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München - Ferrari will die peinliche Saison 2020 noch einigermaßen retten. Die ersten neuen Teile kamen in Russland ans Auto - und am Nürburgring folgen die nächsten.

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Wie weit kann es für Ferrari noch nach hinten gehen? Inzwischen ist die Scuderia nur noch Sechster der Konstrukteurswertung und auch Alpha Tauri liegt nur noch 15 Zähler hinter dem einstigen WM-Aspiranten. Die Kritiker schimpfen: Der Ferrari SF1000 kann gar nichts – schwacher Motor, schlechtes Chassis, schwieriges Fahrverhalten. 

Doch Ferrari will in Hohn und Spott nicht untergehen. Die Italiener arbeiten daran, die peinliche Saison 2020 noch einigermaßen zu retten. Bei jedem Grand Prix sind nun neue Teile geplant. (Rennkalender 2020 der Formel 1)

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Leclerc: Ich verstehe unsere Formschwankungen nicht

Den Anfang machten neue Heckflügel-Endplatten und ein neuer Frontflügel beim Russland-GP in Sotschi. Charles Leclerc kam damit immerhin auf Rang sechs ins Ziel.

"Ich verstehe unsere Formschwankungen nicht ganz. Im Training lief es in der Rennsimulation vom Freitag überhaupt nicht, im Rennen wurde ich Sechster. Das ist eine komplizierte Saison. Wir haben Grands Prix, vor denen wir uns einige Chancen ausrechnen, und dann läuft gar nichts. Vor einem WM-Lauf wie Sotschi hingegen, wo wir uns geringe Hoffnungen gemacht hatten, lief es jedoch besser als erwartet. Ich finde das ein wenig verwirrend", fasste er zusammen. 

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Die neuen Teile in Sotschi waren dabei auf dem Papier gar nicht für eine Zeitenverbesserung gedacht. Sie sollten den Fahrern mehr Vertrauen schenken, indem sie für stabileren Abtrieb sorgen. Bisher werden die Ferrari-Piloten immer wieder von einem plötzlich abreißenden Abtrieb überrascht. Das führte gelegentlich sogar zu heftigen Unfällen wie bei Leclerc in Monza.

Vettel: Das Auto macht, was es soll

Im Qualifying zum Russland-GP erwischte es Sebastian Vettel. Trotzdem sagte der Deutsche: "Das Auto macht das, was es tun soll. Ich hoffe, das bestätigt sich auf anderen Strecken."

Bei Vettels Heimrennen am Nürburgring legt Ferrari nach. Dann geht es auch darum, die Performance des Autos zu steigern. Ein neuer Unterboden soll helfen, das Heck zu stabilisieren. Unter dem losen Hinterteil des Ferrari SF1000 leidet vor allem Vettel.

Sollte der neue Unterboden funktionieren und die gewünschten Ergebnisse liefern, folgt ein neuer Diffusor. Der dürfte vor allem dem Deutschen helfen, da er auch an der Vorderachse steilere Flügel und damit aggressivere Einlenkmanöver erlaubt. Genau die braucht Vettel, um seinen Fahrstil durchziehen zu können.