Charles Leclerc (l.) schnitt bei den Teamchefs deutlich besser ab als Sebastian Vettel (r.)
Charles Leclerc (l.) ließ seinem Ferrari-Teamkollegen Sebastian Vettel (r.) im Qualifying keine Chance © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten

Sakhir - Valtteri Bottas nutzt die Abwesenheit von Lewis Hamilton in Sakhir zur Pole. Dessen Ersatz überzeugt aber. Sebastian Vettel erhält von Leclerc eine Lehrstunde.

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Valtteri Bottas hat sich die Pole-Position für den Großen Preis von Sakhir gesichert. (Formel 1: Großer Preis von Sakhir am Sonntag ab 18.10 Uhr im SPORT1-Liveticker)

Der Mercedes-Pilot verwies George Russell, der an diesem Wochenende den an Corona erkrankten Weltmeister Lewis Hamilton bei Mercedes ersetzt, hauchdünn auf Platz 2. Nur 26 Tausendstelsekunden trennten ihn vom Finnen.

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Für Bottas ist es die fünfte Pole Position im 16. Saisonrennen und die 16. seiner Karriere. Womöglich auch die wichtigste für den Finnen, der ohne Hamilton zum Siegen verdammt ist.  (SERVICE: Der Rennkalender)

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"Es war nicht das beste Qualifying meiner Karriere", sagte Bottas dann auch, "aber es ist wichtig, mit beiden Autos vorne zu stehen." Russell sprach von einem "verrückten" Erlebnis, "das Auto ist so anders, es ist eine völlig andere Fahrweise nötig. Ich hätte nie geglaubt, dass ich so nah an Valtteri dran bin."

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Leclerc glänzt - Vettel enttäuscht

Dritter wurde Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Charles Leclerc überzeugte auf Rang 4. Sein Ferrari-Teamkollege Sebastian Vettel, bei dem nach dem dritten Training der Motor gewechselt werden musste, enttäuschte mit Rang 13.

"Ich habe in der Schikane nicht den Grip gefunden, der anscheinend da war", sagte der Heppenheimer bei Sky: "Das muss ich mir nochmal anschauen. Ich bin aber froh, dass ich nach dem Motorwechsel überhaupt noch rausfahren konnte."

Verstappens Teamkollege Alexander Albon, der noch um seinen Platz bei Red Bull für 2021 kämpft, enttäuschte ebenfalls als Zwölfter. (SERVICE: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Das von einigen Piloten befürchtete chaotische Qualifying blieb indes aus: Anders als am vergangenen Wochenende wird in Bahrain dieses Mal nicht der Grand-Prix-Kurs gefahren, sondern die kürzere und schnellere "äußere" Variante. Diese ist lediglich gut 3,5 Kilometer lang, besonders viel Stau gab es dennoch nicht.

Bottas stellt neuen Rekord auf

Stattdessen wurde die Pole-Zeit wie erwartet zum Rekord: Bottas drehte in 53,377 Sekunden die schnellste Runde der Formel-1-Geschichte. Und diese Marke wird er wohl eine ganze Weile behalten, denn die Streckenvariante in Bahrain ist nur aufgrund der Coronakrise kurzfristig in den Kalender gerutscht. 

Den alten Rekord hatte Niki Lauda im Jahr 1974 ebenfalls in einem Qualifying aufgestellt: Im Ferrari absolvierte er die Strecke im französischen Dijon in 58,79 Sekunden.

Das anschließende Rennen wurde dann tatsächlich chaotisch, aufgrund der kurzen Runde traf die Spitze des Feldes immer wieder auf das Ende, aus den zahlreichen Überrundungen entstanden viele gefährliche Situationen - ein ähnliches Szenario ist nun auch für das Rennen am Sonntag denkbar

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)