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München - In seiner SPORT1-Kolumne erklärt Peter Kohl, warum Mick Schumacher für die Formel 1 ein Jackpot ist und Vettel den Eindruck einer beleidigten Leberwurst erweckt.

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Hallo Formel-1-Freunde!

Die 71. Formel-1-Saison hat am Sonntag mit dem Großen Preis von Abu Dhabi ihr Ende gefunden. 

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Der Auftakt in Australien platzte, monatelang passierte nichts, dann folgte ein Rennen nach dem anderen. Die Corona-Saison 2020 wird nicht nur deshalb in die Geschichte eingehen.

Einige Dinge haben mich ganz besonders beeindruckt - positiv wie negativ.

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Der SOUVERÄN DES JAHRES - King Lewis I.

Rekorde pflastern seinen Weg. Sein Platz im Formel-1-Olymp wird immer größer. 10 Poles, 11 Laufsiege, 8 Schnellste Runden, am Ende der siebte WM-Titel. Er hat zu Michael Schumacher aufgeschlossen, hat ihn in einigen Kategorien in den Ewigen Bestenlisten überholt.

Auf der Strecke nahezu unantastbar, wenn Strategiefehler des Teams oder streikende Technik ihn nicht einbremsen. Außerhalb der Rennstrecken gewinnt er an Profil und Bedeutung durch sein Anti-Rassismus-Engagement.

Er nutzt seine Popularität, um auf eines der wichtigsten Themen unserer Zeit hinzuweisen, legt immer wieder den Finger in eine Wunde, die uns weltweit beschäftigt. Er ist längst nicht mehr der Hippster, der Lebemensch und Dandy.

Akribisch bereitet er seine Einsätze vor, reflektiert sich und sein Leben und versucht andere von wichtigen Idealen zu überzeugen. Selbst ein Weltkonzern wie Mercedes ändert die Farbe seiner F1-Boliden, um die Initiative ihres Vorzeige-Fahrers zu unterstützen.

Aber auch ein König ist nicht sakrosankt. Corona schert sich nicht um Verdienste oder das Standing eines Menschen, es befällt ihn, wie es ihm gefällt. Und macht auch vor Hamilton nicht halt. Was den Engländer dann wieder menschlich erscheinen lässt. Er ist keine Maschine, kein Erfolgsroboter. Er ist einfach nur überragend indem was er tut!  

DIE GRÖSSTE KONSTANTE DES JAHRES - MERCEDES

Kann sich noch jemand an Zeiten erinnern, in denen die Sterneritter nicht die Titel in der Konstrukteurswertung und bei den Fahrern eingesammelt haben? Verdammt lang her! Die Nimmersatten unter der Leitung von Toto Wolff haben auch der Pandemie-Saison ihren Stempel aufgedrückt. Das Hybrid-Zeitalter gehört Mercedes, ohne Wenn und Aber. Niemand ist in der Lage, sie ernsthaft herauszufordern.

Dieses permanente Noch-Mehr-Wollen ist beeindruckend. Es gibt Regeländerungen für 2021, aber keine wirklich Gravierenden. Warum sollte diese Serie abreißen?

Gefährlich werden könnte nur die neue Generation der Reifen. Die schwarzen Walzen haben Mercedes in den vergangenen Jahren in einzelnen Rennen schon häufiger Kopfzerbrechen bereitet. Aber die Top-Ingenieure des Dauer-Weltmeisters waren bisher immer in der Lage, Lösungen zu finden. Das wird auch im kommenden Jahr so bleiben!

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Wie gut das Auto wirklich ist, hat der Ersatzeinsatz von Russell in Bahrain gezeigt. Der junge Engländer ist ohne Frage ein Riesen-Talent. Aber sich zum ersten Mal in dieses Auto reinzusetzen und sofort alle Sessions zu dominieren, ist auch der brillanten Technik geschuldet, die ihm zur Verfügung stand. Überspitzt formuliert: Mit diesem Auto hat jeder F1-Fahrer die Chance zu gewinnen!

