Aus. Mick Schumacher freut sich über einen historischen Moment. Hamilton hat gemischte Gefühle. Die Stimmen.

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Max Verstappen hat zum Auftakt der Formel-1-Saison 2021 die vierte Pole Position seiner Karriere eingefahren. Anschließend verrät sein Red-Bull-Teamchef, dass der Niederländer dabei sogar ein beschädigtes Auto hatte.

Bei Mercedes gab es nach dem Qualifying in Bahrain dagegen gemischte Gefühle (Formel 1: Rennen in Bahrain am Sonntag ab 17 Uhr im LIVETICKER). Einerseits war das Weltmeister-Team erleichtert, dass die eigenen Boliden deutlich schneller als noch bei den Tests sind. Zufrieden zeigten sich Weltmeister Lewis Hamilton und Teamchef Toto Wolff deshalb aber noch lange nicht.

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Aston-Martin-Pilot Sebastian Vettel erlebte einen Auftakt zum Vergessen, nachdem er von Gelben Flaggen ausgebremst wurde. Der Heppenheimer ließ durchblicken, dass er nicht zum idealen Zeitpunkt auf die Strecke geschickt wurde - er sieht aber auch erste Fortschritte. Mick Schumacher ist "recht happy" über sein Resultat. (Alle News zur Formel 1)

Alles zur Formel 1 und zum Motorsport-Wochenende im AvD Motor & Sport Magazin mit Alpha-Tauri-Teamchef Franz Tost – Sonntag ab 21.45 Uhr LIVE im TV und STREAM auf SPORT1

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Bahrain von Sky, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

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Max Verstappen (Red Bull), Startplatz 1:

"Unser Wintertest war natürlich sehr ermutigend verlaufen, aber es gibt keine Garantie dafür, dass es dann beim Saisonstart dann auch gut läuft. Aber das Auto hat sich das ganze Wochenende über super angefühlt. Es war ein wahrer Genuss zu fahren. Der Wind hat sich bei jeder Session gedreht, das machte die Abstimmung nicht einfach. Aber es hat geklappt im Qualifying, ich bin sehr glücklich mit diesem Start."

... über seine Steigerung in der letzten Runde: "Mein erster Run in Q3 war nicht so gut. Danach habe ich geschaut, wo ich noch etwas rausholen kann, denn die Balance war sehr gut im Auto. Man muss auch auf die Hinterreifen achten, aber zum Glück ist alles zusammengekommen."

... über eine mögliche Beschädigung seines Autos nach Q1: "Ein wenig, aber das hat beim Fahren keinen großen Einfluss gehabt." 

... über die Ziele für das Rennen: "Bisher sah alles gut aus – auch bei den Longruns. Wir haben ein sehr gutes Auto. Jetzt müssen wir schauen, dass wir einen guten Start und eine saubere erste Runde haben."

Lewis Hamilton (Mercedes), Startplatz 2:

"Herzlichen Glückwunsch an Max! Er war so schnell in der letzten Runde. Ich habe alles gegeben, was ich hatte, aber das hat nicht gelangt. Ich habe das Beste gegeben, alles aus dem Auto rausgeholt. Wir haben alle einen guten Job seit den Tests gemacht, auch die Jungs in der Fabrik. Wir bekommen gute Informationen und haben schon Fortschritte seit den Tests gemacht."

... über den Rückstand auf Red Bull: "Wir konnten nach den Wintertests nicht viel ändern, aber wir haben mehr Feinarbeit gemacht. Es wird eine Zeit dauern, den Rückstand wettzumachen. Vielleicht liegt es an der Rennstrecke hier, das lässt sich heute noch nicht sagen. Ich erwarte auch im Rennen eine starke Vorstellung von Red Bull."

... über die Regeländerungen vor der Saison: "Natürlich zielten die Änderungen auch darauf, uns etwas einzubremsen. Das ist ja nicht neu, das wurde zuvor bereits beim Motor versucht. Aber das ist schon okay. Wir lieben Herausforderungen."

Valtteri Bottas (Mercedes), Startplatz 3:

"Das Training am Morgen war nicht so einfach. Wir hatten einige Probleme mit der Balance. Ich habe mich nicht so wohl gefühlt. In Q1 lief es dann besser, aber wir haben die Reifen sehr verschlissen. Es war schwierig gegen Max und Lewis mit nur einem Satz frischer Reifen. Die Position ist nicht so schlecht, aber natürlich nicht dort, wo wir stehen wollen. Dennoch ist morgen alles drin."

... über die Chancen im Rennen gegen Red Bull: "Es sieht so aus, dass Max auf den Medium-Reifen startet. Das ist keine große Überraschung. Wir haben mehr harte Reifen übrig, mehr werde ich dazu nicht sagen. Wir haben zwei Autos gegen Max und können da zusammenarbeiten."

Charles Leclerc (Ferrari), Startplatz 4:

"Ich denke schon, dass wir konkurrenzfähig sind und mit den Jungs, die um uns starten werden, auf Augenhöhe kämpfen können. Aber ich muss auch gestehen, dass AlphaTauri einen sehr starken Eindruck hinterlassen hat. Vor allem im Renntrimm sahen sie gestern sehr stark aus. Und sie dürfen auf den Medium-Reifen ins Rennen starten. Es wird also sehr schwierig werden."

