Sebastian Vettel kommt mit seinen Leistungen nicht an die von Teamkollege Charles Leclerc heran
Sebastian Vettel kommt mit seinen Leistungen nicht an die von Teamkollege Charles Leclerc heran © Imago
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Portimao und München - Beim Qualifying zum Portugal-GP ist Sebastian Vettel seinem Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc unterlegen. Der Deutsche gibt zu, nicht mithalten zu können.

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Seit Charles Leclerc 2019 zu Ferrari gewechselt ist, gibt es eine leidige Diskussion. Wer hat bei der Scuderia die Nase vorne? Sebastian Vettel oder der Monegasse?

Immer wieder wurde spekuliert, dass die Roten das Auto mehr an die Wünsche des Youngsters als an Vettels Fahrweise anpassen. Nun hat der Deutsche selbst klar gestellt, welcher der beiden Fahrer aktuell zu besseren Leistungen im Stande ist.

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"Im Moment sehe ich gar kein Land. Das ist ja nicht nur schlagen, das ist ja wie eine andere Klasse. Ich probiere alles, was ich kann. Ich denke, die Runden, die ich treffe, und mit denen ich zufrieden bin, die sind trotzdem noch zu langsam. Mehr bleibt mir im Moment nicht übrig als das rauszuholen, was in mir steckt", äußerte er sich nach dem Qualifying zum Portugal-GP konsterniert bei Sky.

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Vettel gegenüber Leclerc unterlegen

Und diese Unterlegenheit zeigt sich deutlich. Während sich Leclerc Rang vier und damit einen Platz in der zweiten Startreihe eroberte, kam Vettel nicht über den äußerst enttäuschenden 15. Platz hinaus (Portugal-GP, Sonntag ab 14.10 Uhr im LIVETICKER).

Bei der Ursachenforschung wirkt der Deutsche ratlos. Im ersten Qualifying-Abschnitt hatte Vettel mit der Soft-Reifenmischung noch die achtschnellste Zeit erzielt, mit dem Medium-Reifen in Q2 gelang dagegen nichts mehr.

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Für einen Fehler hielt der viermalige Weltmeister seine Reifenwahl dennoch nicht. (Rennkalender 2020 der Formel 1)

Medium-Reifen falsche Wahl?

"Im ersten Versuch hatte ich eigentlich ein ganz gutes Gefühl. Den hatte ich gut erwischt. Im zweiten Versuch aber kamen die Reifen irgendwie gar nicht auf Temperatur. Ich hatte direkt in Kurve 3 ein stehendes Rad. Dann war die Runde auch schon verkorkst", erklärte Vettel, der zugeben musste, sich die eigenen Schwächen nicht erklären zu können.

"Ich weiß nicht, wieso ich mich so schwer damit tue, die Reifen auf Temperatur zu bringen, dass es sich jedes Mal ein bisschen anders anfühlt."

Mit der Wahl des Medium-Reifens war Vettel in Q2 nicht allein. Auch Teamkollege Leclerc wählte diese Reifenmischung, hatte im Gegensatz zum Deutschen aber überhaupt keine Probleme damit, in den letzten Qualifying-Abschnitt einzuziehen. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Vettel fast immer langsamer

Beim Blick auf die Fakten wird eines klar. Die schwache Leistung des Heppenheimers in Portimao ist nur eine weitere Bestätigung des bisherigen Saisonverlaufs.

Bei zehn Qualifyings hatte der Monegasse bislang die bessere Platzierung vorzuweisen, nur beim zweiten Spielberg-Rennen und am Hungaroring war Vettel schneller.

Und auch bei den Rennen sieht es für den Deutschen nicht vorteilhafter aus. Wenn beide Ferrari-Piloten im Ziel ankamen, lag Vettel nur ein einziges Mal vor seinem Konkurrenten.

Dass sich daran beim Portugal-GP etwas ändert, glaubt nicht einmal der 33-Jährige selbst. "Das Rennen wird dann wieder irgendein Murks sein", zeigte sich Vettel wenig optimistisch.