Die VERSAGER DES JAHRES - FERRARI

Grande Misera, Debacle, Disastro, Delusione - Die Scuderia blieb alles schuldig! Die Plätze 13 und 14 für Leclerc und Vettel beim Finale in Abu Dhabi sind sinnbildlich. Die Roten sind ins biedere Mittelmaß abgesunken, nur noch die Nummer 6 in der Konstrukteurswertung.

Die Einbremsung des Mogelmotors, der Ferrari in den vergangenen zwei Jahren dicht an Mercedes herangeführt hat, führte zum Untergang von Maranello. Und hat die Kundenteams Haas und Alfa Romeo mitgerissen. Mattio Binotto hat seinen Laden nicht ins Laufen gebracht. Die Art und Weise seiner Bekanntgabe, den Vertrag mit Sebastian Vettel nicht verlängern zu wollen, geriet zum PR-Debakel.

Die fehlenden Ergebnisse haben das Springende Pferd zum lahmenden Gaul gemacht. Der Lack ist ab. Und eine Verbesserung in absehbarer Zeit nicht in Sicht. Strategiefehler zu Hauf, eine inhomogene Mitarbeiterstruktur, fehlende leitende Köpfe mit Ideen und Visionen – Ferrari gleicht einem Scherbenhaufen.

Dazu passt die Verpflichtung von Carlos Sainz Jr. als Vettel-Nachfolger. Ein grundsolider Fahrer mit hoher Zuverlässigkeit, aber ohne Charisma und Ausstrahlung. Ferrari ist längst nicht mehr der Nabel der Formel1-Welt. 

Der GÜCKSRITTER DES JAHRES - ROMAIN GROSJEAN

Gefangen in der Feuerhölle nach seinem Abflug in Bahrain, eingequetscht zwischen Leitplanke und HALO, das Auto in der Mitte auseinandergerissen. Nach knapp 30 Sekunden aus eigener Kraft aus dem Inferno befreit. Verbrannte Hände, Verbrennungen an den Füßen – ein tief sitzender Schock, Prellungen.

Der Franzose ist gut davon gekommen. Alle Schutzengel dieser Welt haben an diesem Tag ein Auge auf ihn gehabt.

Danken darf er aber vor allem den sehr weit entwickelten Sicherheitstechnologien, die heute in die Boliden verbaut werden. Dass die Kernzelle des Autos einen solchen Abflug übersteht und den Fahrer so schützt, dass er bei über 50g Einschlagkraft nahezu unversehrt aussteigen kann, ist nahezu unfassbar für uns Otto Normalgasfuß.

Gut, dass diese Technologien weitestgehend auch in den Serienbau eingehen. Damit hat die Formel 1 weiterhin einen hohen Stellenwert.

Schade für Grosjean, dass das Feuerinferno von Bahrain der Schlusspunkt unter seiner F1- Karriere war. Seit 2009 war er am Start, hat 179 Rennen bestritten, ist 10mal auf dem Podium gestanden. Ein Abschiedsrennen war ihm nicht vergönnt. Er wird als Mann der aus dem Feuer trat in Erinnerung bleiben.

Der TRAGISCHE HELD DES JAHRES - SERGIO PÉREZ

Als 30-Jähiger holt er in seinem 190. GP seiner Karriere seinen ersten Sieg. Mit seinem Erfolg in Bahrain hat der Mexikaner unterstrichen, dass er seit Jahren das Zugpferd schlechthin für Lateinamerika ist. Und damit auch für die Vermarktung dort. In den vergangenen Jahren sind zum GP Mexiko jeweils rund 350 000 Fans gepilgert. Pérez genießt in seiner Heimat absoluten Heldenstatus.

