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München und Sakhir - Während Leclerc im Sakhir-Qualifying glänzt, verpasst Sebastian Vettel die Top 10. Die Ferrari-Piloten erklären die Gründe. Bottas ist unzufrieden. Die Stimmen.

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Sebastian Vettel hat beim Qualifying für den Großen Preis von Sakhir einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. (Formel 1: Großer Preis von Sakhir am Sonntag ab 18.10 Uhr im SPORT1-Liveticker)

Der viermalige Weltmeister qualifizierte sich nur für Rang 13, während Teamkollege Charles Leclerc nach einer herausragenden Runde seinen Ferrari auf Rang vier platzierte. Danach erklärte Vettel, der durch einen kurzfristig eingebauten älteren Motor gehandicapt war, woran es gelegen hatte. (SERVICE: Fahrerwertung)

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Besser war die Stimmung bei Mercedes, wenngleich Pole-Setter Valtteri Bottas mit seiner historischen Runde nicht ganz zufrieden war. Lewis Hamiltons Ersatzmann George Russell überzeugte mit Startplatz zwei und verriet nach dem Qualifying, was ihm der siebenmalige Weltmeister zuvor geschrieben hatte.

SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Bahrain von Sky, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Valtteri Bottas (Mercedes), Startplatz 1:

"Wir haben etwas Anderes versucht und sind in Q3 drei Versuche gefahren. Dazu hatte ich mit George einen anderen Stallgefährten. Ich habe versucht, mich von all dem nicht ablenken zu lassen und mich ganz auf mich selber zu konzentrieren. Ich wollte keine Energie verschwenden. George hat einen tollen Job gemacht. Ich freue mich über meine Bestzeit, aber ich muss ehrlich zugeben – meine beste Qualifikation war das nicht."

... über die Eigenheiten der kurzen Strecke: "Dieses Layout mit einer so kurzen Runde ist schon sehr ungewöhnlich. Das Rennen morgen ist etwas die Reise ins Unbekannte. Es wird nicht einfach sein, hinter einem Gegner direkt zu fahren. Auch deshalb bin ich froh, am Start niemanden vor mir zu haben. Die Strecke ist wirklich Micky-Maus-artig, gleichzeitig aber im oberen Bereich recht eng und vor allem überaus wellig. Ich hoffe auf ein spaßiges Rennen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, es wird ein hartes Stück Arbeit."

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George Russell (Mercedes), Startplatz 2:

"Es wurmt mich, dass ich Valtteri nicht schlagen konnte, aber ich bin sehr happy mit der zweitschnellsten Zeit und dass ich nur so knapp hinter Bottas liege. Generell ist das alles sowieso ein Traum: Ich habe erstmals den Sprung unter die Top 10 geschafft in einer Qualifikation und ich darf ein so tolles Auto fahren. Am Anfang fühlte sich alles sehr fremd an. Ich musste auch meinen Fahrstil leicht ändern, um aus einem ganz anderen Fahrzeug das Beste zu holen."

... über eine Botschaft von Hamilton, den er an diesem Wochenende ersetzt: "Lewis hat mir eine Nachricht geschickt und geschrieben: Pass gut auf mein Auto auf!" (SERVICE: Konstrukteurswertung)

... über den Vergleich mit Bottas: "Jeder weiß, wie nahe Bottas immer an Hamilton dran ist. Wenn ich nun in der Nähe von Valtteri bin, dann darf ich damit beim Debüt wirklich zufrieden sein."

Max Verstappen (Red Bull), Startplatz 3:

"Es war eine gute Qualifikation. Wir haben im zweiten Teil gemerkt, dass wir auf Medium-Reifen nicht schnell genug sind. Daher haben wir die Soft-Reifen verwendet, um unter die Top 10 zu gelangen. Wir starten also auf weich, Mercedes fährt auf Medium los. Mir ist es recht, dass wir etwas Anderes als Mercedes versuchen, denn wir haben nichts zu verlieren."

... über seine Chancen im Rennen: "Ich glaube, der Grand Prix kann interessant werden, denn dieses Layout ist für alle Neuland. Vieles wird vom Start abhängen. Danach wird es darum gehen, wie gut ein Pilot den Verkehr managt. Unsere Longruns im Training waren auch vor einer Woche gut - aber im Rennen konnten wir dennoch nicht mithalten. Mal sehen, wie es dieses Mal läuft, wenn wir auf einer anderen Streckenvariante fahren."

