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München - Sein neuer Vertrag mit Mercedes verschafft Lewis Hamilton einen enormen Macht-Zuwachs. Der Weltmeister will eine vergangene Erfahrung unbedingt vermeiden.

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Wann verlängert Lewis Hamilton seinen Vertrag bei Mercedes?

Kaum eine Frage wurde rund um die Formel 1 in den vergangenen Wochen häufiger gestellt. Nun neigt sich die Hängepartie zwischen dem Briten und den Silberpfeilen dem Ende entgegen.

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Wie SPORT1 erfuhr, sind sich beide Parteien endlich einig geworden. Ein Ein-Jahres-Vertrag mit einer Option auf eine zweite Saison soll vorliegen. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Doch nicht die Verlängerung des Kontraktes, sondern eine mögliche Klausel sorgt für Aufmerksamkeit.

So soll dem siebenmaligen Weltmeister laut SPORT1-Informationen ein Vetorecht zugestanden worden sein, das es ihm erlaubt, über seinen nächsten Teamkollegen mitzubestimmen.

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F1: Das denkt Danner über Hamilton-Vertrag

"Mich würde eine solche Klausel nicht wundern, falls es sie geben sollte", erklärt Formel-1-Experte und AvD-Botschafter Christian Danner im Gespräch mit SPORT1.

Und fügt an: "Das ist nicht unüblich für Superstars. Michael Schumacher hatte einen ähnlichen Vertrag, er konnte auch mitbestimmen, was bei Ferrari passiert."

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Demnach könne man von einem siebenmaligen Weltmeister durchaus erwarten, derartige Klauseln einbauen zu lassen. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

"Ein außerordentlich erfolgreicher Formel-1-Fahrer wie Hamilton würde das auch gerne bleiben. Er will seine Energie nicht in einem aus seiner Sicht sinnlosen Zweikampf vergeuden. Das ist aus Sicht eines Michael Schumacher verständlich gewesen und es wäre auch aus Sicht eines Lewis Hamilton verständlich, wenn er das so haben wollen würde", so Danner.

Warum Hamilton keinen Zweikampf mehr will

Mit 36 Jahren gehört Hamilton zu den ältesten Fahrern im Feld. Ein Fakt, der ebenfalls eine Rolle spielen könnte.

"Seine Energiereserven sind mit Sicherheit noch groß, aber sie werden mit zunehmendem Alter kleiner. Deswegen ist es sinnvoll, dass man den Weg, der zum Erfolg führt, geht, ohne dass man sich in Zweikämpfen verzettelt. Ein Krieg mit einem Teamkollegen wäre kontraproduktiv", meint Danner.

Zumal Hamilton diesbezüglich bereits seine Erfahrungen gemacht hat. Während die Hahnenkämpfe mit Nico Rosberg bei Mercedes noch im Bereich des Erträglichen lagen, knallte es zu Anfang seiner Karriere gewaltig.

2007 kam er als Neuling zum McLaren-Team. Mit dem damals frisch gekürten zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso wurde auch das zweite Cockpit im Team neu besetzt. Doch schon nach dem fünften Rennen in Monaco, als Hamilton Alonso nicht angreifen sollte, knallte es.

Erinnerungen an Fight mit Alonso

Der Zoff zwischen beiden Piloten wurde immer größer, so dass beim Saisonfinale in Abu Dhabi sogar Aufpasser der FIA in der Box anwesend waren, um sicherzustellen, dass beide Fahrer auch wirklich gleich behandelt werden.

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"Das war ein so brutaler Fight, den Hamilton und Alonso ausgetragen haben, daran ist McLaren fast zerbrochen. Es war eine absolute Vollkatastrophe, das hat Hamilton nicht vergessen", so Danner weiter. "Ich halte es für verständlich, dass er ein ähnliches Szenario vermeiden will."

Nach der Katastrophen-Saison verließ Alonso McLaren übrigens mit sofortiger Wirkung und kehrte zu Renault zurück, Hamilton blieb bis zu seinem Wechsel zu Mercedes im Jahr 2012 und wurde nur ein Jahr nach den Auseinandersetzungen mit dem Spanier zum ersten Mal Weltmeister.