Lesedauer: 3 Minuten

München - Das Formel-1-Rennen in Bahrain wird von einem Horror-Crash überschattet. Lewis Hamilton siegt am Ende dennoch. Bei Ferrari läuft wieder wenig zusammen.

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Lewis Hamilton hat den von einem Horror-Unfall überschatteten Großen Preis von Bahrain gewonnen.

Der siebenmalige Weltmeister siegte vor Red-Bull-Pilot Max Verstappen und dessen Teamkollege Alexander Albon.

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Im Mittelpunkt stand aber der schreckliche Feuer-Unfall von Romain Grosjean, der wie durch ein Wunder ohne schwere Verletzungen aus seinem in zwei Teile zerrissenen Haas klettern konnte.

Der 34-Jährige konnte sich aus eigener Kraft befreien und kam nach ersten Diagnosen mit leichten Verbrennungen an den Händen und Knöcheln davon.

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Perez-Ausfall beschert Ferrari einen Punkt

Für Ferrari lief wenig zusammen: Ein später Motorschaden von Racing-Point-Pilot Sergio Perez bescherte Charles Leclerc immerhin einen glücklichen Punkt als Zehnter, Sebastian Vettel belegte Rang 13.

Für Hamilton war es der 95. Sieg seiner Formel-1-Karriere und der elfte der Saison. (SERVICE: Fahrerwertung)

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Bei zwei ausstehenden Rennen kann der 35-Jährige noch die Rekordmarke von 13 Siegen, gehalten von Michael Schumacher (2004) und Vettel (2013), einstellen. Hierzu muss er "nur" noch in der kommenden Woche erneut in Bahrain und am 13. Dezember beim Saisonfinale in Abu Dhabi gewinnen.

Die Corona-Notsaison 2020 umfasst nur 17 Läufe.

Grosjean übersieht Kvyat vor Horror-Unfall

Der schlimme Unfall war bereits in Runde 1 passiert. Der von Position 19 gestartete Grosjean zog hart nach rechts und übersah wohl den AlphaTauri von Daniil Kvyat. Die Räder der Boliden berührten sich - danach war Grosjean nur noch Passagier und schoss geradeaus in die Leitplanke.

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Mithilfe der Streckenposten verließ der 34-Jährige sichtlich benommen die brennende Unfallstelle. Als Vorsichtsmaßnahme und für weitere Untersuchungen wurde Grosjean per Helikopter in ein Krankenhaus gebracht. Er erlitt lediglich Verbrennungen an beiden Handrücken und blieb von Brüchen verschont, teilte sein Rennstall am Sonntagabend mit.

"Er ist sehr erschrocken", sagte Teamchef Günther Steiner, "das war Glück im Unglück, aber auch toller Einsatz von den Streckenposten, die sofort da waren." Ex-Weltmeister Damon Hill sprach am Sky-Mikrofon aus, was viele dachten: "Es ist ein Wunder, dass er da in einem Stück rausgekommen ist."

85 Minuten dauerten die Reparaturarbeiten. Die zerstörte und in weiten Teilen verkohlte Leitplanke an der Unfallstelle wurde durch eine Mauer ersetzt.

Die Reste des Autos, aus dem Romain Grosjean kurz zuvor geklettert war
Die Reste des Autos, aus dem Romain Grosjean kurz zuvor geklettert war © Getty Images

Hamilton zieht davon, Vettel chancenlos

Pole-Setter Hamilton, seit zwei Wochen siebenmaliger Weltmeister, zog beim Restart davon. Während sein Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas (Finnland) nach einem Reifenschaden weit zurückfiel, konnte dem Briten nur Verstappen folgen.

Vettel kämpfte nach dem überraschenden dritten Platz beim Chaosrennen von Istanbul diesmal wieder - wie so oft in dieser Saison - mit stumpfen Waffen. Auf der motorlastigen Strecke von Sakhir ging der viermalige Weltmeister in seinem SF1000 regelrecht ein. "Das Auto ist unfahrbar", meckerte der Heppenheimer im Boxenfunk.

Der 33-Jährige ist bald erlöst: Nur noch zwei Rennen stehen aus, ehe er im neuen Jahr bei Aston Martin (noch Racing Point) einen Neustart unternimmt. In der kommenden Woche wird allerdings auf einem noch schnelleren Streckenlayout in Bahrain gefahren - Ferrari dürfte dann gänzlich auf verlorenem Posten stehen. 

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)