Sebastian Vettel (l.) bestreitet in Abu Dhabi sein letztes Rennen für Ferrari
Sebastian Vettel (l.) bestreitet in Abu Dhabi sein letztes Rennen für Ferrari © Imago
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München und Abu Dhabi - Nach dem Qualifying zum Großen Preis von Abu Dhabi gibt Sebastian Vettel zu, froh zu sein, wenn die Saison vorbei ist. Bei Mercedes herrscht Frust. Die Stimmen.

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Beim Qualifying zum Großen Preis von Abu Dhabi landet Sebastian Vettel auf einem enttäuschenden 13. Platz (Formel 1: Großer Preis von Abu Dhabi ab 14.10 Uhr im SPORT1-Liveticker). Der Deutsche gibt im Anschluss zu, froh zu sein, wenn die Saison endlich vorbei ist.

Bei Pole Setter Max Verstappen herrscht dagegen riesige Freude. Zum ersten Mal in dieser Saison startet der Red-Bull-Pilot von Platz eins aus ins Rennen. 

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Bei Mercedes ist man dagegen ernüchtert und erklärt, dass es mit den Reifen Probleme gab.

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SPORT1 fasst die Stimmen zum Qualifying in Abu Dhabi von Sky, aus der Boxengasse und der Pressekonferenz zusammen.

Max Verstappen (Red Bull), Rang 1: "Ich bin sehr glücklich. Es war ein schwieriges Qualifying. Der letzte Sektor hat so viele Kurven, die zu Fehlern verleiten. Aber die letzte Runde haben wir gut hinbekommen. Es war für alle eine lange Saison, mit so vielen Rennen hintereinander. Das war ein schönes letztes Qualifying. Wenn du das ganze Jahr hinten bist, wird das schon mal frustrierend. Aber mit dem heutigen Tag sind wir sehr zufrieden."

zu den Longruns am Sonntag: "Niemand ist [gestern] viele Runden gefahren." Daher müsse das Team "abwarten. Wir werden unser Bestes geben und versuchen, sie hinter uns zu halten." (SERVICE: Konstrukteurswertung)

am Boxenfunk: "Wow, das fühlt sich gut an!"

Valtteri Bottas (Mercedes), Rang 2: "Wir haben schon im dritten Training gesehen, dass Max sehr schnell ist. Wir bekamen den Soft nicht richtig zum Arbeiten. Ich denke, wir haben nicht alles aus den Reifen bekommen, auf eine Runde. Die Balance war nicht perfekt. Sind aber nur Kleinigkeiten. Morgen ist ein neuer Tag."

Lewis Hamilton (Mercedes), Rang 3: "Ein schwieriges Wochenende. Es hat sich angefühlt, als hätte ich den Rhythmus nicht gefunden. Ich fand einfach keine Balance. Aber Gratulation an Max. Ich hoffe, dass ich ihn morgen herausfordern kann. Es ist immer schön, auf P1 zu stehen, aber immer geht das nicht. Der Start wird wichtig, die ersten Runden. Ich werde mir den Kopf darüber zerbrechen, wie wir das noch drehen."

zur Frage, wie sein Qualifying lief: "Es fühlt sich seltsam an, als wäre ich viel länger weg gewesen als nur eine Runde. Ich habe den Schwung ein wenig verloren. Die Balance des Autos ist auch nicht perfekt, zudem war mein Auto leicht beschädigt, nachdem ich über einen Randstein gerattert war. Die Jungs haben das repariert, so gut es ging. Aber das darf keine Ausrede sein, ich würde nie behaupten, das hätte mich die Pole gekostet. Das würde auch die tolle Leistung von Max schmälern, der einen super Job gemacht und die Pole vollauf verdient hat."

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zu seinen Plänen für das Rennen: "Wir wollen Max am Sonntag tüchtig einheizen. Klar mache ich mir schon Gedanken darüber, wie ich im Grand Prix vom dritten Rang vorrücken kann. Gewiss wäre es schön, von der Pole loszufahren, aber das schaffst du nun mal nicht immer. Was ich jetzt schon weiss: Das wird ein hartes Stück Arbeit."

