Der Grand Prix in China wackelt
Der Grand Prix in China wackelt © Imago
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Die Formel 1 plant eine Rekord-Saison. Dabei bröckeln die Pläne der Bosse bereits. China will seinen Grand Prix als zweites Austragungsland verschieben.

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Die Rekord-Saison in der Formel 1 bröckelt, bevor sie begonnen hat! 

Eigentlich hat Motorsport-Weltverband (FIA) 23 Rennen für 2021 angesetzt. Das wären so viele Grand Prixs wie nie zuvor. Doch nun zeigt sich: Das Vorhaben ist wohl kaum umzusetzen.

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Das Rennen in China wackelt. Am 11. April ist es angesetzt. Die Veranstalter verkündeten nun aber bei einer Pressekonferenz, dass sie zu diesem Datum keinen Wettbewerb durchführen können und haben einen Verlegungs-Antrag eingereicht. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Yibin Yang als Geschäftsführer von Juss Event, das für die Austragung der Veranstaltung verantwortlich ist, erklärte: "Es ist sehr zweifelhaft, dass wir das Rennen in der ersten Jahreshälfte über die Bühne kriegen. Unser Ziel ist, es auf die zweite Jahreshälfte zu verlegen. Wir haben dazu einen formalen Antrag eingereicht, in der Hoffnung, das Rennen verschieben zu können."

China und Australien wollen Rennen verschieben

Als Grund für die Planänderung nannte er die anhaltenden Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. In China wurden seit Beginn der Krise im März 2020 keine sportlichen Großereignisse mehr ausgetragen. So wurde das Formel 1-Rennen in der vergangenen Saison in Schanghai abgesagt. (Die Änderungen im Rennkalender der Formel 1)

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Yang verriet, dass die Nachricht wohl kaum eine Überraschung sein sollte. Das Formel-1-Management (FOM) sei über die aktuellen Überlegungen in China durchgehend informiert gewesen. "Per Telefonkonferenzen standen wir fast jede Woche in Kontakt." 

China ist das zweite Land, das ein Rennen verschieben will. 

Bereits Australien hatte die FIA über einen Verlegungswunsch informiert. In Melbourne sollte die Saison am 11. März eigentlich starten. Auch Australien will wie China das Rennen in der zweiten Jahreshälfte nachholen. (Die Formel-1-Teams in 2021)

Das dürfte aber kaum möglich sein. Zwischen dem Ende der Sommerpause am 29. August und dem Finalrennen in Abu Dhabi am 5. Dezember gibt es nur noch vier freie Wochenenden in dem vollgepackten Kalender.

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Bei beiden betroffenen Rennen in China und Australien sind bisher keine Entscheidungen über das weitere Vorgehen gefallen. 

Trotz Chaos: Formel 1 hält an Rekord-Plänen fest

Allerdings gibt es wohl bereits Ersatzstrecken, die diese Rennen beheimaten können. Das Portal MotorsportTotal.com berichtet, dass Portimao (Portugal) am 11. April einspringen könnte und Imola für den 25. April (Italien) zur Verfügung steht. 

Beide Standorte hatten sich bereits 2020 bewährt und Grand Prix durchgeführt. 

Die Bosse der Formel 1 wollen jedenfalls an ihrer Rekord-Saison festhalten. Ein Sprecher erklärte bei MotorsportTotal.com: "Die Formel 1 hat einen Kalender mit 23 Rennen veröffentlicht und wir rechnen damit, dieses Vorhaben auch in die Tat umzusetzen."

Immerhin sei die Motorsport-Königsklasse bereits im vergangenen Jahr ohne große Rückschläge durch die Saison gekommen. "Wir haben die Pläne und Abläufe, um das erneut zu schaffen."