... über die Doppelpole von Mercedes ohne Hamilton und dessen Wichtigkeit für das Team: "Klar braucht Mercedes Hamilton! Seine ganzen Siege und Titel haben gezeigt, dass er als Fahrer den Unterschied in den schwierigsten Momenten macht."

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Charles Leclerc (Ferrari), Startplatz 4:

"Ich habe mich selbst überrascht, aber ich würde es nicht die perfekte Runde nennen, denn es gibt immer etwas, das man besser machen kann. Aber ich habe alles, was ich mir vorgenommen habe, geschafft. In der vierten Kurve hatte ich einen Rutscher, bei dem ich befürchtete, dass die Reifen nicht bis zum Ende der Runde halten würden - doch das taten sie."

... über die unverhoffte Hilfe eines Fahrerkollegen: "Ich habe fahrerisch auch deshalb einen großen Schritt nach vorne gemacht, weil ich mir nach dem 3. Training die Onboard-Aufnahmen von Pierre Gasly angesehen habe. Danke an Pierre, muss ich da sagen. Ich habe auch die letzte Kurve, die mir während der ganzen Quali Mühe bereitet hatte, besser hinbekommen. Ich bin unglaublich glücklich mit dem heutigen Tag."

... über die Rennchancen von Ferrari: "Wir müssen realistisch bleiben und aus den Enttäuschungen in den vergangenen Rennen, in denen wir auch im Qualifying stärker als erwartet waren, lernen. Das Rennen wird schwieriger. Ich denke, wir werden nicht so konkurrenzfähig sein wie heute, denn ich glaube nicht, dass wir das viertschnellste Auto im Feld haben. Wir werden aber alles geben, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen."

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Alexander Albon (Red Bull), Startplatz 12:

"Ich war mit meiner Runde zufrieden. Ich habe keinen Windschatten bekommen. Im zweiten Run war mein Reifen ganz kühl, es hat sich ganz anders angefühlt als im 3. Training. Ich bin die Soft-Reifen da nicht gefahren, weshalb wir keine gute Balance im Qualifying hatten. Wir wollten uns Reifen für das Qualifying aufsparen, damit es da leichter wird."

... über seine Rennchancen: "Es gibt noch immer den Sonntag. Am Samstag gibt es keine Punkte. Ich war zuvor schon in solch einer Position und hatte danach gute Rennen."

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 13:

"Wir verlieren ein wenig auf den Geraden - vielleicht hat uns auch etwas das Glück eines Windschattens gefehlt -, aber vor allem im Mittelsektor habe ich relativ viel Zeit verloren. Die anderen Sektoren waren eigentlich in Ordnung. Irgendwie aber habe ich in der Schikane nicht den Grip gefunden, der offenbar da war. Da habe ich mich schwer getan, sauber rumzukommen."

... über den Motortausch an seinem Ferrari: "Ich bin froh, dass wir nach dem Motorwechsel überhaupt rausfahren konnten. Die Jungs haben tolle Arbeit geleistet, aber ideal war all dies natürlich nicht. Ich hatte mir heute etwas mehr erhofft. Ich bin überrascht, dass es in Q2 nicht gereicht hat."

... über seine Rennchancen: "Im Rennen wird es um ein kluges Reifen-Management gehen und darum, wer am besten mit dem dichten Verkehr umgeht."

Christian Horner (Red-Bull-Teamchef):

... über Albons Qualifying: "Das ist sehr frustrierend, so knapp auszuscheiden. Ein kleiner Fehler in Sektor 2 bedeutete unglücklicherweise das Aus für Albon. Es ist hart, denn die Abstände sind knapp. Wir haben George Russell gesehen, der einen guten Job gemacht hat. Wir brauchen beide Autos vorne, um im Rennen einen guten Job machen zu können."

Toto Wolff (Mercedes-Teamchef):

"Ich bin happy. Beide Fahrer haben einen guten Job gemacht. Es geht hier so eng zu. Ein halbes Zehntel entscheidet zwischen Rang eins und drei. Es war wichtig, bei dem ganzen Verkehr eine gute Runde hinzulegen, ohne zu brutal über die Randsteine zu fahren."

... über die Bewertung der Leistung von Russell: "Sehr gut. Er steigt in das Auto, passt nicht ins Cockpit und knallt so eine Zeit raus. Fest steht: Die Zukunft gehört ihm."