Daniil Kwjat (Alpha Tauri), Rang 7 - zu seinem vermutlichen Abschied: "Ich sage es nicht gerne, aber es war vermutlich die beste Runde, die ich meiner Formel-1-Karriere gefahren bin."

Charles Leclerc (Ferrari), Rang 12: "Wir hatten im letzten Sektor Probleme mit Überhitzung. Dadurch haben wir etwas Rundenzeit verloren."

Sebastian Vettel (Ferrari), Rang 13: "Ich bin ziemlich zufrieden. Ich denke, ich hatte ordentliche Runden. Es ist nicht so, als hätte ich viel mehr erwartet. Es war recht okay. Als ich probierte, schneller zu fahren, ging es nicht. Das Ergebnis ist natürlich ziemlich schlecht. Ich bin aber zufrieden mit mir selbst."

Zu seinem Problemen am Auto: "Ich bin halt rasch an das Limit meines Autos gekommen. Ich war zufrieden, wo ich war. Ich hatte nicht den Eindruck, dass da noch viel Zeit drin war. Alles in allem vielleicht noch eine Zehntel. Es ist natürlich nicht schön, so weit hinten zu starten. Das hatten wir aber viele Male dieses Jahr." (SERVICE: Fahrerwertung)

zu seinem Rennen am Sonntag: "Ich versuche einfach nur, mein Bestes zu geben. Es wird emotional morgen, vor allem mit den Mechanikern in der Box. Was das Ergebnis anbelangt, ein Höhepunkt wird es nicht werden. Ich freue mich daher darauf, morgen die Zielflagge zu sehen."

und weiter: "Die Saison war so schlecht, da freue ich mich ziemlich, dass sie jetzt vorbei ist. Das letzte Jahr spiegelt nicht gut wider, was für eine Zeit ich bei diesem Team hatte. Man lebt immer in der Gegenwart, da fällt der Rückblick schwer. Das letzte Rennen morgen, das wird sicher etwas emotional. Gleichermaßen freue ich mich und bin erleichtert, dass es zu Ende ist."

Christian Horner (Teamchef Red Bull): "Eine erstaunliche Leistung von ihm. Mercedes war so dominant dieses Jahr. Das mit Honda-Power zu schaffen und die Pole zu holen, hat lange gedauert. Jetzt müssen wir die Pole in den Sieg umwandeln."

Helmut Marko (Red-Bull-Motorsportkonsulent): "Wir sind sehr, sehr glücklich. Das ist ein wichtiges Zeichen für das nächste Jahr, dass unsere ganze Arbeit gefruchtet hat. Ich glaube, dass das Auto in allen drei Sektoren sehr gut war und Max mit den Reifen super hausgehalten hat."

zur Frage, was für die Pole entscheidende war: "Im ersten Lauf [in Q3] waren die Reifen nicht ganz auf der richtigen Temperatur. Das hat er im zweiten Lauf super hingekriegt. Er wollte dann eventuell auch noch einen Windschatten, aber das war zu riskant. Entscheidend war die Ausgeglichenheit in allen drei Sektoren."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): "Wir haben P2 und P3. Das heißt, dass wir einen kleinen strategischen Vorteil haben."

Andreas Seidl (Teamchef McLaren): "Riesenkompliment ans Team, an beide Fahrer. Megarunde von Lando am Schluss. Carlos hat auch einen super Job gemacht. Carlos hat es sogar geschafft, auf den Medium-Reifen in Q3 zu kommen, was ihm morgen einen kleinen Vorteil im Rennen gibt gegenüber denen, die auf Soft starten. Wir hatten diesen Plan vor dem Qualifying, es zu versuchen. Carlos hat sich das ganze Wochenende über auf dem Medium-Reifen wohlgefühlt hat, auch wohler als Lando. Von daher haben wir es riskiert."