Mit seinen Top-Leistungen hat er in einem oft unterlegenen Auto immer wieder Spitzenplätze rausgefahren, einem notorisch klammen Team damit wichtige Prämiengelder gesichert und damit vor der finanziellen Ruin bewahrt. Seinen Teamkollegen Lance Stroll hat er souverän im Griff, bügelt ihn regelmäßig. Aber der Kanadier ist eben der Sohn des Hauptanteileigners. Und darf deshalb bleiben.

Die Verpflichtung von Sebastian Vettel ist nachvollziehbar. Wenn ein viermaliger Weltmeister zu einem solchen Team geht, ist das ein Signal des Aufbruchs. Wie die anstehende Umbenennung in Aston Martin – eine Premium-Marke.

Für Pérez eine Tragödie. Er hat noch kein neues Cockpit, als Option kommt eigentlich nur noch Red Bull in Frage. Er wäre nicht der Erste, der ohne Eigenverschulden aussortiert würde. An seinen Leistungen kann es nicht liegen – für mich gehört er seit Jahren zu den Topfahrern im Zirkus!

Der ÜBERRASCHUNGSSIEGER DES JAHRES – PIERRE GASLY

Im Turbotempo vom Nachwuchsteam Toro Rosso nach wenigen Grand Prix zum Starteam Red Bull befördert, dort an den hohen Erwartungen gescheitert und in die Nachwuchsschmiede nach Faenza zurückbeordert, schien seine Karriere frühzeitig zu scheitern.

Wäre da nicht der geniale Franz Tost. Der Chef des in Alpha Tauri umbenannten Red-Bull-Nachwuchsteams hat den sensiblen Gasly in die Spur zurückgeführt. Das Ganze gipfelte im Sensationssieg in Monza. Dort, wo Tost mit Sebastian Vettel einst dessen ersten Grand Prix Sieg feierte.

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Gasly hat über die gesamte Saison hinweg sehr konstante Leistungen gezeigt und Teamkollege Kwjat weitestgehend im Griff gehabt. Er fühlt sich wohl im Team, will von sich aus dort bleiben anstatt einer weiteren Chance bei Red Bull nachzujagen. Ein sympathischer, intelligenter Fahrer, dem ich den Sieg von Monza von Herzen gegönnt habe!

Der TREND DES JAHRES 

Mal abgesehen von der Monotonie an der Spitze – das geballte Mittelfeld hat Würze in die Saison gebracht wie lange nicht mehr. Der Kampf um die Plätze in der Konstrukteurswertung hat die Teams angetrieben und zu einem Wettbewerb beflügelt, der bis zum Schluss atemberaubend war.

Ein ständiges Geben und Nehmen zwischen McLaren, Racing Point, Alpha Tauri und Renault mit vereinzelten Spitzen von Alfa Romeo und Haas. Und auch Williams hat den Ruch des chancenlos abgeschlagenen Letzten abgelegt. Da war wirklich Pfeffer drin. Und das hat richtig Spaß gemacht. Gerne mehr davon 2021!

Die STEIGERUNG DES JAHRES - McLAREN

Einst Seriensieger und Dominator, über Jahre ins Graue Maus-Dasein abgerutscht, ist das ehemalige Starteam auf bestem Wege, an alte Glanzzeiten anzuschließen. Der dritte Platz in der Konstrukteurswertung ist hochverdient! Mit Lando Norris haben sie ein aufregendes Juwel unter Vertrag, der noch für satte Schlagzeilen sorgen wird.

Mit Andreas Seidl ist den Engländern ein Königstransfer gelungen. Mit seiner sehr strukturierten Art des Arbeitens hat er den Laden auf Links gedreht und sehr stark dazu beigetragen, dass es signifikant aufwärts geht. Dazu ist der Bayer auch in der Außendarstellung ein überragender Sympathieträger.