... über die Zielsetzung für das Rennen: "Wenn wir realistisch sind, dann ist die Top-3 noch nicht wirklich in Reichweite, deshalb wäre ich mit dem vierten Platz zufrieden." (SERVICE: Fahrerwertung)

Sebastian Vettel (Aston Martin), Startplatz 18:

"Wir hätten besser aufpassen müssen vielleicht und uns besser positionieren sollen. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Das hat uns heute hart getroffen."

... über seine Gemütslage: "Würde es vielleicht etwas helfen, wenn ich in Panik verfalle? Oder wenn ich fuchsteufelswild wäre? Natürlich bin ich wütend, aber das Ganze war nicht unser Fehler, und so etwas muss man wegstecken."

... über die Chancen im Rennen: "Es wird schwer. Wir sind weit weg, auch weit weg von den Punkten. Es kommt etwas darauf an, wie weit der Lance (Stroll, Anm. d. Red.) nach vorne kommt und dann sehen wir, wo das Auto steht. Morgen ist ein langes Rennen und eine schwierige Strecke, was die Reifen angeht. Lassen wir uns überraschen."

... über seine Eindrücke vom Auto: "Wir hatten einige Dinge verändert, das Auto fühlte sich auch direkt besser an als in den Trainingssessions. Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen - aber wir machen jedes Mal Fortschritte. Die Lernkurve ist noch steil."

Mick Schumacher (Haas), Startplatz 19:

"Im Endeffekt bin ich recht happy mit dem Resultat. Wir wussten, dass nicht viel nach vorne geht. Dennoch waren wir recht nah an unserem Target dran. Von daher müssen wir uns komplett auf morgen konzentrieren und versuchen Erfahrung zu sammeln."

... über das Gefühl, als das Kürzel "MSC" kurz auf Rang 1 stand: "Ja, ich habe es auch gesehen. Leider hat es nicht allzu lang gehalten, aber es war dennoch ein schöner Moment."

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... über die Zielsetzung für das Rennen: "Weiterhin lernen. Das ist mein erstes Rennen, wir werden also das erste Mal unter Rennbedingungen fahren. Auch mit anderen Autos vor einem, wodurch wir bis zu 20 Prozent Downforce verlieren können. Das ist eine Riesenmenge. Von daher einfach Erfahrung sammeln und aufbauen über das Jahr."

Toto Wolff (Mercedes-Teamchef):

"Wir wussten, dass Max und der Red Bull unheimlich stark sind. Morgen ist das Rennen, da kann es wieder anders sein. Aber im Moment haben sie die beste Pace. Wenn man sich die Top 10 ansieht, haben wir sechs verschiedene Teams knapp zusammen. So sollte es sein. Jetzt müssen wir nur noch dafür sorgen, dass die Regeln gleich bleiben."

... über den Rückstand auf Red Bull: "Dort, wo wir im Testen rumgefahren sind, wären wir jetzt ganz wo anders und würden uns nicht um den Rennsieg balgen. Wenn wir darum mitfahren können, haben wir eine solide Basis für die nächsten Rennen. Wir müssen uns einfach verbessern."

... über Mick Schumacher: "Der Mick hat alles im Kopf, das Talent und die Arbeitsethik – deswegen mache ich mir überhaupt keine Gedanken, er wird immer besser werden."

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Christian Horner (Red-Bull-Teamchef)

"Es ist unsere erste Pole hier seit dem ersten Grand Prix 2013. Es wurde über den Winter eine großartige Arbeit geleistet. Max hat das Maximum aus dem Auto herausgeholt. Mercedes die Pole auf einer Strecke abzunehmen, auf der sie in der Vergangenheit so stark waren, ist ein gutes Zeichen für uns."

... über ein WM-Duell zwischen Verstappen und Hamilton: "Die ganze Formel-1-Welt brennt darauf, einen Kampf zwischen Max und Lewis zu sehen. Es sind die beiden größten Namen, die wir im Moment in der Formel 1 haben. Das wäre für den Sport großartig, wenn sich die beiden Jungs über 23 Rennen bekämpfen. Mit dem Auto können wir sie herausfordern. Wir hatten jetzt einen guten Start."

... über die Beschädigung, die sich Verstappen in Q1 einhandelte: "Die Unterseite des Autos wurde ziemlich hart getroffen, weil wir so niedrig fahren. Dadurch haben wir ein paar Teile von der Unterseite der Front verloren. Das hat vielleicht rund eine Zehntelsekunde ausgemacht für den Rest der Session."

Günther Steiner (Haas-Teamchef)

"Man hat gesehen, dass sie sich im 3. Training im Vergleich zum Freitag gesteigert haben. Beide Autos wurden im Qualfying bei der Waage angehalten. In deinem ersten Qualifying ist es das Letzte, was du brauchst. Man ist sowieso schon angespannt. Das ist immer schwierig. Sie haben sich beide ordentlich durchgearbeitet. Jetzt haben sie es hinter sich. Das wird sicher in der Zukunft helfen. Wir sind ok damit. Wir wussten, dass es ein schwieriges Rennen, ein Lernjahr, wird. Da muss man durch."

... über seine Erwartungen an die Fahrer im Rennen: "Im Rennen durchkommen. So viele Runden wie möglich machen. Da lernt man am meisten."