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München und Abu Dhabi - Nach seiner Corona-Erkrankung sitzt Lewis Hamilton beim Abu-Dhabi-GP wieder im Cockpit und hat zu kämpfen. Sebastian Vettel ist nur noch ernüchtert. Stimmen.

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Lewis Hamilton hat beim Großen Preis von Abu Dhabi mit den Folgen seiner Corona-Erkrankung zu kämpfen. Der Brite spricht davon, sich nach einem Rennen noch nie so schlecht gefühlt zu haben.

Bei Sebastian Vettel herrschen nach seinem letzten Rennen für Ferrari gemischte Gefühle. Der Rennverlauf gab keinen Anlass zu Freude, dennoch überfielen den Deutschen die Emotionen.

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Bei Sieger Max Verstappen hat sich dagegen Festtagsstimmung eingestellt. Das positive Ergebnis zum Saisonende beflügelt den Red-Bull-Pilot.

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SPORT1 fasst die Stimmen zum Rennen in Abu Dhabi von Sky, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Max Verstappen (Red Bull), Rang 1: "Hat Spaß gemacht. Ich hatte den guten Start, den ich gebraucht habe. Die Balance war wirklich gut. Wenn du vorne startest, kannst du die Pace kontrollieren und dein Leben ist ein bisschen leichter. Ich war ein bisschen nervös wegen der Reifen. Aber als ich sah, dass Mercedes weiter zurückfiel, wurde ich entspannter."

am Funk zu den Ingenieuren: "Was für ein Rennen! Ich konnte ein tolles Tempo fahren. Nach einem schwierigen Jahr waren wir alle ein wenig müde, aber vielen Dank an alle, ihr habt einen tollen Job gemacht. Das nenn ich mal ein hübsches Rennen!"

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Valtteri Bottas (Mercedes), Rang 2: "Der Red Bull war heute zu schnell. Wir dachten, dass die Rennpace identisch sein würde, aber er hat das Rennen kontrolliert. Ich glaube, es war ein solides Rennen von mir, ohne Fehler. Ich habe alles aus dem Paket rausgeholt. Immerhin vor dem Teamkollegen und endlich mal wieder auf dem Podium."

zum Ergebnis: "Ich bin ein wenig ernüchtert, weil ich vor dem Rennen wirklich an eine Siegchance geglaubt hatte. Auf der anderen Seite darf ich mit mir zufrieden sein, weil ich weiß – ich hätte aus diesem Rennen nicht mehr herausholen können, Platz 2 war heute das Maximum, und das habe ich geschafft. Ich habe keinen einzigen Fehler gemacht, und ich bin vor meinem Stallgefährten ins Ziel gekommen. Wir dürfen insgesamt auf unsere Saison wirklich stolz sein."

zur Frage, wie es in den kommenden Wochen weitergeht: "Wir haben in der kommenden Woche einige PR-Termine, aber dann werde ich es mal ein wenig ruhiger angehen lassen. Ich freue mich sehr darauf, die ganze Familie zu sehen, denn das war in unserer Sicherheitsblase wegen Corona nicht möglich." (SERVICE: Konstrukteurswertung)

Lewis Hamilton (Mercedes), Rang 3: "Du kannst nicht immer gewinnen. Aber wenn ich daran denke, was in den vergangenen zehn Tagen alles passiert ist, dann bin ich zunächst mal froh, dass ich überhaupt einen Rennwagen fahren konnte und es sogar aufs Podest geschafft habe."

zum Ergebnis: "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, denn ich fühle mich nicht auf der Höhe. Der Grand Prix war unglaublich hart, mir ging es nach einem Rennen noch nie so schlecht. Es kommt nicht oft vor, dass ich wirklich froh bin, die Zielflagge zu sehen, aber heute war das so. Mein Körper fühlt sich nicht gut an, aber ich habe durchgehalten."

zum Ausblick auf 2021: "Wenn dieses Rennen ein Vorgeschmack gewesen ist auf 2021, dann kann ich gut damit leben. Es wäre doch fabelhaft, einen echten Kampf um den Titel mit Red Bull Racing zu erleben. Und dann freue ich mich auf 2022, wenn wir hoffentlich Rennwagen haben, mit welchen wir den Gegnern folgen können. Ihr habt sicher gesehen – das war ein eher fades Rennen. Aber heute ist es einfach so, dass die Aerodynamik schon durcheinandergebracht wird, wenn du vier Sekunden hinter einem Gegner liegst, geschweige denn dichtauf. Ich hoffe, mit den der neuen Rennwagengeneration 2022 wird das anders sein."

Sebastian Vettel (Ferrari), Rang 14: "Heute war nichts Besonderes. Ich glaube, so wie das ganze Jahr. Ich habe mich anfangs ganz gut halten können. Das Safety-Car hat uns dann überhaupt nicht geholfen oder nicht in die Karten gespielt. Zum Schluss hatte ich dann unheimlich viele Probleme mit dem letzten Satz Reifen"

zu seinem Abschied von Ferrari: "Ich denke, Abschied ist immer schwer nach so vielen Jahren. Das Jahr, das Rennen heute, spricht [alles] nicht für die Zeit, die wir gemeinsam hatten. So ist es. Jetzt ist es zu Ende. Einerseits traurig, andererseits freue ich mich auf das nächste Kapitel."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): "Fair verloren heute, muss man sagen. Die waren heute einfach schneller. Unser Auto hat einfach nicht einlenken wollen mit Untersteuern. Und deswegen muss man mit dem zweiten und dritten Platz zufrieden sein." (SERVICE: Fahrerwertung)

zum Rennen: "Auf der Strecke kannst du einfach nicht überholen. Sobald du hinter einem bist, hast du so viele Turbulenzen, dass du natürlich zurückfällst. Also geht's um den Start und sobald das Safety-Car rauskam, war klar, dass das Rennen so zu Ende geht. Das war natürlich vom Entertainment-Faktor her nicht so gut."

zur fehlenden Spannung im Rennen: "Ich habe während eines Rennens noch nie so viele Nachrichten mit einem schlafenden Emoji erhalten. Vielleicht könnten wir uns die Streckenführung einmal anschauen, um die Strecke zum Überholen spannender zu machen. Aber das geht mich nichts an."

Helmut Marko (Red-Bull-Motorsportkonsulent): "Wunderbar, besser hätte das Jahr nicht enden können. Zumindest das letzte Rennen ist eine Genugtuung für die vielen Rückschläge, die wir in diesem Jahr gehabt haben. Es ist aber auch ein Zeichen für das nächste Jahr. Irgendwie habe ich schon wieder vergessen, wie leicht das Leben ist, wenn man vorne einsam fährt."

zum Saisonverlauf: "Beim letzten Rennen in Bahrain hatten wir ein ähnlich starkes Auto. Wenn Leclerc Max nicht abgeräumt hätte, wären wir sicher gewesen, dass wir das Rennen auch dominieren hätten können. Da waren noch ein paar andere Rennen. Generell hat die Entwicklung, die wir betrieben haben, sukzessive Schritte und Erfolge gebracht. Jetzt endlich auch das Resultat mit einem Sieg bekräftigt."