Der Einstieg einer Investorengruppe hat für die Absicherung der Finanzen gesorgt für die kommenden Jahre. Damit ist eine gute Basis gelegt, um vom bissigen Aufsteiger zum ernsthaften Mitanwärter um Pokale und Siege zu werden.

Der COMEBACKER DES JAHERS - NICO HÜLKENBERG

Corona hat viele schlimme Seiten. Für den Emmericher brachte der Virus die Chance, sich nachhaltig in Erinnerung zu bringen. Unter teilweise abenteuerlichen Bedingungen und in Rekordzeit durfte er zweimal für Sergio Perez und einmal für Lance Stroll einspringen, weil die vom Virus lahm gelegt wurden.

Und der Routinier hat das dermaßen phantastisch hinbekommen, dass der Ruf im Fahrerlager, er müsse für 2021 ein Cockpit bekommen, immer lauter und vielstimmiger wurde. Und das, obwohl er 179 Grand Prixs in seiner Karriere abgespult hat, ohne auch nur einmal auf dem Podium gestanden zu haben.

Auf der Suche nach einem freien Fahrersitz steht er damit in direkter Konkurrenz zu Sergio Perez, der zumindest schonmal gewonnen hat, und insgesamt zehnmal auf dem Podium stand. Es wird schwer für ihn, seine Formel1 – Karriere fortzusetzen. Schade eigentlich.

Die ENTTÄUSCHUNG DES JAHRES - VALTTERI BOTTAS

Er hat das selbe Material wie Teamkollege Hamilton. Er versucht es Jahr für Jahr und kommt nicht wirklich ran an den Imperator. Trotz aller Ankündigungen. Bottas ist und bleibt eine ideale Nummer 2 für Mercedes, die zuverlässig Punkte liefert und still und leise seine Job erledigt.

Gefährlich für den Finnen war aber der Einsatz von Russell für Mercedes in Bahrain. Der Jungspund hat den Sterne-Routinier brutal alt aussehen lassen. Eine fette Watschn die gesessen hat. Für Bottas eine Mahnung, dass er raus muss aus seiner Komfortzone, sonst ist er bald verglüht im Sterne-Universum.

Die UNSINNIGSTE ENTSCHEIDUNG DES JAHRES 

Es gibt das Kopierverbot und es wurde schändlich unterlaufen. Der Racing Point 2020 ist ein Ebenbild des Mercedes von 2019. Und das in zahlreichen technisch kniffligen Details, die nachgewiesenermaßen nicht durch Nachbau anhand von Photos oder Scannerbildern möglich sind. Es hat einiger Proteste der Konkurrenten und zahlreicher Diskussionen und Verhandlungen bedurft, ehe die FIA tätig wurde.

Am Ende hat man festgestellt: Das Auto ist nicht legal. Die Folge: Eine Geldstrafe, der Abzug von 15 WM-Punkten UND: das Auto durfte so wie es war, bis zum Ende der Saison weiterbenutzt werden!

Muss oder kann man das verstehen? Entweder ist etwas legal, dann kann man es nicht bestrafen, oder es ist nicht legal, dann gehört das geändert! Punkt. Aber so ist die ganze Geschichte eine Witzplatte!

Der MEISTDISKUTIERTE FAHRER DES JAHERS - SEBASTIAN VETTEL

Dass er Ferrari verlassen muss, stand früh in der Saison fest. Die Art wie er damit umgegangen ist, hinterlässt bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Der Hauch von beleidigter Leberwurst ist durchgeklungen in seinem Beklagen darüber, dass man nicht fair mit ihm umgegangen sei. Es gab über Wochen eine mediale Schlammschlacht, die weder für den viermaligen Weltmeister noch für Ferrari gut war.

Vettels Geschichte bei Ferrari war nach 6 Jahren auserzählt. In Maranello hat man sich sichtbar für alle bereits 2019 für eine Zukunft mit Charles Leclerc als Leader entschieden. Die Abschiedsglocken haben also schon lange geläutet.

Vettel hat versucht, die Türen Richtung Mercedes und Ex-Arbeitgeber Red Bull zu öffnen. Was ihm nicht gelungen ist. Seine Fehlerquote in den vergangenen beiden Jahren ist den Entscheidern nachhaltig in Erinnerung geblieben. Mit einem Auto, das zunehmend auf den Fahrstil von Leclerc konstruiert wurde, blieb er zudem auch im teaminternen Duell 2020 chancenlos.

Eine Alphatier-Duell-Situation mit Vettel / Verstappen oder Hamilton / Vettel wollten beide Rennställe nicht eingehen. Weder Verstappen, noch Hamilton brauchen jemanden, der sie antreibt. Die sind sich selber Inspiration genug. Außerdem funktioniert Vettel dann am besten, wenn alles auf ihn zugeschnitten wird, er die unangefochtene Nummer 1 ist. 

Für Vettel ist es ein Glücksfall, dass sich die Aston-Martin-Chance aufgetan hat und Lance Stroll dort sein Teamkollege ist. Den Kanadier wird er beherrschen, keine Frage – mit Sergio Perez hätte es unter Umständen anders ausgesehen.

Die IDEEN DES JAHRES 

Hut ab vor Dietrich Mateschitz. Als wegen Corona alles am Boden lag und kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen war, hat der steierische Macher die Ärmel aufgekrempelt und Initiative ergriffen.

Mit seinem Team hat er ein Konzept entwickelt, wie Formel-1-Rennen unter Pandemie-Bedingungen durchführbar sind und hat das mit zwei Läufen an seinem Red Bull Ring aufgezeigt. Damit ist das Ganze zur Blaupause geworden, die eine nicht für denkbar gehaltene Formel-1-Saison ermöglicht hat! Großartig!

Den Bedingungen und Absagen der Überseerennen geschuldet mussten Ausweichstrecken gefunden werden. Wohl dem, der auf die Idee kam, in Portimao, Istanbul und Imola an den Start zu gehen! Auch die Rückkehr des Nürburgrings war ein Highlight!

Auf allen diesen Traditionsstrecken haben wir fantastische, sehr unterhaltsame Rennen gesehen. Schade, dass die 2021 wieder aus dem Kalender verschwinden.

Der HOFFNUNGSTRÄGER DES JAHRES - MICK SCHUMACHER

Kein anderer Nachwuchsfahrer stand in den vergangenen Jahren so im Fokus wie der Sohn des siebenmaligen Weltmeisters. Von Kartzeiten an wurde jeder seiner Schritte beobachtet, wurden immer wieder die Vergleiche zu seinem Vater herangezogen. Er hat allem Erwartungsdruck stand gehalten, in allen Serien, in denen er gefahren ist, geliefert und sich formidabel weiterentwickelt.

Er ist vielleicht nicht das Überfliegertalent, wie es Michael Schumacher einst war. Aber er hat diesen Ehrgeiz, diesen Willen und das permanente Streben nach Verbesserung, dass einst den Herrn Papa ausgezeichnet hat. Mit dem Gewinn des Titels in der Formel 2 hat er das nachhaltig unterstrichen.

Es ist nicht selbstverständlich gewesen in den vergangenen Jahren, dass der Champion des direkten F1- Unterbaus automatisch einen Sitz in der Formel 1 bekommen hat. Auf Schumacher aber haben viele gewartet. Für die PR- und Marketingverantwortlichen ist er das Beste, was kommen konnte.

Er wird mit dem Haas-Boliden sportlich chancenlos sein, schon aufgrund des Ferrari-Motors im Heck. Aber er wird für viele Schlagzeilen und Geschichten sorgen und die Hinterbänkler in die erste Reihe der Wahrnehmung rücken. Eine Blutauffrischung, die der Formel 1 sehr, sehr gut tun wird!

PEDAL TO THE METAL Ihr Peter Kohl